sei auf Grund dieser Donneräxte als Wetterberg zu erklären.
Gewiss ist der Donnersberg ein Wetterberg, aber Zewe ist
mit seiner Erklärung keineswegs zur ultima causa vorgestos,
sen. Im Jahre 1846 berichtet Dr. Zimmermann aus Ottweiler,
dass vorwiegend auf dem Schiffweiler Bann Donnerkeile gefunden
wurden.Sie wurden aber nicht nur auf dem Donnersberg
gefunden. Wir wissen nur, dass der Bergmann Holzer einen
solchen Fund auf dem Donnersberg gemacht hat.Auch von dem
Bergmann Spaniol wurde im Fahrbachtal ein Donnerkeil gefunden,
und einen fand man in der "Maibrunnerswies"• Wenn sie
also auf verschiedenen Teilen des Bannes gefunden wurden,
so mutet es doch seltsam an, dass gerade die Funde auf dem i
Berg zur Bildung eines Flurnamens geführt haben sollen.
Warum heisst das Tal nicht Donnertal, warum die Wiese nicht
Donnerwiese? Hier liegt ein Irrtum von Zewevor. Der Donnersberg
ist nicht als "berg der Donnerkeile" derWetterberg,
sondern er hiess bereits Donnersberg bevor die Donnerkeile <
dort gefunden wurden. Man darf vielmehr annehmen,dass die
Steinbeile deshalb Donnerkeile genannt wurden, weil sie auf
dem Donnersberg gefunden wurden. Die Sage aber,dass auf dem:
Donnersberg ein Heiligtum des Donar gestanden habe, ist
nicht so ganz unbegründet. Die Donnersberge sind sehr zahlreich
im deutschen Land. Wohl ist nicht erwiesen ,ob auf alJ
len Donnerkeile gefunden wurden, aber Tatsache ist es, dass
fast auf allen christliche Heiligtümer gestanden haben,und
diese sind nur die Ablösung alter germanischer Donarweihee
tätten.
Auch heute sagen die Alten noch: "Das Gewitter bleibt am
Donnersberg hängen."Der Glaube an Donar ist zwar tot, aber
der Glaube, dass von dem Berg ein Einfluss auf das Wetter
ausgeht, lebt noch. Der Donnersberg war wirklich ein Berg