und zwar deshalb, weil sich ihre Flur- und Ackerbeteichnun-'
gen immer an die wirklichen gegebenheiten der Gemarkung anlehnten.
Häuser, Bäume und Bäche, besondere Ereignisse und
auch Besitzverhältnisse dienten als Anhaltspunkte für Flurnamen.
Die nun folgenden Namen sollen diese Vielfalt und jlanigfaltigkeit
unter Beweis stellen.
Auf dem nordöstlichen Teil unserer Gemarkung liegt die Flur
«vor Birkenbrunnen"(4a). In der oberen Ecke dieser Flur entspringt
eine ziemlich starke Quelle, die ihr Wasser dem Fahr
bach zuschickt. Ein alter Bauer erzählte mir, früher habe um
diese Quelle Birken- und Weidengebüsch gestanden. Damit ist
der Name der Quelle und der benachbarten Flur erklärt. Wer
in Schiffweiler durch die Klosterstrasse geht,dem fällt bald
auf, dass durch die Strassenrinne stets frisches Wasser
fliesst.Bevor die Klosterstrasse bebaut war» floss hier ein
kleines Bächlein, die Weth (lef) genannt. Weth ist dem schwä
bisch- fränkischen Wette, Wed (zuwaten) verwandt und heisst
Wasserschwemme. Das Wort tritt häufiger in der Verbindung
Feuerwette(Teich zum Feuerlöschen)auf. Auch in Schiffweiler
war das Bächlein in einen Teich geleitet worden, den man
brandweiher nannte. Heute noch heisst die eine Seite der Klo
sterstrasse "an de Weth« oder "am alten Brandweiher". Der
Bach,der mitten durch die Schiffweiler Gemarkung fliesst,
heisst Fahrbach. Früher führte gar keine Brücke darüber;er
wurde an seichten Stellen durchfahren, und heisst seither
Fahrbach. Erst spät hat die Gemeinde am Kastelberg eine Brü
cke über den Bach gebaut. Die Flur nördlich dieser Brücke
heisst seither im Volksmund "uff de Brick", amtlich ober der
Brück (if). In diesem Zusammenhang möchte ich auch vier alte
Flurnamen nennen, die Zewe aus jenem Vermessungsprotokoll u
von 1664 erwähnt;"Im Ermessteich","Deichbach","Hammersweiher'
und "Stürdeborn". Auch markante Bäume waren Anlass zu Flurnamen.
"Beim Augustbirnbaum"(17a) "am gabligen Birnbaum"(8e,