auf dem östlichen Teil des Bannes gelegene Rotheck ll2a)
im Volksmund genannt. Es ist ein ausgedehntes Gelände und wa:
bis vor etlichen Jahren mit Hecken und Gestrüpp bedeckt. 'Es
grenzt an die Flur "Kleeröder" (lla) • Röder ist die Mehrzahl
von Rod. Wahrscheinlich sind beide Fluren zu gleicher Zeit
gerodet worden» und während die eine ein gutes Klee- und Wie
senland ergab,blieb die andere ungenütztliegen und verwilder
te wieder. In der Schiffweiler Mundart heisst Kleeröder Klee
räder und Kleerärer. Analog hierzu dürfte der Flurnamen "Räd
chen in der Hochsprache Rödchen heissen} es Wäre dies eine
Verkleinerungsform zu Rod. Für diese Erklärung des Hamens
spricht auch die Beschaffenheit des Geländes. Der Südrand des
Erzberges heisst im Volksmund Fichtenberg (l3f) und auch teil
weise Rodenberg.Rodenberg dürfte wohl der ältere Harne sein,
weil er nur noch den älteren Leuten geläufig ist. Der Berg
ist wahrscheinlich auch erst in späterer Zeit gerodet worden.
Die letzten Fichten am Südhang wurden erst 1923 von der Gemeinde
geschlagen. Diese waren wohl auch die Veranlassung zu
dem Namen Fichtenberg. Zuletzt seien noch die Flurnamen Waldwies
(21d-g) und Spitzheckergewann erwähnt, die auch zu den
Rodungsnamen gezählt werden müssen.
5. Bodengebundene Flurnamen.
Ein Grossteil unserer Flurnamen sind durch die Lage
der Fluren, die Art des Bodens und Gestalt des Geländes entstanden.Darin
liegt überhaupt eine Eigenart unserer Flurnamer.
dass sie alle von dem Gelände, dem sie zugehören etwas aussagen.Sie
beschreiben seine Lage, deuten die Bodenart an,weiser
auf die Geländeform hin und erzählen von der Geschichte der
Flur.Das folgende Kapitel hat die "bodengebundenen Flurnamen
der Schiffweiler Gemarkung zum Gegenstand.