Full text: Die Firma Villeroy & Boch Mettlach

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leurs biens? gouverne leur Manufacture et y paie en leur nom 
toutes- les impositions Royales et personnelles, subvention, 
ponts et chaussées, prestations seigneuriales etc.” 
Gelegentlich eines solchen Kaufes der Gebrüder Boch vom 
Herrn von Audun begannen infolge des Uebereifers und der Takt¬ 
losigkeit seiner Beamten die erwähnten Streitigkeiten zwischen 
den beiden Kertragschliessenden, die sich einander an Macht, 
Wohlhabenheit und Ansahen inzwischen anscheinend ziemlich gleich 
gekommen waren. Offenbar gedrängt durch Geldmangel suchte der 
i junge Marquis seine Ländereien zu versilbern und bot den Gebrü¬ 
dern Boch, die er im Juli des Jahres 1783 zu Septfontaines be¬ 
suchte, den Erwerb einer Wiese aus seinem Besitz, deren Ertrag 
seine Beamten in ihren Angaben um das Doppelte übertrieben hatte 
zum Preise von " 21 000 livres au cours du Royaume n an. Die 
Gebrüder Boch, den Angaben des Marquis vertrauend, stimmten zu 
und schlossen den Kaufvertrag mit ihm am 22, Juli zu Luxemburg. 
Bei einer darauf folgenden Besichtigung des gekauften Grund¬ 
stückes stellten die Gebrüder Boch aber einen weit geringeren 
Ertrag als den seitens der Beamten angegebenen fest und machten 
dem Marquis diesbezügliche Vorhaltungen. Dieser sah sich genö¬ 
tigt, nachdem er die Klagen der Gebrüder Boch bestätigt gefun¬ 
den hatte, den Vertrag zu lösen. Den schuldigen Beamten aber 
machte er heftige Vorwürfe wegen der für ihn so kompromittieren¬ 
den Art ihres Vorgehens, sodass diese sich entschlossen, an den 
Gebrüdern Boch sich zu rächen. Sie glaubten alsbald einen Weg 
dazu gefunden zu haben. Am 9. August 1783 richteten sie im 
Namen des Marquis an die Gebrüder Boch folgende Anklage bezw. 
Aufforderung: 
" qu’il vient d'apprendre que les Sieurs Boch avoient érigés, 
depuis plusieurs années, une Manufacture de fayance dans leur 
maison d'Audun-Le-Tige,ndont le produit sort de'la province et 
du Royaume et se porte à l’étranger: qu'outre que cet abus & 
cotte servitude blessent cruellement les droits du Seigneur, 
il est encore plus intolérable dans des Sujets étrangers, qui 
ont déserté la Province & qui se trouvent dans le cas de 1'"émi¬ 
gration, qu'il serait dangereux d'ailleurs de souffrir et de
	        

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