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72.1944 (0072)

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Copyright

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Bibliographic data

fullscreen: 72.1944 (0072)

Periodical

Persistent identifier:
86316854X
Title:
Saarbrücker Bergmannskalender
ZDB-ID:
ZDB Icon2862115-3
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Mining
Erscheinungsverlauf:
1873 - 1962
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
86316854X_0072
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-423427
Title:
72.1944
Volume count:
0072
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Mining
Year of publication:
1944
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
259

Chapter

Title:
Gemischte Beiträge
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
187

Contents

Table of contents

  • Saarbrücker Bergmannskalender
  • 72.1944 (0072)
  • Cover
  • Title page
  • Kalendarium
  • Gemischte Beiträge
  • Contents
  • Inseratenverzeichnis
  • Inserate

Full text

schwächste Stelle in der Verteidigung aus und 
unternahmen die Landung auf Sizilien. — 
Wie rücksichtslos und brutal die angelsäch¬ 
sischen Mächte über die Interessen ihrer 
kleinen Trabanten hinwegschreiten, dafür ist 
Polen das typischste Beispiel. 
Der GPU-Mord an 12 000 polnischen 
Offizieren 
im Walde von Katyn bei Smolensk ließ Judas 
Blutschuld ins Unermeßliche steigen. Am 
Polentum rächte sich der Fluch der bösen 
Tat in einer atemberaubenden Weise. Der 
Ministerpräsident der polnischen Emigranten¬ 
regierung in London, General Sikorski, wagte 
es, öffentlich nach dem Verbleib der 1,5 Milli¬ 
onen verschleppten Polen zu fragen. Stalin 
war diese Frage höchst unbequem und er 
verlangte die Liquidierung Sikorskis, was 
auch prompt durch den britischen Geheim¬ 
dienst erfolgte. Bei einem Flugzeugunfall 
kamen polnische Insassen, darunter Sikorski, 
ums Leben, und nur der englische Pilot 
konnte sich mit dem Fallschirm retten. Ein 
Stalin und Churchill unbequemer Gegner war 
beseitigt. — Während sich in Katyn das 
Schicksal tausender Polen erfüllte, wurde 
W i n n i z a der Schauplatz zum bolsche¬ 
wistischen Mord an fast ebensovielen Ukrai¬ 
nern. Anfang Juli wurden in der ukrainischen 
Stadt Winniza umfangreiche Massengräber 
mit von der GPU ermordeten Ukrainern ent¬ 
deckt. 
England aber begann den Luftkrieg, 
wofür das am 6. Juli veröffentlichte 8. Wei߬ 
buch des Auswärtigen Amtes in seinen 110 
Dokumenten den einwandfreien Beweis er¬ 
brachte. Bereits am 2. Kriegstage ruh Eng¬ 
land, am 4. September 1939, fielen die ersten 
britischen Bomben am hellen Nachmittag auf 
Wohnviertel einer offenen Stadt in — — 
Dänemark und das erste Todesopfer des bri¬ 
tischen Luftkrieges war eine Dänin in der 
dänischen Grenzstadt Esbjerg. Aber auch das 
störte die Briten wenig, ebenso wie es ihnen 
anscheinend eine besondere Genugtuung be¬ 
reitet, Terrorangriffe auf Städte ihrer ehe¬ 
maligen Verbündeten zu unternehmen. Der 
Angriff auf die Stadt Antwerpen am 5. April 
forderte über 2000 Tote, darunter sehr viele 
Schulkinder. Bombenkrieg gegen Frauen, Kin¬ 
der und Greise, das ist so recht nach Herzens¬ 
lust der britischen Luftgangster, und nach 
jedem Angriff freuen sich die Juden und die 
Geistlichkeit in England. Der Angriff auf die 
Talsperren am 17. Mai war beispielsweise das 
Produkt eines jüdischen Hirns. 
Stärker als der Terror 
ist aber die Widerstandskraft und Entschlossen¬ 
heit der deutschen Bevölkerung gegenüber 
den britisch-amerikanischen Fliegerangriffen. 
In mancher Nacht haben Männer und Frauen 
nach einem Fliegerangriff vor ihrer völlig 
zerstörten Habe gestanden. Viele mußten so¬ 
gar die zuerst unfaßbare Wirklichkeit be¬ 
greifen, daß ihr Liebstes, die Eltern, die Kün¬ 
der oder Geschwister ihr Leben verloren 
hatten. Und in der nächsten Nacht kamen 
die Mordbrenner wieder, um Tod und Ver¬ 
derben unter unschuldige, wehrlose Menschen 
zu säen. Die terrorisierte Bevölkerung aber 
weiß ganz genau, daß Großdeutschland seinen 
Entscheidungskampf um Sein oder Nichtsein 
kämpft. Sie hält dem Reich die Treue, denn 
alles Große in der Geschichte ist immer nur 
durch die Treue geworden, 
Lübeck, Rostock, Nürnberg, München, Köln, 
Mainz, Aachen, Münster usw. — alles Städte 
mit einer jahrhundertealten Kultur und eben¬ 
solchen Bauwerken, die man jenseits des Ka¬ 
nals oder Ozeans nicht besitzt, wurden plan¬ 
mäßig zerstört. Nach der Bombardierung des 
Kölner Doms flogen die britisch-amerikani¬ 
schen Luftgangster kurze Zeit später nach 
Rom. Der Papst selbst äußerte sich über 
diesen gemeinen Angriff am 19. Juli am 
hellen Tage auf wehrlose Frauen und 
Kinder und jahrtausendealte Kulturwerke mit 
den Worten, daß dieser Luftangriff einer der 
grausamsten Erlebnisse seines Lebens gewesen 
sei. — Roosevelt und Churchill aber hatten 
abermals bewiesen, daß sie würdig sind, Arm 
in Arm mit dem Kulturzerstörer Stalin zu 
marschieren. Wenn jedoch Japan abgeschos¬ 
sene und gefangene amerikanische Luftpiraten 
als Mörder behandeln und zum Tode verur¬ 
teilen läßt, dann erheben die Kriegshetzer in 
Washington ein Mordsgeschrei. Darüber aber, 
daß diese Piloten mit Maschinengewehren in 
Schulkindergruppen schossen, wird nicht de¬ 
battiert. 
Die Scheinauflösung der Komintern 
durch Stalin am 15. Mai in Moskau, wurde 
in der angelsächsischen Welt laut begrüßt. 
Die auf Roosevelts Wunsch erfolgte Auf¬ 
lösung der III. Internationale war wie¬ 
derum eines der Agitationsmanöver, um 
das internationale Judentum zu tarnen. Trotz 
der förmlichen Auflösung der Komintern ging 
an die kommunistischen Parteien in aller 
Welt der Befehl, weiterzuwühlen zur Durch¬ 
führung der Weltrevolution. Die Massen¬ 
gräber von Katyn und Winniza offenbaren 
allen Menschen, welches Schicksal Europa, 
nicht nur von Stalin, sondern jetzt auch von 
Roosevelt und Churchill, zugedacht ist. Der 
Kommunismus ist und bleibt nach wie vor 
der Weltfeind. 
22
	        

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72.1944. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1944. Print.
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