heute ihre Felder "an de Abwehr”
4. Das Pflanzenkleid als Anlass zur Flurhezeichnung,
Wie sich der Name einer Flur oft von der Geländefogm,
Bodenart, Lage und Ausdehnung des Distrikts ableitet, so vermag
auch die Bodenbedeckung die Flurnamen zu bestimmen. Unsere
Vorfahren haben einer Flur nich irgendeinen Namen gegeben,
sondern dieser musste zu dem Gelände ein inneres Verhältnis
haben, er musste von der Flur etwas aussagen. Auch
darin zeigt sich die grosse Naturverbundenheit unserer Ahnen
Im folgenden Kapitel will ich alle die Flurnamen aufzeigen,
die etwas über die Bodenbedeckung aussagen.
Einige Namen charakterisieren das Land als weniger ertragreich
und unfruchtbar. Auf der Höhe des Donnersberges liegt
eine Flur mit dem Namen ’’Ramheide” (2b). Der Begriff Heide
allein deutet schon geringe Ertragfähigkeit an. Das Wort ram
wird noch zuweilen von älteren Leuten gebraucht. Sie sagen
von einer schlecht gefütterten Kuh, sie sei ram - mager,
schmal, dürr. Die Ramheide ist also ein Gelände mit einem
nur dürftigen Pflanzenkleid. DerBoden ist trocken und sandig,
Früher wurde die Flur als Weideland benutzt. Dann hat die Gemeinde
den Friedhof dort angelegt. Heute ist die Ramheide
fast völlig bebaut. Vor etwa dreissig Jahren stand dort einsam
auf der Höhe eine Häusergruppe. Diese erhielt im Volksmund
den Namen Insel. Dieser Name hat sich jetzt auf das gan
ze Gelände übertragen. Ein ähnliches Gelände liegt an der
Westgrenze der Schiffweiler Gemarkung, Es ist im Flurbuch
die Heid” bezeichnet und in der Mundart als”Had”bekannt,
Der sandige Boden ist für Graswuchs nicht sehr günstig.(l9a)
Auch hier war in früherer Zeit Weideland. Heute wird das Gelände
als vortreffliches Kartoffelland genutzt. Andere Flur¬