sen die Flur näher "bestimmt. So heisst auch eine Flur "oberster
Garten", weil sie von einem untersten Garten sicher unter
schieden werden musste.
Wie sich also in unsern Flurnamen immer wieder die Wörter
Höhe, Berg, Hang finden, so sind viele auch mit Tal, Bach,
Graben zusammengesetzt. Die Wiesen, die im Tal am Mittellauf
des Fahrb8Chs liegen heissen "Langwiesen"{13h)• Den gleichen
Hamen trägt auch ein Wiesengelände auf der Graulheck, das eben
falls im Tal liegt. Die Wiesen am Mittellauf des Mühlbaches
werden "in der Mühlbach" genannt (l5d). An diese Flur grenzen
am Unterlauf des Baches die"Speckenbacher Wiesen" (14b)•
Specke könnte mittelhochdeutsch specke - Brücken, Knüppel,
Damm sein. Danach wären in den Wiesen früher Knüppeldämme er*
richtet gewesen. Es ist aber auch möglich, dass durch die Silbe
specke die Qualität des Bodens gekennzeichnet werden soll.
Die Wiesen an der Mündung des Mühlbachs in den Klinkenbach
heissen in einem Kaufakt von 1609 "an den Schiffweiler Klinkchen?
Zewe (Geschichte der Bürgermeisterei Schiffweiler ) sagt
zur Erklärung dieses Namens folgendes:"Als Klinken bezeichnet
mah in unserer Mundart Stellen im Bach, wo das Wasser stärkeres
Gefälle hat, oder über Felsen rauscht, sodass es etwa tönender,
klingender Bach bedeutet. Das Wort stammt von dem althochdeutschen
slinge - BergbachS Damit wäre also auch eine Erklärung
für Klinkenbach und Klinkenmühle gegeben.
Im Tal liegt auch die Bächelswies (lSb) östlich vom Leopoldstalerhof.
Das Gelände liegt am Oberlauf des Mühlbachs.
Bächel ist gleich Bächlein, Auf der Grenze zwischen Schiffweiler
und Wemmetsweiler liegt die Kripp, amtlich Müller Nickels
Krippwies. Kripp ist gleich Kreppe und bedeutet Graben, i
Schlucht, Noch vor etwa 30 Jahren, bevor die Strasse Schiffwej
ler - Wemmetsweiler ausgebaut war, zog sich hier eine wildverwachsene
Schlucht mit steilen Hängen hin. Später hat die Gemeinde
Schiffweiler das Land gerodet, die Hänge abtragen las¬