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44.1916 (0044)

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Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: 44.1916 (0044)

Periodical

Persistent identifier:
86316854X
Title:
Saarbrücker Bergmannskalender
ZDB-ID:
ZDB Icon2862115-3
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Mining
Erscheinungsverlauf:
1873 - 1962
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
86316854X_0044
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-360896
Title:
44.1916
Volume count:
0044
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Mining
Year of publication:
1916
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
236

Chapter

Title:
Gemischte Beiträge
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
142

Contents

Table of contents

  • Saarbrücker Bergmannskalender
  • 44.1916 (0044)
  • Cover
  • Title page
  • Contents
  • Preface
  • Kalendarium
  • Gemischte Beiträge
  • Inseratenverzeichnis
  • Inserate
  • Cover

Full text

31 
Klugheü gelang es, nach dem Tode des Herzogs 
Albrecht Friedrich von Preußen (1618) die 
Vereinigung des Herzogtums Preußen mit der 
Mark und die Erwerbungen von Cleve, Mark 
und Ravensberg durchzusetzen. Sein Nach¬ 
folger GeorgWilhelm (1619 —1610) war 
den schweren Zeiten des 30jährigen Krieges 
nicht gewachsen. Seine zaudernde Haltung den 
Katholiken wie den Protestanten gegenüber 
machte die Mark mehr als jedes andere Land 
zum Schauplatz der furchtbarsten Verheerungen. 
Sein vertrauter Ratgeber Graf Adam von 
Schwartzenberg war die Hauptursache, daß der 
Kurfürst, entgegen den Wünschen feines Volkes, 
sich an den Kaiser anschloß. 
Sein Sohn Friedrich Wilhel m, der 
Große Kurfürst (1640—1688), war es, der 
durch seinen schöpferischen Geist nach der 
schweren Zeit des 30jährigen Krieges den fast 
zerrütteten Staat mit einer beispiellosen Willens¬ 
energie wieder aufrichtete. Um nicht von den 
verwilderten Scharen gemieteter Söldnerheere 
abzuhängen, die heute diesem und morgen 
jenem Fürsten dienten, gründete er ein Heer 
aus eigenen Landeskindern. Es war der erste 
Anfang eines stehenden Heeres, das er durch 
kriegserfahrene Lehrmeister, wie Sparr und 
Derfflinger, in einer überraschend kurzen Zeit 
zu einer ungewöhnlichen Leistungsfähigkeit er¬ 
hob. Wie diese kriegs- und sieggewohnten 
Scharen im Schwedisch-Polnischen Kriege, und 
später gegen die Schweden bei Rathenow, 
Fehrbellin und in der berühmten „bewaffneten 
Schlittenfahrt" auf dem Kurischen Haff, den 
brandenburgisch-preußischen Kriegsruhm ein für 
alle Mal begründeten; wie der Kurfürst im In¬ 
teresse der Einheit seines durch fremde Gebiets¬ 
teile so zerrissenen Landes mit eiserner Willens¬ 
kraft, besonders in den neuerworbenen preußisch- 
polnischen Landesteilen durchgriff, um den 
Widerstand der Stände zu brechen; wie er nach 
dem 30jährigen Kriege dem verwüsteten und 
verarmten Lande durch Unterstützung der 
Landwirtschaft zu neuer Lebenskraft verhalf; 
wie er die noch in der Kindheit liegende In¬ 
dustrie durch Aufnahme der ihres Glaubens 
wegen vertriebenen französischen Flüchtlinge 
lRefugies) zu hervorragenden Leistungen empor¬ 
hob, das alles hier eingehend zu schildern, ist 
bei der Beschränktheit des Raumes unmöglich. 
Bewundernswert wird stets die Kulturar¬ 
beit dieses Mannes bleiben, der, selber unter 
dem Stern des Kriegsgottes geboren, nach 
einem drei Jahrzehnte lang die Gauen deutscher 
Länder verwüstenden Kriege es unternahn:, fein 
armseliges Land zu einen: Kulturstaat zu er¬ 
heben. Der Große Kurfürst ist es — um nur 
ein Beispiel anzuführen — gewesen, der den 
Obst- und Gemüsebau in seinem Reiche zu 
einem Teil seiner Lebensaufgabe machte, ja, der 
mit der Anlegung seines Mustergartens auf 
dem Kurfürstlichen Vorwerk bei Schöneberg 
der Begründer des Berliner Botanischen Gartens 
und dadurch auch der übrigen in Deutschland 
geworden ist. Hier in den: Mustergarten auf 
Schöneberger Gebiet war es, wo der Kurfürst 
selber pflanzte, säte und pfropfte, wo die 
schwertgewohnte Hand friedliche Versuche mit 
Weinreben und seltenen Ohstsorten anstellte; 
von hier aus ließ er die gezogenen Sämereien 
freigebig in Berlin und den übrigen Städten 
der Mark verteilen. So wurde Friedrich 
Wilhelm im wahren Sinne des Wortes zun: 
Lehrer seines Volkes. Und die Geschichte nennt 
ihn mit Recht den Begründer der brandenburgisch- 
preußischen Macht. 
Sein prachtliebender Sohn König Fried¬ 
rich 1. (als Kurfürst Friedrich 111. (1688— 
1701—1713) gab den: durch seinen Vater er¬ 
starkten preußischen Staat durch Erwerbung 
des Königstitels am 18. Januar 1701 den prun¬ 
kenden Namen und äußeren Glanz, gründete 
die Universität Halle, die Akademie der Wissen¬ 
schaften in Berlin (Leibnitz) und schmückte die 
Residenz Berlin mit stolzen Bauten (Zeughaus, 
Ausbau des Königlichen Schlosses, Gründung 
der Friedrichstadt). Von nun an ist die 
Geschichte Brandenburgs gleichzeitig 
die des preußischen Staates, welcher 
nunmehr anfängt, in der Geschichte Europas 
eine Rolle zu spielen. Leicht wurde es dem 
jungen, aufblühenden Staatswesen bei Leibe 
nicht gemacht, inmitten der alten Kulturstaaten, 
gehemmt und bedrängt vom Neide Österreichs 
und des Reiches, sich geltend zu machen. Aber 
schon der zweite preußische König, Friedrich 
Wilhelm 1. (1713—1740), der Vater Friedrichs 
des Großen, machte einen verheißungsvollen 
Anfang dazu. Er ist der Begründer eines 
geschulten Heeres, eines pflichttreuen, hingebenden 
Beamtenstandes, einer sparsamen und inuster- 
gültigen Verwaltung und damit der Schöpfer der 
inneren Macht Preußens. In dem Fürsten 
Leopold von Anhalt-Dessau, dem „alten 
Dessauer", hatte er den Lehrmeister des 
preußischen Heeres erwählt, dessen Unermüdlich¬ 
keit und zäher Ausdauer es gelang, durch 
strenge Manneszucht und hohe Leistungsfähigkeit
	        

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44.1916. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1916. Print.
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