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1949 (0077)

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CC BY-NC-SA: Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: 1949 (0077)

Periodical

Persistent identifier:
86316854X
Title:
Saarbrücker Bergmannskalender
ZDB-ID:
ZDB Icon2862115-3
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Mining
Erscheinungsverlauf:
1873 - 1962
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
86316854X_0077
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-456604
Title:
1949
Volume count:
0077
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Mining
Year of publication:
1949
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
202

Chapter

Title:
Gemischte Beiträge
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
174

Contents

Table of contents

  • Saarbrücker Bergmannskalender
  • 1949 (0077)
  • Cover
  • Title page
  • Imprint
  • Inserate I
  • Kalender
  • Gemischte Beiträge
  • Inserate II
  • Contents
  • Cover

Full text

58 
Bild 14 Tasse aus Grab 24 
die noch älter war als die romanische von 1050. 
Von einer solchen fanden wir aber keine Mauer 
reste. 
Pfarrer Gross bewahrt ein Stück geschmolzenen 
Glockenmetalls auf, das er am Grunde der Mauer 
C zwischen zwei Steinen der untersten Lage in der 
Fuge fand. Wenn wir diesem Fundstück Beweis 
kraft zuerkennen dürfen, so muss vor der Errich 
tung der Mauer C eine hier gebaute Kirche oder 
Kapelle verbrannt sein, in der die Glocke hing. 
Aus dieser müssten auch die mit leuchtenden Mi 
neralfarben bemahen Bausteine stammen, die in die 
Mauer C eingebettet waren. 
Von jetzt an kommen wir auf diesem Weg nicht 
mehr weiter zurück, er verliert sich ins Dunkel der 
Frühzeit. Aber wir müssen ja noch einen Blick auf 
die Gräber werfen, die in der Kirche aufgedeckt 
wurden, und damit kommen wir weiter. In mehr 
fachen Lagen übereinander waren die Gräber im 
Boden der Kirche geschichtet. Die meisten hatten 
den Kopf im Westen und die Füsse im Osten, also 
die Blickrichtung nach Osten. Das ist eine Sitte, 
die wir zuerst aus den Reihengräberfriedhöfen der 
Franken kennen, die aber auch im Mittelalter noch 
lange beibehalten wurde. Andere Gräber lagen um 
gekehrt mit dem Blick nach Westen, innerhalb der 
Kirche also der Gemeinde zugekehrt. Dies waren 
Priestergräber. Die jüngsten entstammten dem 
18. Jahrhundert. Wir fanden in einem derselben 
ein noch gut erhaltenes Skapulier 
auf der Brust des bestatteten Prie 
sters und auf dem Schädel eines 
anderen die damals übliche Pe 
rücke. 
Die weitaus grösste Zahl der 
Gräber waren gewöhnliche Erd 
bestattungen mit Holzsarg. Natür 
lich war von den Särgen meistens 
nichts mehr vorhanden ausser einer 
dunklen Verfärbung der Erde. 
Zwei dieser Erdbestattungen boten 
ein besonderes Interesse. Sie lagen 
1,60 m tief und waren etwa 10 cm 
in den roten harten Sand des ge 
wachsenen Bodens eingearbeLet. 
Das eine, Grab Nr. 24 (Abb. 2), 
enthielt das Skelett eines Mannes. 
An seinem Kinn stand die Tasse 
(Abb. 14) aus braunem glasiertem 
Ton. Der Inhalt der Tasse ist noch 
nicht mikroskopisch und chemisch untersucht. Viel 
leicht gelingt es festzustellen, was man dem Toten als 
Wegzehrung in der Tasse mitgegeben hat. Jeden 
falls hat man sie ihm unmittelbar vor den Mund 
gestellt. Das andere Grab (Nr. 25) enthielt die 
Gebeine einer jungen Frau. Sie hatte den Toten 
kranz um das Haupt, so dass ihr Schädel von der 
Oxydation der noch zum Teil erhaltenen hübsch 
getriebenen oder gepressten Bronzeblättchen rings 
um grünspanig geworden war. Die beiden Gräber 
sind gleichzeitig, nach der Tasse zu urteilen, mittel 
alterlich. 
Das Erdprofil (Abb. 15), das ich sofort nach der 
Freilegung der beiden Gräber aufgenommen habe 
zeigt folgendes Bild: unten der gewachsene Boden, 
in den die beiden Gräber flach eingetieft sind. In 
65 cm Höhe die Schuttschicht vom Abbruch der 
romanischen Kirche zwischen 1504 und 1518. 
Darin lagen die Schieferbruchstücke vom Dach, so 
dass wir auch jetzt sicher sind, dass die romanische 
Kirche ebenfalls mit Schiefern gedeckt war. In 1 m 
Höhe die Schuttschicht vom Abbruch des spät 
gotischen Chors bei der Verlängerung der Kirche 
von 1784. In 1,50 m Höhe die Oberfläche des 
Kirchenfussbodens bis 1947. Aus dem Profil geht 
hervor, dass die beiden Gräber älter sind als das 
Jahr 1504 und dass entsprechend den beiden 
Schuttschichten tatsächlich auf die romanische 
Kirche die spätgotische folgt, deren Chor 1784 ab 
gerissen wurde. Das für Losheim so schwere Jahr 
1635 im Dreissigjährigen Kriege und der Brand 
von 1677 — beide bezeugt — scheinen an der 
Kirche keine Spuren hinterlassen zu haben. 
Unter den Gräbern befanden sich zwölf mit 
Steinsärgen. Einige davon sind in zweiter Verwen 
dung aus mächtigen Architekturstücken des römer 
zeitlichen Bauwerks hergestellt, von dem wir ver 
muten, dass es in heidnischer Zeit auf dem 
Kirchplatz stand. An diesen Särgen sind aussen 
Dübellöcher zu sehen (Abb. 16, Sarg im Vorder 
grund) oder Profilierungen (Abb. 17, oberer Sarg 
und Teil eines Sargdeckels mit Profil einer Pfeiler 
basis im Vordergrund). Dazu sind diese Särgc- 
meistens halbwalzenförmig, also aus bereits in der 
Römerzeit halbwalzenförmig gewesenen Architek 
turgliedern gearbeitet. Abbildung 18 zeigt das Grab 
6 kurz nach der Öffnung. Der Tote hatte keine 
Beigaben, aber seine Unterarme und Hände lagen 
merkwürdigerweise unter dem Becken anstatt da- 
Bild 15 
Erdschichtenproffl bei den Gräbern 24 und 25 
-MW7- 
Oberfläche Kirchcnfussboden 
§ Auffullschichten - Streifen au-t 
S? rotem Sand und brauner Erde 
I Dachschieferbruchstdcke 
_ jj? Bauschutt 
,T Braune Erde 
•£} 
_ Bauschutt 
—j— Dachieferbruchstucke 
Braune- Erde 
// Gewachsener Boden 
(roter fester Sand) 
-AS
	        

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1949. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1949. Print.
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