2. Rodungsnamen
Im folgenden Abschnitt sollen die Rodungsnamen
zusammengesteilt und erklärt werden. Sie sind den Namen mit
geschichtlicher Bedeutung insofern verwandt, als sie meist al
le in der gleichen Epoche der deutschen Geschichte entstanden
sind.Wir können wohl als ihre Entstehungszeit die grosse Rodungsperiode
unter den karolingischen Kaisern und fränkischen
Königen betrachten. Am Nordwes^rand des Schiffweiler Bannes
Acker
liegt die Flur ’’hinterm Danzstock" (7a). Wo aber ein hinterm
Danzstock liegt, da muss es auch einen Banzstock geben. Wohl
ist eine solche Flur weder im amtlichen Register verzeichnet
noch im Volksmund bekannt,aber sicherlich hat der Steinhübel
(3e'*) einmal Danzstockgeheissen, Der Steinhübel ist die hoch
ste Erhebung auf der Schiffweiler Gemarkung, und von dem Danz
stock erzählen die Alten, dass in der Walpurgisnacht die Hexen
einen festlichen Tanz abhielten. Biese Hexentänze in der
ersten Maiennacht fanden aber nach altem Volksglauben auf Anhc
hen statt (Blocksberg, Hexberg, Hexenhübel).Bie Silbe Stock
bedeutet Wurzel des geschlagenen Baumes. Hier sind also frühei
einmal viele Bäume geschlagen worden, d, h. hier ist gerodet
worden.Auf die gleiche Weise ist der Name Stockwies zu erklären.
10c). Bm Neuland zu gewinnen, wurde am Nordhang des Kastei
berges ein Stück Wald gerodet.Bevor aber das Land gepflügt und
eingesät werden konnte, mussten zunächst die Wurzelstöcke entfernt
werden. Später wurde das neu gewonnene Wiesenland Stock
wies genannt.Von dem ehemaligen Waldbestand am Nordhang des
Kastelberges ist heute noch das "astelberger Wäldchen erhalten
das an einem Steilhang liegt.Ganz deutlich sind als Rodungs-^n
namen alle Flurnamen zu erkennen, in denen das Wort roden ent
halten ist. Zu dem Schiffweiler Gemeindewald gehört auch die