Jahren wurden in den Wiegen euch Mauerreste gefunden und
eine steinerne Plastik, die eine Göttin darstellte.Es ist
durchaus möglich, dass die Mauerreste von dem Landhaus herrührten,
und die Plastik, die wohl als Quellgöttin zu dem
auf der Flur entspringendenMSoldatenbrinnjeM(8h*) gehörte,
den Grafen als Parkschrauck diente.In der Nähe der Flur stanc
Während des Weltkrieges ein Fliegerabwehrgeschütz.Die Soldaten
schöpften ihr Trinkwasser aus der Quelle im Strietergarten.
Diese hat seither den NamenHSoldatebrinnje".
In diesem Zusammenhang müssen auch die Namen Grosstriet(8c)
Kleinstriet (4b) und ober Strietergarten (8ef*) erwähnt werden.
Sie sind lediglich abgeleitete Namen, die dazu dienen,
die Lage der Aecker näher zu bestimmen. Die Strieterwies
(8a) ist ein ausgedehntes Wiesengelände im mittleren Teile
der Flur 8. Der Volksmund kennt für diese Flur auch die Bezeichnung
Mevangelische Pfarrwiesen". Sie sollen in früherer
Jahrhunderten einmal den evangelischen Superintendenten und
Pfarrherren in Ottweiler gehört haben. Noch bis in das vorige
Jahrhundert besassen auch in unserer Heimat die Kirchei
grössere Ländereien, die von den Pfarrern bestellt wurden.
Auch die Pfarrgemeinde Schiffweiler verfügte über kircheneigenes
Land. Die alten Leute erinnern sich noch gut an das
alte Pfarrhaus, zu dem eine grosse Scheune gehörte, und die
alte Frau Lieblang hat mir früher einmal erzählt, dass ihre
Tante alljährlich dem Pastor Müller bei der Feldarbei gehol
fen habe. An die kircheneigenen Ländereien erinnern heute
noch die Flurnamen: Kirchenbitzen (la), Kirchenwies (13b),
Pfarrwies (17c), Pfarrbrunnen (^c’Jjund Pfarrgärten;(l7e).
Der Kir chenbitzen ist das Gelände unmittelbar hinter der
Kirche. Die Silbe bitzen kommt von dem althochdeutschen
bizuna-Umzäunung. Es besteht wohl die Möglichkeit, dass
die Wiegen hinter der Kirche früher als Baumgärten einge¬