Full text: Die Firma Villeroy & Boch Mettlach

viereckig und rund, Napfe, Senfbüchsen, Platten, rund, oval, 
Fischplatten, Pfefferbüchsen, Rahmtöpfe, Blumentöpfe, Milch¬ 
töpfe, bei letzteren "forme anglaise", Salatschüsseln, Salz¬ 
schalen, Saucières mit Unter, Suppenschüsseln, darunter 
"forme anglaise", Zuckerschalen, Tassen, Terrinen, Teekannen, 
Suppenschüssel "forme de Creil" etc. 
Im Jahre 1828 und zwar im Dezember trat eine neue Masse 
zu dem von jeher fabrizierten weissen Kalksteingut hinzu, 
die sogenannte gelbe Masse, die zumeist mit Landschaftsbil- 
dorn und silberartigen Ueberzügen, Platina genannt, verziert, 
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in den Handel kam und alsbald grossen Absatz fand. Noch im 
gleichen Jahre wurde für diese platinierte gelbe Ware eine 
besondere- Verkaufsniederlassung in Trier errichtet und im 
Jahre 1829 eine weitere in Koblenz. Nach den im Mettlacher 
Museum befindlichen Stücken dieser Art scheinen sie zumeist 
ohne Marke in den Handel gekommen zu sein. 
Die Tonerde wurde in dieser Zeit vorwiegend vom Wester¬ 
walde und zwar von Vallendar, Bendorf und Coblenz, das Mini¬ 
um in grossen Mengen von Septfontaines, ausserdem von Amster¬ 
dam und gelegentlich von London bezogen. Kobalt scheint bis 
gegen 1822 in Mettlach hergestellt worden zu sein, wahrend 
es von diesem Zeitpunkt ab die Kgl. Sachs, priv. Haupt-Blau- 
Farben-Lager zu Leipzig lieferten. Potasche kam von Kaisers¬ 
lautern, Soda von Dieuze, Kreide und Sand von Metz. Die fer¬ 
tigen Erzeugnisse wurden an Saar, Mosel und Rhein, schliess¬ 
lich auch darüber hinaus nach Hannover und Westfalen hinein 
vertrieben. Die bedeutendsten i^sfrbz^latze^ waren Trier, Spei- 
eher, wo eine- Reihe grosserMHäüsierer^ansassig war, Koblenz, 
Köln und Düsseldorf. 
Mit der Bevölkerung, die Jean François Boch in Mettlach 
antraf, konnte er natürlich sofoft in seiner Manufaktur,.
	        

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