Stellage an die Wand, und der andere hing den Stecken an einen
Balken und warf Schuhe und Gamaschen in eine Ecke. Er zog
eine krumme Pfeife aus dem Sack und, indem er sie aus einem
ledernen Beutel stopfte, setzte er sich neben den andern auf
einen Haufen Laub, der in einer Ecke lag. Der Himmel hatte
sich inzwischen schwarz überzogen und Blitz und Donner folgten
jetzt häufiger und hinter einander. Der Wind begann auch durch
die fensterlosen Löcher zu pfeifen, und er schüttelte die Bäume
und rüttelte an den ausgetrockneten Dachsparren. Die beiden
Männer sassen eine Weile stumm, und während der eine die Hände
unter den Kopf schob und in das Gebälk starrte, sog der andere
schmatzend an seiner verharzten Pfeife, bis ein absonderliches
Geräusch den Topfhändler aufhorchen liess. Hum dum dum tsch,
rum dum dum tsch klang es immer wieder zwischen Blitz und Donner
aus einer Ecke. Rum dum dum tsch, rum dum dum tsch klang
es immer wieder in gleichem Schlag und Takt, Da. stand der Eifler
auf, ging an der Wand entlang und hielt allenthalben däe
Ohr lauschend daran. Wenn er aber in die eine Ecke kam, dann
drang das Geräusch aus der andern. Da wurde es ihm unheimlich
zumute und er rief den Lumpensammler an:MEs spuckt hier Geizer
"Ja", sagte der, "die Schiffweiler Leute sagen, es ginge ein
Mörder hier um, und die Alten schlagen ein Kreuz, wenn sie an
dem Haus vorbeikommen. Es ist eine schaurige Geschichte, die
sich die Leute von dem Jägerhäuschen erzählen","Kennst du die
Sage, Geizer", "Ja", der Steckenfresser streckte die dürren
Beine aus und blies aus seiner Pfeife den graublauen Rauch in
die Luft, die frisch nach Gewitteregen roch."Draussen vor dem
Häuschen stand noch vor hundert Jahren unter einer breiten
stattlichen Linde ein schmuckes Jägerhaus# Bas bewohnte zu der
Zeit der "Nassäuischen Pürsten" der Pörster Uhle, ein grosser,
breitschultriger Mann. Zu ihm kam an einem späten Abend ein
Premder und fragte nach einer Unterkunft für die Hacht. Der