Full text: Die Baukunst der Renaissance in Italien

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appelliert : alla propria stima e al vostro buon nome ... e finalmente alla 
dignità e alla fama di questo tempio. 
Von diesem Langbau ist vielleicht auch der Plan des Giuliano da 
Sangallo nur ein mißverstandenes Echo; statt des Chors mit Umgän- 
Fig. 29 S. Peter. Raffaels Grundriß 
gen wollte er den Chor Nikolaus V. beibehalten, der zu der ganzen 
übrigen Masse so wenig stimmen würde. 
Der angebliche Plan des Fra Giocondo (Geym. T. 41) erscheint mir 
als ein Hohn des jüngern Antonio da Sangallo, als Karikatur ober¬ 
italienischer Eigentümlichkeiten, welche dem Frate ankleben moch¬ 
ten. Antonio mag es verantworten, daß er auf diesen Plan schrieb: 
opinione e disegnio di Fra Jocondo usw. - Den echten Plan des Frate gibt 
vielleicht die Zeichnung bei Geym. T. 37. 
Zum Zentralbau kehrte dann Peruzzi (nach anfänglichem Zögern, 
worüber besonders Jovanovits S. 76 ff.) zurück; sein wunderschöner 
Grundriß (bei Serlio L. III), wesentlich eine Umarbeitung von Bra- 
mantes zweitem Entwurf, mit Hinzunahme von Raffaels Gestaltung 
der halbrunden Abschlüsse mit Umgängen; die Pfeiler sehr verstärkt, 
die Nebenräume weiter und mächtiger. Ausgeführt wurde nichts nach 
diesem Plan.
	        

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