Full text: Zur Lage der Arbeiter im staatlichen Bergbau an der Saar

Name des Steinkohlenbergwerks 
Gründungs 
jahr 
Förderung 
Mk. 
Überschuß 
Mk. 
Überschuß 
auf die 
Tonne 
Mk. 
Berg lnspektion: 1. Kronpr inz . . . 
? V 
20 192 504 
25 922 052 
1,28 
„ 2. Gerhard .... 
1816 
38 721 34P j 
106 193 384 z ) 
2,74 
,, 3. v. d. Heydt . . . 
1853 
25 990 636 
58 989 914 
2,27 
,, 4. Dudweiler . . . 
1816 
35 912 088 
42 489 943 
1,18 
,, 5. Sulzbach .... 
1861 
30 953 630 
51 645 769 
1,67 
„ 6. Reden 
1822 
36 164 935 z ) 
52 872 358V 
1,46 
„ 7. Heinitz .... 
1847 
47 052 967 
124 402 729 
2,64 
,, 8. König 
1779 
31 196 154 5 ) 
62 900 305“) 
2,02 
,, 9. Friedrichsthal . . 
1817 
22 964 326 
26 737 008 
1,16 
,, 10. Göttelborn . . . 
1887 
5 920 773 
5 020 422 
0,85 
„ 11. Camphausen . . 
1871 
14 314 294 
24 769 393 
1,73 
,, 12. Fürstenhausen 
1908 
163 939 
— 1 158 233 
—7,07 
Summe und Durchschnitt | 
309 547 587 
580 785 044 
1,88 
40 Jahren wohl das Doppelte auf die Tonne erzielt wie die privaten Zechen 
des Ruhrgebiets. “ 
Der vielfach gemachte Einwand, der Staatsbergbau kann solche Überschüsse 
nur verteilen, weil er keine Abschreibungen vornimmt, ist, wie auch Jüngst 
hervorhebt, nicht stichhaltig. Unser Staatsbergbau hat ebenfalls Abschreibungen 
vorgenommen, wenn diese auch nicht besonders genannt oder klar hervorge 
hoben sind. Dem Staatsbergbail im Saarrevier sind von außen nie Mittel zuge 
flossen. In der Begründung zu dein Gesetz betr. die weitere Aufschließung des 
staatlichen Besitzes an Steinkohlenfeldern im Oberbergamtsbezirk Dortmund 
wird ausdrücklich festgestellt: 
„Aus allgemeinen Staatsfonds sind bisher lediglich bei dem Ankauf der westfälischen 
Bergtverksfelder, bei der Erwerbung von Aktien der Hibernia und bei dem Ankauf des Kali 
salzbergwerkes der Gewerkschaft Hercynia Mittel für die Fiskalische Bergverwaltung in 
Anspruch genommen worden. Abgesehen hiervon sind sämtliche Neuanlagen der staatlichen 
Berg-, Hütten- und Salinenbetriebe aus den lauf enden Mitteln des Bergetats bestritten worden.“ 
Die Kosten für Neuanlagen, Erweiterungsbauten usw. hat der Fiskus 
immer von den Erträgen in Abzug gebracht, während vom Privatbergbau dafür 
vielfach Kapitalien beschafft werden. Es handelte sich hierbei um ganz bedeutende 
Summen. Hat doch der Saarfiskus seine Förderung steigern können von 100 320 
Tonnen im Jahre 1816 auf 11 063 637 im Jahre 1909. Da müssen ja große 
Summen für N euanlagen und Enveiterungen verwendet ivorden sein. Herr 
Dr. Jüngst stellte sie für die Zeit seit 1889 zusammen und gibt in einer Tabelle 
einen Überblick über die Höhe dieser Summen und ihren Einfluß auf die Höhe 
des Gesamtüberschusses. Sodann vergleicht er den Überschuß der staatlichen 
Bergwerke im Saarrevier mit dem der Privatbergwerke im Ruhrgebiet soweit 
ihm das Material zugängig war. Er erhält dann folgendes Bild: (Seite 41.) 
Die Tabelle hat einige Mängel. So standen dem Herrn Dr. Jüngst nur 
die im Etat für die Neu- und Erweiterungsbauten vorgesehenen Ausgaben, nicht 
die tatsächlich für diese Zwecke verwandten Summen zur Verfügung. Der 
Unterschied zwischen beiden wird nicht erheblich sein. Dann ist bei der Berech 
nung des Gewinnes für die Ruhrzechen auch die Zubuße abgezogen, die sich als 
Beschaffung von Anlagekapital dar stellt, der Gewinn der Ruhrzechen ist also 
etwas höher wie angegeben; Jüngst glaubt jedoch trotz Berücksichtigung dieses 
Umstandes, daß der Saarfiskus wohl das Doppelte auf die Tonne erzielte, wie 
1 ) Gründungsjahr nicht bekannt. Schwalbach und Geislautern bestanden schon im 
18. Jahrhundert. Die Zahlen gelten seit 1833, 2 )1830, z )1816, *)1822, 5 )1815. 
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