Full text: Die Firma Villeroy & Boch Mettlach

künstlerischen und wirtschaftlichon Kraftg Deutschlands anzu- 
stroben mit dem einen gemeinsamen Ziele; der Veredelung der 
gewerblichen Arboit im Zusammenwirken von Kunst, Industrie und 
Handwerk durch Erziehung, Propaganda und geschlossene Stellung- 
nähme zu einschlägigen Prägen. Ein einziger schlichter Satz 
von unendlich inhaltschworor Bedeutung, wenn seine Verwirkli¬ 
chung je gelingt. Und doch ein Ziel von so überzeugender Not¬ 
wendigkeit und so tief greifender nationaler Bedeutung, dass 
dio führenden Deister aus Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft 
sich unbedenklich unter seiner Pahne zu sammeln begannen. Auch 
die Firma schloss sich aus dieser Erkenntnis heraus den Reihen 
der Werkbundroformatoren an mit dem ehrlichen Willen, in ver¬ 
ständnisvollem und fruchtbarem Zusammenwirken mit den Werkbund¬ 
künstlern die Werkbundideen verwirklichen zu helfen. Auch sie 
ist der Ansicht, dass es des deutschen Kunstgewerbes mit seiner 
ruhmreichen Vergangenheit unwürdig ist, in den ausgetretenen 
Bahnen historischer Stilnachahmung woiterzugehen, dass es 
Deutschland an der so notwendigen künstlerischen Klärung und 
stilistischen Sammlung fehlen, die allein es ihm möglich macht, 
auch in Kunst und Kunstgowerbe das Ausland zu überragen und 
seine Kulturmission in der Welt zu erfüllen. 
Nur nach zwei Richtungen hin glaubt die Firma, aus 
den reichen Born ihrer Erfahrungen schöpfend, ihre Ansichten 
über die Workbunfliarbeit näher präzisieren zu sollen. Dabei 
r 
handelt os sich in erster Linie um die Frage, welcher Spiel¬ 
raum der Individualität des Künstlers in der Anfertigung kunst¬ 
gewerblicher Entwürfe zu gewahren sei. In der NerkbundPropa¬ 
ganda der letzten Jahre hatte es den Anschein, als ob der extre¬ 
me Individualismus, der das Kunstgewerbe nach 1900 zu überwu¬ 
chern drohte, einer ruhigeren, einheitlicheren, die gegebenen
	        
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