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1955 (0083)

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CC BY-NC-SA: Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: 1955 (0083)

Periodical

Persistent identifier:
86316854X
Title:
Saarbrücker Bergmannskalender
ZDB-ID:
ZDB Icon2862115-3
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Mining
Erscheinungsverlauf:
1873 - 1962
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
86316854X_0083
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-479858
Title:
1955
Volume count:
0083
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Mining
Year of publication:
1955
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
210

Chapter

Title:
Gemischte Beiträge
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
193

Contents

Table of contents

  • Saarbrücker Bergmannskalender
  • 1955 (0083)
  • Cover
  • Title page
  • Imprint
  • Kalendarium
  • Gemischte Beiträge
  • Inserate
  • Contents

Full text

124 
Hammer schließlich stillgelegt, nachdem er in der 
napoleonischen Epoche nochmals eine kurze Blüte 
zeit hatte. 
Der alte Weiher, in dem der Bach einst zum 
Antrieb der Wasserräder für Blasebälge und Poch 
hämmer durch ein Wehr gestaut war, und auch 
die Schlackenhalden, heute zwar ganz über 
wuchert und zugewachsen, sind noch zu sehen. 
Als Kuriosum mag erwähnt werden, daß bei Aus 
schachtungsarbeiten für einen Neubau in der 
Nachbarschaft die hier in Menge gefundenen 
Schlackensteine im Mauerwerk des neuen Ge 
bäudes Verwendung fanden. 
Und noch heute findet man hie und da an der 
Mosel und Saar, im Hochwald und anderswo alte 
Takenplatten mit der Aufschrift „Munchwiller“. 
Rotbraun leuchten im alten Schloßpark der 
schlanke Stamm der Wellingtontanne und die 
knorrigen Föhren drüben am steilen Hang. Eine 
einsame Roteibe breitet ihr unentwirrbares Knäuel 
von Ast- und Nadelwerk über den vom jüngst 
geschmolzenen Schnee noch blassen Parkrasen. 
Im Jahre 1752 wurde der Mittelbau des jetzi 
gen Schlosses im Barockstil von dem berühmten 
Architekten und Baumeister des Abteigebäudes 
in Mettlach, Christian Kretschmar, erstellt. Auf 
traggeber war der Reichsfreiherr Franz Georg 
Zandt von Merl. 
Es war ein berühmtes Geschlecht, von der bur 
genreichen unteren Mosel her, das ursprünglich 
zuerst in Merl bei Bullay beheimatet war. Noch 
im Jahre 1786 zählte man so zu Merl sieben ver 
schiedene Rittersitze. Die Vorfahren hatten be 
reits seit dem hohen Mittelalter im Zeller Hamm 
Die alten Wasserräder ... 
als Erbvögte gesessen — jener herrlich verträum 
ten Moselschleife, die von Pünderich bis Alf hin 
unter den ganzen Marienburger Höhenrücken 
umschließt und der die Orte Briedel, Merl und 
die Amtsstadt und frühere kurtrierische Feste 
Zell liegen. 
Später gingen Mitglieder des weitverzweigten 
Geschlechtes der Zandt von Merl (in alten Ur 
kunden auch Zand und Zhant geschrieben) in die 
Dienste des Kaisers, der Kurfürsten von Köln und 
Mainz, nachdem sie schon lange vorher als Mi 
nisteralien, eine Art Beamte der Landesherren im 
Mittelalter, dem Kurfürsten von Trier treu ge 
dient hatten. 
Als Burgherren der Herrschaft Lissingen-Birres- 
born bei Daun bewachten Zandte im Mittelalter 
und zu Beginn der Neuzeit die wichtigen Höhen 
straßen über die rauhen Eifelberge in die Ar 
dennen hinein. Noch heute kann man ihre herr 
lichen Grabdenkmäler in der alten Schloßkirche 
zu Lissingen bewundern. 
Als trierische Burggrafen von Grimburg kamen 
die von Zandt im 15. Jahrhundert in unsere Hoch 
waldlandschaft, später dann durch Heirat in den 
Besitz der Burg Weiskirchen und damit auch in 
den Besitz des „aus dem wilden gerodeten Hofes“ 
Münchweiler, der 1731 in das Matrikelverzeichnis 
der reichsritterschaftlichen Besitzungen aufgenom 
men wurde. Auf seinem Gelände erstand dann 
1752 das jetzige Schloß. 
Und damit zurück zu Schloß Münchweiler. Im 
kunstvoll gearbeiteten Mittelrisalit des Schloß 
eingangs sieht man über der Freitreppe das große 
Allianzwappen aus Britter Sandstein der Grafen 
von Eltz und Freiherm von Zandt. Diese beiden 
berühmten moselländischen Geschlechter finden 
wir zusammen mit dem kurkölnischen Uradel der 
von Hochstaden sowie dem Lebacher Haus der 
Freiherren von Hagen zur Motten immer wieder 
durch Heiraten miteinander verknüpft. Später, so 
um 1700 herum, kamen noch die von der Leyen 
aus Gondorf mit in die Sippe hinein, die wie die 
Zandte zum rheinischen Uradel zählen und 
gleichfalls aus dem unteren Moseltal herstam 
men. Audi der Bauherr von Sdiloß Münchweiler 
war in erster Ehe mit einer Eltz verheiratet. 
Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts gehörte die 
Burg in Weiskirchen dem kurtrierischen Oberst 
leutnant und Kommandanten von Trier, Karl 
Friedrich von Britzke, der gleidizeitig auch trie- 
rischer Amtmann auf Grimburg war. 
Seine Enkelin und einzige Erbin, die sdiöne 
Maria Elisabeth (ihr Bild hängt noch in der 
Ahnengalerie auf Sdiloß Mündiweiler) heiratete 
1719 Carl Emmeridi Joseph Zandt von Merl, aus 
dessen Familie ja ebenfalls viele Burggrafen auf 
Grimburg gewesen waren. Durch diese Heirat 
kam nun Weiskirdien und damit gleichzeitig auch 
der alte Hof Münchweiler an die von Zandt. 
Die Zandte und auch Franz Georg wohnten 
nun bis zur Erbauung des neuen Schlosses auf
	        

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1955. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1955. Print.
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