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58.1930 (0058)

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Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: 58.1930 (0058)

Periodical

Persistent identifier:
86316854X
Title:
Saarbrücker Bergmannskalender
ZDB-ID:
ZDB Icon2862115-3
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Mining
Erscheinungsverlauf:
1873 - 1962
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
86316854X_0058
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-397154
Title:
58.1930
Volume count:
0058
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Mining
Year of publication:
1930
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
204

Chapter

Title:
Gemischte Beiträge
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
186

Contents

Table of contents

  • Saarbrücker Bergmannskalender
  • 58.1930 (0058)
  • Cover
  • Title page
  • Contents
  • Kalendarium
  • Gemischte Beiträge
  • Inseratenverzeichnis
  • Cover

Full text

81 
gerne ihre Befürchtungen nicht. Kerns wollte die¬ 
selben im mindesten teilen, wiewohl der Baron sie 
vollkommen begriff. Zur guten Stunde, in recht 
menschlich reiner, dankbarer Stimmung pflegt man 
sich jeder Unglücksidee, die einen gerade nicht un¬ 
mittelbar angeht, aus allen Kräften zu erwehren. 
Die sprechendsten, lachendsten Gegenbeweise wurden, 
besonders vom Oheim, vorgebracht, und wie gerne 
hörte nicht Eugenie alles an! Es fehlte nicht viel, 
so glaubte sie wirklich zu schwarz gesehen zu haben. 
Einige Augenblicke später, als sie durchs große 
Zimmer oben ging, das eben gereinigt und wieder 
in Ordnung gebracht worden war und dessen vorge¬ 
zogene, grün damastene Fenstergardinen nur ein 
sanftes Dämmerlicht zuließen, stand sie wehmütig 
vor dem Klaviere still. Durchaus war es ihr wie ein 
Traum, zu denken, wer noch vor wenigen Stunden 
davor gesessen habe. Lang blickte sie gedankenvoll die 
Tasten an, die er zuletzt berührt, dann drückte sie 
leise den Deckel zu und zog den Schlüssel ab, in eifer¬ 
süchtiger Sorge, daß sobald keine andere Hand 
wieder öffne. Im Weggehn stellte sie beiläufig einige 
Liederhefte an ihren Ort zurück; es fiel ein älteres 
Blatt heraus, die Abschrift eines böhmischen Volks¬ 
liedchens, das Franziska früher, auch wohl sie selbst, 
manchmal gesungen. Sie nahm es auf, nicht ohne 
darüber betreten zu sein. In einer Stimmung wie 
die ihrige wird der natürlichste Zufall leicht zum 
Orakel. Wie sie es aber auch verstehen wollte, der 
Inhalt war derart, daß ihr, indem sie die einfachen 
Verse wieder durchlas, heiße Tränen entfielen. 
Ein Tännlein grünet wo, 
Wer weiß, im Walde; 
Ein Rosenstrauch, wer sagt, 
n welchem Garten? 
ie sind erlesen schon, 
Denk es, o Seele, 
Auf deinem Grab zu wurzeln 
Und zu wachsen. 
Zwei schwarze Rößlein weiden 
Auf der Wiese, 
Sie kehren heim zur Stadt 
In muntern Sprüngen. 
Sie werden schrittweis gehn 
Mit deiner Leiche; 
Vielleicht, vielleicht noch eh 
An ihren Hufen 
Das Eisen los wird, 
Das ich blitzen sehe! 
— Ende — 
6
	        

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58.1930. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1930. Print.
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