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72.1944 (0072)

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Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: 72.1944 (0072)

Periodical

Persistent identifier:
86316854X
Title:
Saarbrücker Bergmannskalender
ZDB-ID:
ZDB Icon2862115-3
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Mining
Erscheinungsverlauf:
1873 - 1962
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
86316854X_0072
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-423427
Title:
72.1944
Volume count:
0072
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Mining
Year of publication:
1944
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
259

Chapter

Title:
Gemischte Beiträge
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
187

Chapter

Title:
Die Grundwasserverhältnisse im saar-lothringischen Raum
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
16

Contents

Table of contents

  • Saarbrücker Bergmannskalender
  • 72.1944 (0072)
  • Cover
  • Title page
  • Kalendarium
  • Gemischte Beiträge
  • Deutsche Rede unter Bergleuten
  • Die Grundwasserverhältnisse im saar-lothringischen Raum
  • Der Brennende Berg bei Dudweiler
  • Die vergessene Grube Geislautern
  • Das betriebliche Vorschlagswesen auf dem Steinkohlenbergwerk Heinitz
  • Contents
  • Inseratenverzeichnis
  • Inserate

Full text

Die Grundwasserverhältnisse im saar- lothringischen Raum 
Von Dr. Semmler, 
Leiter der geologischen Abteilung der bergbaulichen Vereinigung 
im Oberbergamtsbezirk Saarbrücken 
Das rastlose Schaffen und Ringen um den 
Bestand unseres Volkes hat den Blick weit in 
die Ferne gerichtet, dorthin, wo sich die 
gewaltigen Entscheidungen iur die Zukunft 
anbahnen. Wir haben nur noch selten Zeit, 
uns mit den Dingen zu befassen, die uns nahe 
liegen und deren mühelose Beschaffung das 
Leben angenehm macht. Zu diesen Annehm¬ 
lichkeiten gehört z. B. auch unser Trinkwasser. 
wie selbstverständlich drehen wir den Wasser¬ 
hahn auf und erwarten, daß das Wasser auch 
fließt. Nicht nur dies; wir halten es auch für 
selbstverständlich, daß das Wasser gesund 
und bekömmlich ist. Und schließlich ver¬ 
langen wir auch, daß der Wasserhahn immer 
soviel Wasser hergibt, wie wir gerade brau¬ 
chen. Alles das sind für uns Selbstverständ¬ 
lichkeiten geworden, die wir erst dann recht 
zu schätzen wissen, wenn uns einmal ein 
Soldat aus dem Osten oder aus Afrika die 
Wassernot in diesen Gebieten und die damit 
verbundenen Schwierigkeiten schildert. Soweit 
die Wasserversorgung nur die einzelne Person 
oder den Haushalt betrifft, glaubt man Ver¬ 
gleiche über den Bedarf anstellen zu können; 
sie sind aber meist vollkommen falsch. Denn 
der Einzelverbraucher entnimmt ja nicht nur 
das unbedingt notwendige Trinkwasser; das 
zur Verfügung stehende Wasser muß auch 
allen möglichen anderen Zwecken dienen, und 
zwar nicht nur im Haushalt. Daraus geht 
schon hervor, daß sein eigener Verbrauch bei 
weitem nicht die Grundlage für die Trink¬ 
wassergewinnung abgeben kann. Vielmehr 
müssen alle die Stellen berücksichtigt werden, 
die den mittelbaren Bedarf zu befriedigen 
haben, die also das sogenannte Gebrauchs¬ 
wasser brauchen. In den deutschen Städten 
rechnet man daher heute mit einem täglichen 
Bedarf von mindestens 100 Litern je Kopf der 
Bevölkerung. In diese Zahl sind aber mittlere 
Industrien und alle übrigen Wasserverbraucher 
mit einbezogen. Größere Wasserverbraucher, 
wie Brauereien, Großindustrien usw. schaf¬ 
fen sich meist eine eigene Wasserversorgungs¬ 
anlage oder müssen bei zentraler Wasserver¬ 
sorgung besonders berücksichtigt werden. Der 
Wasserbedarf unserer Großstädte ist mithin 
sehr bedeutend. Ihn zu befriedigen ist die 
Aufgabe der Wasserversorgung. Diese aber 
kann nur dann Wasser zur Verfügung stellen, 
wenn sie es^iuch in den nötigen Mengen und 
in guter Beschaffenheit gewinnen kann. 
Das bei uns an der Saar und auch in Loth¬ 
ringen verwandte Wasser ist meist Grund¬ 
wasser. Es bildet sich dadurch, daß die Nieder¬ 
schläge in durchlässigen Schichten und Gestei¬ 
nen versickern, in die Tiefe versinken und 
sich dort über einer wasserundurchlässigen 
Schicht stauen. Es bilden sich auf diese Weise 
Grundwasserhorizonte, aus denen das Grund¬ 
wasser durch Bohrungen und Schachtbrunnen 
entnommen werden kann. Der freie Austritt 
des Grundwassers an der Oberfläche in den 
Tälern und an den Hängen wird als Quelle 
bezeichnet. Auch diese werden zur Wasser¬ 
versorgung herangezogen. In anderen Gegen¬ 
den Großdeutschlands wird das Trinkwasser 
vielfach aus Talsperren gewonnen; anderen¬ 
orts durch Uberpumpen von Flußwasser in 
große Versickerungsteiche das Grundwasser 
aufgefüllt und dann durch Brunnen entnom¬ 
men. In der Ebene leitet man das bereits 
gebrauchte Wasser über ausgedehnte Riesel¬ 
felder aus Sand und läßt es darin versickern 
Im Gebirge schließlich wird das Wasser in 
durchlässige Gesteinsschichten geführt, um 
dann durch Stollen oder Brunnen wiederge¬ 
wonnen zu werden. 
Auf dem Wege durch die Gebirgsschichten 
löst das Wasser eine mehr oder weniger große 
Menge von Salzen. Sie sind im Trinkwasser 
für die Gesundheit notwendig, dürfen dem 
Wasser aber keinen besonderen Geschmack 
geben. Auch wird dabei das Wasser durch 
Filterung und Sauerstoffeinwirkung im all¬ 
gemeinen genügend keimfrei. 
Alle diese Maßnahmen und Eigenschaften 
lassen erkennen, daß ohne die Kenntnis vom 
Aufbau des Untergrundes eine Gewinnung 
von einwandfreiem und somit für mensch¬ 
liche Verwendungszwecke geeignetem Wasser 
nicht möglich ist. Denn dafür spielen die 
Eigenschaften der Gesteine eine wichtige Rolle. 
Ein Sandstein verhält sich in der Wasserauf¬ 
nahmefähigkeit anders als ein Tonschiefer, 
ein Konglomerat anders als ein Sandstein. 
Ton und Letten sind als dichte und undurch¬ 
lässige Gesteine anzusehen. Auch der Ton¬ 
schiefer ist meistens dazu zu rechnen, wenn 
er auch einige Ausnahmen macht. Ein Kon¬ 
glomerat im Rotliegenden kann imbedingt 
wasserundurchlässig sein, während ein Kon¬ 
glomerat im Buntsandstein stark wasserfüh¬ 
rend auftritt. Das Bindemittel ist in solchem 
Falle ausschlaggebend. Die Porosität, die 
Korngröße, die Klüftigkeit, die Verwitterbar¬ 
keit usw. sind Eigenschaften, die für die 
Grundwasserbildung von ausschlaggebender 
Bedeutung "Sein können. Daneben hat die 
Lagerung der Schichten viel zu bedeuten. Ein 
Wechsel von wasserundurchlässigen und 
durchlässigen Schichten ergibt mehrere Grund¬ 
wasserhorizonte oder ein Grundwasserstock¬ 
werk. Ein Wechsel gering mächtiger wasser¬ 
durchlässiger und -undurchlässiger Schichten 
führt meist nur zu kleinen Grundwasservor¬ 
5?
	        

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72.1944. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1944. Print.
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