zäunt waren. Die Kircherwies sowie die Pfarrwies mit dem
Pfarrbrunnen waren noch bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts
im Besitz der Pfarrgemeinde. Ebenso dürfte der Pfaffendeich,
der heute auf dem Stennweiler Bannliegt, ursprünglich
kircheneigener Besitz gewesen sein.
Im frühen Mittelalter gehörten in unserer Heimat nicht
nur die gemeine Mark oder Allmende den freien Bauern zur gemeinsamen
Hutzniesung sondern auch sogenannte Markwälder.Diese
hiessen in andern Gauen Deutschlands Hübner- Bauern- odet Man
nerholz. Auf dem Schiffweiler Bann liegt ein Waldstück, das
amtlich den Hamen Rotheck am Krämerberg trägt (12a), im Volks
mund aber Bauernheck genannt wird. Die Bauernheck ist heute
Gemeindewald und dürfte früher wohl ein solcher Markwald gewesen
sein; denn die Alten erzählen, ganz früher habe ein jeder
Bauer einen MKlofter,f (Klafter) Holz aus der Bauernheck
erhalten. Einen zweiten Markwald auf der Schiffweiler Flur
deutet der Flurname Banneich an (16b). Die Silbe eich bezeich
net hier nicht einen einzelnen Baum sondern ein ausgedehntes
Waldstück.
Zu der Gemeinde Schiffweiler gehört auch das südwestlich
davon gelegene Dörfchen Graulheck (21b). Dort war
noch zur Zeit des dreissigjährigen Krieges ungerodetes Land
mit Hecken und Gebüsch bewachsen. Als nun nach dem Krieg in
unserer Heimat die Pest ausbrach,wurde den Pestkranken dieses
Heckenland als Aufenthaltsort zugewiesen. Lenge Zeit noch,
nachdem die Epidemie bereits erloschen war, war der Aufenthaltsort
der Kranken eine Stätte, die man mied, weil man vor
der Ansteckung sich fürchtete oder graulte. Damit ist eine Er
klärung des Hamens gegeben.
Hördlich von der Graulheck nur durch den Bahnkörper
davon getrennt liegt das Dörfchen Leopoldstal, das im Volksmund
Altmühl heisst.Seinen Ursprung hat das Dorf in einem klei