Full text: Die Firma Villeroy & Boch Mettlach

rauh, die Bevölkerung arm, und infolge dessen der Ertrag äus- 
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.sorst gering. Darum beschloss Wilhelm von Wellenberg zusammen 
mit seinem um die Hebung der Landwirtschaft im Saartale eben¬ 
falls sehr verdienten Schwager Eugen von Doch, in einer Röhrn- 
fabrik der« armen Landbevölkerung die erforderlichen techni- 
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neben Mittel billig zu beschaffen, das Gelände systeraathisch 
—.- 
zu entwässern. Es waren also rein philanthropische Erwägungen, 
denen die Herziger Fabrik ihren Ursprung verdankt. Zunächst 
wurden kleine Röhren zur Bodenentwässerung mit nur wenigen 
Arbeitern hergestellt, die in der Umgebung Verwendung fanden. 
It;i Juni 1858 wurde auch die Fabrikation der in Mettlach schon 
länger hergestollten grosseren Röhren von Lettisch übernommen, 
wo inzwischen die Herstellung der Bodenplatten mehr und mehr 
Raum gewonnen hatte. 1859 wurde die Herstellung von Falzzie¬ 
geln zunächst in 3 Oefen eingeführt und Ende 1873 durch Ein¬ 
stellung einer Revolver-Ziegelpresse erweitert. 1875 trat die 
Herstellung von Tonplatten zunächst zur Verwendung als Pflas¬ 
ter in einer besonderen, neu errichteten Abteilung der Fabrik 
hinzu, aus der sich nach und nach die Boden-(Mosaik)Piattenfe- 
brikation entwickelte, die in Mettlach Ende der siebziger 
Jahre den erforderlichen Raum nicht mehr fand. Die eigentliör 
Pflastersteinfabrikation hurte 1879/80 auf, und es trat an 
ihre Stelle die Herstellung von Terrakptta zu Zwecken des 
Facadon-, Garten- und Brunnenschmuckes, mit der schon 1874 un¬ 
abhängig von Mettlach die ersten Versuche gemacht worden 
waren. Gegen Ende des Jahrhunderts schliesslich wurde der 
letzte Fabrikationszweig, die Herstellung von Feuertonartikeln 
zu sanitären Zwecken, aufgenommen. So stellt die_ Herziger Fa¬ 
brik mit ihrer Röhren-, Ziegel-, Boden- und Wandplatten-, 
Terrakotta- und Feuertonwarenfabrikation unzweif*a 1haft dlo
	        

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