stand, der viele sonderbaren Künste tat und ein sonderliches
Gebahren zur Schau trug, übergab ihm der Kurt das Grabzeug.
Der begann in der Nacht zu schürfen und zeigte bereits um >
Mitternacht eine Schaufel voll Gold, sagte aber, der Erdgeisl
werde erst dann den ganzen Schatz frei geben, wenn er eine
geweihte Osterkerze herbeischaffe. Der Kurt lief zum Pastor
und von dem zum Küster und brachte die geweihte Kerze. Als
er aber in die Mühlbach kam, war der fremde Schatzgräber davon
und Grube jeglicher Schätze bar’.1 Die Frauen lachten.
"Aber dass der Glasmacher hat so früh sterben müssen", bedauerte
die Amrei jetzt, "er war noch kein alter Mann". "Ja,
und die Frau und das Kind", fuhr die Bärwel fort, "und im
nächsten Jahr hat er bauen wollen". "Ja, ja," tat die Kat
jetzt gewichtig, "die Mühlbach hats auf sich. Der Herrgott t
aber gebe dem Glasmacher die ewige Ruhe, und am Abend wollen
wir den Rosenkranz für ihn beten’.'