Full text: Die Firma Villeroy & Boch Mettlach

sondern auch 
die sich alsbald jedoch nicht nur als zu teuer, 
als geringwertig und daher unbrauchbar erv/iesen. Er gründete 
darum in der Nähe Herzigs eine Rohren- und Dachziegel!abrik 
und lieferte den Landwirten das erforderliche Entwässerungs- 
material ebenso wie feuerfoste Dachziegel zum Decken ihrer 
seither strohgedeckton Häuser. Den Ort, wo er die Fabrik er¬ 
richtete, nannte er im Hinblick auf. die Bestimmung des Unter¬ 
nehmens Ileilborn, eine Bezeichnung, die später infolge posta¬ 
lischer Verwechslungen mit der württembergisehen Stadt Ilcil- 
bronn aufgogeben werdon musste. Bis zum Jahre 1879 betrieb er 
die Fabrik mit Ausnahme der ersten 8 Jahre von 1856-1864 auf 
seine eigene Rechnung und zwar ganz unter philatropisehen Ge¬ 
rn 
sichtspunkten/da ihm kaufmännisches Arbeiten und Unter .eimer- 
initiative völlig versagt waren. Er lebte seine ganzes Lebens 
lang ausschliesslich den Armen und Notleidenden jeder Art, die 
in ihm, als er am 22. Llärz 1880 das Zeitliche segnete, Alles 
verloren. So konnte einer seiner Freunde in einem ihm gewidme¬ 
ten Nachruf im Trierischen Landboten mit Recht von dem Verbli¬ 
chenen sagen: 
lf Sein Leben war eine immerwährende Leuchte mit mildem, er¬ 
wärmendem Liehto. Die Berührung, der Umgang mit ihm wirkte 
wie sie nur ein Hann geben kann, der nur das Gute will und die 
nur will zum Besten seiner Nitmenschen, zur Hebung, ihrer b'ohl- 
fahrt und ihrer*sittlichon Erziehung Nit dem Dürftigen 
teilte e 
wissende 
3r sein Brod, mit dem Müden arbeitete er, mit dem Urn¬ 
en lernte er; jede strebsame Kraft fand m ihm Brmunte- 
rhng, Rath und Stütze.” 
Auf von Feilenborgs Schwager, Geheimrat Eugen von 
Boch, folgte in der Leitung dor Geschicke der Firma sein ihm 
ebenbürtiger Sohn Rone von Boch, Nach soigfalti^oi nrziohung 
im Elternhauso, in Trier und Baris und nacn Ableistung seiner 
militärischen Dienstzeit als Einjährig—j*ieivilligci im lo. 
C3 C+-
	        
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