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69.1941 (0069)

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Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: 69.1941 (0069)

Periodical

Persistent identifier:
86316854X
Title:
Saarbrücker Bergmannskalender
ZDB-ID:
ZDB Icon2862115-3
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Mining
Erscheinungsverlauf:
1873 - 1962
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
86316854X_0069
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-428993
Title:
69.1941
Volume count:
0069
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Mining
Year of publication:
1941
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
355

Chapter

Title:
Gemischte Beiträge
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
261

Contents

Table of contents

  • Saarbrücker Bergmannskalender
  • 69.1941 (0069)
  • Cover
  • Title page
  • Kalendarium
  • Gemischte Beiträge
  • Contents
  • Inseratenverzeichnis
  • Inserate

Full text

technischen Abdrosielungskampf gegen die Freie 
Stadt Danzig. Polen hat den Kampf gegen die 
Freie Stadt Danzig entfesselt ! Es war weiter 
nicht bereit, die Korridorfrage in einer irgend¬ 
wie billigen und den Interesien beider gerecht 
werdenden Weise zu lösen! Und eS hat endlich 
nicht daran gedacht, feine Minderheitenverpflich- 
tungen einzuhalten. 
Ich muß hier feststellen: Deutschland hat diese 
Verpflichtungen eingehalten! Die Minderheiten, 
die im Deutschen Reich leben, werden nicht ver¬ 
folgt. Es soll ein Franzose aufstehen und er¬ 
klären, daß etwa die im Saargebiet lebenden 
Franzosen unterdrückt, gequält und entrechtet 
werden! Keiner wird dies behaupten können! 
Ich habe nun dieser Entwicklung vier Monate 
lang ruhig zugesehen, allerdings nicht, ohne 
immer wieder zu warnen. Ich habe in letzter 
Zeit diese Warnungen verstärkt. Ich habe dem 
polnischen Botschafter vor nun schon über drei 
Wochen mitteilen lasten, daß, wenn Polen noch 
weitere ultimative Noten an Danzig schicken 
würde, wenn es weitere Unterdrückungsma߬ 
nahmengegen das Deutschtum vornehmen würde, 
oder wenn eS versuchen sollte, auf dem Wege 
zollpolitischer Maßnahmen Danzig wirtschaftlich 
zu vernichten, dann Deuschland nicht länger 
mehr untätig zusehen könnte. 
Ich habe keinen Zweifel darüber gelasten, 
daß man in dieser Hinsicht das heutige Deutsch¬ 
land nicht mit dem Deutschland, das vor uns 
war, verwechseln darf. (Mit stürmischem Bei¬ 
fall unterstreichen die Abgeordneten diese Fest¬ 
stellung des Führers.) 
Provokationen? 
Man hat versucht, das Vorgehen gegen die 
Volksdeutschen damit zu entschuldigen, daß man 
erklärte, sie hätten Provokationen begangen. Ich 
weiß nicht, worin die „Provokationen" der Kin¬ 
der oder Frauen bestanden haben sollen, die man 
mißhandelt und verschleppt, oder die „Provo¬ 
kationen" derer, die man in der viehischsten, 
sadistischsten Weise gequält und getötet hat! 
Eines aber weiß ich: Daß es keine Großmacht 
von Ehre gibt, die auf die Dauer solchen Zu¬ 
ständen ruhig zusehen würde! (Erneute langan¬ 
haltende ZuftimmungSkundgebungen.) Ich habe 
trotzdem noch einen letzten Versuch gemacht! Ob¬ 
wohl ich innerlich überzeugt war, daß eS der pol¬ 
nischen Regierung — vielleicht auch infolge ihrer 
Abhängigkeit von einer nunmehr entfestelten, 
wilden Soldateska — mit einer wirklichen Ver¬ 
ständigung nicht ernst ist, habe ich einen Ver¬ 
mittlungsvorschlag der britischen Regierung an¬ 
genommen. Sie schlug vor, daß sie nicht selbst 
Verhandlungen führen sollte, sondern versicherte, 
eine direkte Verbindung zwischen Polen und 
Deutschland herzustellen, um noch einmal in daö 
Gespräch zu kommen. 
Klare Feststellungen 
Ich muß hier folgendes feststellen: Ich habe 
diesen Vorschlag angenommen! 
Ich habe für diese Besprechungen Grundlagen 
ausgearbeitet, die Ihnen bekannt sind! 
Und ich bin dann mit meiner Regierung zwei 
volle Tage geseffen und habe gewartet, ob eö der 
polnischen Regierung paßt, nun endlich einen 
Bevollmächtigten zu schicken oder nicht! 
Sie hat uns gestern abend keinen Bevoll¬ 
mächtigten geschickt, sondern durch ihren Bot¬ 
schafter mitteilen lasten, daß sie zur Zeit erwäge, 
ob und wie weit sie in der Lage sei, auf die eng¬ 
lischen Vorschläge einzugehen; sie würde das 
England mitteilen. 
Meine Herren Abgeordneten! Wenn man 
dem Deutschen Reich und seinem Staatsober¬ 
haupt so etwas zumuten kann, und das Deutsche 
Reich und sein Staatsoberhaupt das dulden 
würden, dann würde die deutsche Nation nichts 
anderes verdienen als von der politischen Bühne 
abzutreten! 
Meine Friedensliebe und meine endlose Lang¬ 
mut soll man nicht mit Schwäche oder gar mit 
Feigheit verwechseln! Ich habe daher gestern 
abend der britischen Regierung mitgeteilt, daß 
ich unter diesen Umständen auf seiten der pol¬ 
nischen Regierung keine Geneigtheit mehr fin¬ 
den kann, mit uns in ein wirklich ernstes Ge¬ 
spräch einzutreten. 
Damit sind diese VermittlungSvorschläge ge¬ 
scheitert, denn unterdes war als Antwort auf 
diesen VermittlungSvorschlag erstens die pol¬ 
nische Generalmobilmachung gekommen und 
zweitens neue schwere Greueltaten. Diese Vor¬ 
gänge haben sich nun heute nacht abermals wie 
derholt. Nachdem schon neulich in einer einzigen 
Nacht 21 Grenzzwischenfälle zu verzeichnen 
waren, sind es heute nacht 14 gewesen. Darun¬ 
ter drei ganz schwere. 
Mit der gleichen Sprache 
Ich habe mich daher nun entschlossen, mit 
Polen in der gleichen Sprache zu reden, die 
Polen seit Monaten uns gegenüber anwendet! 
(Tosender Beifall, der sich zu einer großartigen 
Ovation für den Führer steigert. Die Abgeord¬ 
neten erheben sich von ihren Sitzen und huldigen 
dem Führer mit stürmischen Heilrufen.) 
Von den Westftaaten nichts gefordert 
Wenn nun Staatsmänner im Westen er¬ 
klären, daß diese ihre Interesten berühre, so 
kann ich eine solche Erklärung nur bedauern; sie 
kann mich aber nicht eine Sekunde in der Er¬ 
füllung meiner Pflicht wankend machen. Ick 
18
	        

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69.1941. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1941. Print.
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