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63.1935 (0063)

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Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: 63.1935 (0063)

Periodical

Persistent identifier:
86316854X
Title:
Saarbrücker Bergmannskalender
ZDB-ID:
ZDB Icon2862115-3
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Mining
Erscheinungsverlauf:
1873 - 1962
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
86316854X_0063
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-408938
Title:
63.1935
Volume count:
0063
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Mining
Year of publication:
1935
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
206

Chapter

Title:
Gemischte Beiträge
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
190

Contents

Table of contents

  • Saarbrücker Bergmannskalender
  • 63.1935 (0063)
  • Cover
  • Title page
  • Kalendarium
  • Gemischte Beiträge
  • Inseratenverzeichnis
  • Contents
  • Cover

Full text

123 
Wär' er hier am Hofe so gut als Ihr, und erfreut' er 
Sich des Königs Gnade, fo möcht' es Euch sicher 
gereuen, 
Dag Ihr fo hämisch gesprochen und alte Geschichten 
erneuert. 
Aber was Ihr Übels an Reineken selber verübet, 
Übergeht Ihr; und doch, es wissen es manche der 
Herren, 
Wie ihr-zusammen ein Bündnis geschlossen und beide 
versprochen 
Als zwei gleiche Gesellen zu leben. Das muß ich 
erzählen; 
Denn im Winter einmal erduldet' er große Ge¬ 
fahren 
Euretwegen. Ein Fuhrmann, er hatte Fische ge¬ 
laden, 
Fuhr die Straße; Ihr spürtet ihn aus und hättet 
um alles 
Gern von der Ware gegessen; doch fehlt' es Euch 
leider am Gelde. 
Da beredetet Ihr den Oheim, er legte sich listig 
Grade für tot in den Weg. Es war beim Himmel 
ein kühnes 
Abenteuer! Doch merket was ihm für Fische ge¬ 
worden. 
Und der Fuhrmann kam und sah im Gleise den 
Oheim, 
Herr Rabe auf dem Baume hockt, 
2m Schnabel einen Käs 
Hastig zog er sein Schwert, ihm eins zu versetzen: 
der Kluge 
Rührt' und regte sich nicht, als wär' er gestorben; 
der Fuhrmann 
Wirft ihn auf seinen Karren und freut sich des 
Balges im voraus. 
Ja, das wagte mein Oheim für Isegrim; aber der 
Fuhrmann 
Fuhr dahin und Reineke warf von den Fischen 
herunter. 
Isegrim kam von ferne geschlichen, verzehrte die 
Fische. 
Reineken mochte nicht länger zu fahren belieben: 
er hub sich, 
Sprang vom Karren und wünschte nun auch von der 
Beute zu speisen. 
Aber Isegrim hatte sie alle verschlungen; er hatte 
über Rot sich beladen, er wollte bersten. Die Gräten 
Ließ er allein zurück und bot dem Freunde den Rest 
an. 
Roch ein anderes Stückchen! auch dies erzähl' ich 
Euch wahrhaft. 
Reineken war es bewußt, bei einem Bauer am 
Nagel 
Hing ein gemästetes Schwein, erst heute geschlachtet; 
das sagt' er 
Treu dem Wolfe: sie gingen dahin, Gewinn und Ge¬ 
fahren 
Redlich zu teilen. Doch Müh' und Gefahr trug jener 
alleine. 
Denn er kroch zum Fenster hinein und warf mit Be¬ 
mühen 
Die gemeinsame Beute dem Wolf herunter; zum Un¬ 
glück 
Waren Hunde nicht fern, die ihn im Hause ver¬ 
spürten, 
Und ihm wacker das Fell zerzausten. Verwundet ent¬ 
kam er, 
Eilig sucht' er Isegrim auf und klagt' ihm sein 
Leiden, 
Und verlangte sein Teil. Da sagt jener: Ich habe 
Dir ein köstliches Stück verwahrt; nun mache dich 
drüber 
Und benage mir's wohl; wie wird das Fette dir 
schmecken! 
Und er brachte das Stück; das Krummholz war es, 
der Schlächter 
Hatte daran das Schwein gehängt; der köstliche 
Braten 
War vom gierigen Wolfe, dem ungerechten, ver¬ 
schlungen. 
Reineke konnte vor Zorn nicht reden, doch was er 
sich dachte 
Denket euch selbst. Herr König, gewiß, daß hundert 
und drüber 
Solcher Stückchen der Wolf an meinem Oheim ver¬ 
schuldet! 
Aber ich schweige davon. Wird Reineke selber ge¬ 
fordert, 
Wird er sich besser verteid'gen. 
Weiter sagte der Dachs: „Nun kommt das Märchen 
vom Hasen! 
Eitel leeres Gewäsche! Den Schüler sollte der 
Meister 
Etwa nicht züchtigen, wenn er nicht merkt und übel 
bestehet? 
Sollte man nicht die Knaben bestrafen und ginge 
der Leichtsinn,
	        

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63.1935. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1935. Print.
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