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1954 (0009)

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Bibliographic data

fullscreen: 1954 (0009)

Periodical

Persistent identifier:
824454855
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-83393
Title:
Die Arbeit
Sub title:
Organ der Einheitsgewerkschaften der Arbeiter, Angestellten und Beamten
ZDB-ID:
ZDB Icon2819805-0
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
[s.n.]
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Economy
Erscheinungsverlauf:
1946 - 1954
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
824454855_0009
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-449366
Title:
1954
Volume count:
0009
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Periodicals
Year of publication:
1954
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
270

Part

Title:
Nummer 8: August 1954
Document type:
Periodical
Structure type:
Part
Digitised pages:
24

Contents

Table of contents

  • Die Arbeit
  • 1954 (0009)
  • Cover
  • Nummer 1: Januar 1954
  • Nummer 2: Februar 1954
  • Nummer 3: März 1954
  • Nummer 4: April 1954
  • Nummer 5: Mai 1954
  • Nummer 6: Juni 1954
  • Nummer 7: Juli 1954
  • Nummer 8: August 1954
  • Nummer 9: September 1954
  • Nummer 10: Oktober 1954
  • Nummer 11: November 1954
  • Nummer 12: Dezember 1954
  • Cover

Full text

5' 
Die Krankenversicherung im Saarland 
Die Krankheit und ihre Auswirkungen für den schattenden Menschen 
8. 
Fortsetzung 
I. 
Die häufigsten Krankheitsarien 
und ihre Ursachen 
In der letzten Abhandlung in Nummer 7/54 
wurde zum Schlüsse erwähnt, daß auf vielen 
Gebieten die Sozialleistungen — und dabei 
insbesondere das Krankengeld — verbesse 
rungsbedürftig sind. 
Die folgenden Ausführungen dienen weni 
ger dazu, den rechtlichen Begriff zu klären, 
wann und unter welchen Voraussetzungen die 
Zahlung von Krankengeld in Betracht kommt, 
als den Ursachen nachzuspüren, die zur 
Krankengeldzahlung überhaupt führen. 
Es ist notwendig und nützlich sich daran 
zu erinnern, welche großen Erfolge durch 
Maßnahmen fürsorgerischer Art auf dem Ge 
biet der sozialen Krankenversicherungen er 
zielt wurden. Erinnert sei nur an das weite 
Gebiet der Infektionskrankheiten, Die Schutz 
impfungen und die Absonderung der An- 
^ steckenden sind vorl>eugende Maßnahmen, 
'deren Bedeutung und Wirksamkeit die Kur 
ven der Seuchenstatistiken eindeutig bestäti 
gen. Auch die Möglichkeit, infektiöse Er 
krankungen durch neuartige Medikamente in 
kürzester Frist ihres gefährlichen Charakters 
zu berauben, stellt eine vorbeugende Maß 
nahme dar. 
Aber nicht nur Infektionskrankheiten trach 
ten nach unserem Leben. Nach der Todes 
ursachenstatistik stehen seit 1951 die Herz 
krankheiten an erster Stelle. Die Sterbeziffern 
für Herzkrankheiten sind seit 1947 ständig 
gestiegen. 1933 bildeten die 3 Hauptkrank 
beiten des Kreislaufsystems: Gehirnblutung, 
Kreislauf krankheiten und Herzerkrankungen 
ein Viertel, 1951 }->ereits ein Drittel sämt 
licher Todesfälle. 
Besonders schwerwiegend ist dabei die 
Ernte des Todes gerade unter den Männern, 
die auf der Höhe der Schaffenskraft stehen. 
Dabei handelt es sich nicht nur um den Tod 
zufällig bekannter Prominenter, sondern be 
trifft besonders die Gruppe der in leitenden 
^Bestellungen beschäftigten Männer zwischen 
55 und 60 Jahren. Es sind Anzeichen dafür 
vorhanden, daß diese Frühsterblichkeit noch 
weiter vorrückt und daß hiervon das Lebens 
alter von 45—50 Jahren immer stärker be 
troffen wird. 
Die Ursachen hierfür: 
Stoffwechselstörunge'n, nicht ausreichende 
körperliche Betätigung, vor allem häufige Ge 
fühlsbewegungen, Ärger, Sorge, Furcht sind 
die krankheitserzeugenden, um nicht zu sagen 
begünstigenden Faktoren für den Herztod. 
Der zivilisierte Mensch muß diesen Bewe- 
gungsdrang in heutiger Zeit unterdrücken 
können, muß ihn hinunterschlucken, in sich 
hineinfressen, kann ihn also praktisch nicht 
verarbeiten. 
Des weiteren: 
Überarbeitungen geistiger Art, insbeson 
dere Terminarbeit. Von ernsthafter Seite wird 
z. B. das Telefon als ausgesprochene Mord 
maschine bezeichnet, 
und nicht zuletzt: 
die • erzwungene Leistungssteigerung durch 
Koffein und Nikotin. Ungestraft wird der 
Lebensrhythmus nicht gesteigert. Besonders 
schädlich ist dabei die willensmäßige oder 
auch medikamentöse Überwindung der kör 
perlich notwendigen Phase der Ausspannung, 
deren wichtigster Bestandteil die Normalzeit 
des Schlafes ist. Daher ist eine Sstündige 
Schlafdauer eine Grundforderung für die Ge 
sunderhaltung des menschlichen Körpers. 
Es ist nachgewiesen, daß bei Arbeiten mit 
unregelmäßiger Lebensweise - bedingt durch 
die Arbeitszeit — 8 mal so häufig Magen 
geschwüre auftreten wie bei solchen mit na 
türlichem Lebensrhythmus. Unsere innere Uhr 
kann sich nicht umstellen. Wird der Schlaf 
unterdrückt, so bleibt der Rhythmus der Blut 
verteilung bestehen. Audi Sorgen und Pro 
bleme, die den Schlaf stören, stellen eine 
große Belastung dar, auf die der Organismus 
mit Ermüdung und Erschöpfung antwortet. 
Erstes typisches Anzeichen ist das fortgesetzte 
Gähnen. Signale, die vor einem Raubbau der 
Leistungsgrundlage warnen, müßten nur im 
mer auch erkannt werden. 
Daher Grundforderung: 
Nahrungsaufnahme und Energieverbrauch 
müssen unbedingt im Gleichgewicht bleiben. 
Bei sitzender Tätigkeit ist ein täglicher Spa 
ziergang von 2 mal 30 Minuten dringend zu 
empfehlen. / 
Während der Herztod besonders Männer 
in Stellungen mit großer seelischer Belastung 
befällt, kommen Todesfälle durch Hochdruck 
krankheiten in fast allen Bevölkerungsschich 
ten vor. Auffallend ist — und dafür bieten 
die beiden letzten Weltkriege einen besonders 
deutlichen Anhaltspunkt — daß in den Län 
dern mit lange anhaltender Unterernährung 
die Todesfälle an Arteriosklerose und Hoch 
druckkrankheiten zurückgingen, während sie 
in besser versorgten Ländern auf gleicher 
Höhe blieben. Sobald die Nahrungsmittelbe 
schränkung verschwand, nahmen auch die 
Todesfälle wieder zu. Gerade die fetthaltige 
Ernährung ist für die Beschaffenheit der Ge 
fäßwände unserer Blutadern wenig dienlich. 
Alle diese Hinweise besagen, daß der Al 
tersabbau der Blutadern durch große Fett 
mengen, großen Eiweißverzehr und starke 
Kochsalzzufuhr gesteigert wird. Hieraus ergibt 
sich zwingend die Notwendigkeit einer all 
gemeinen Lebens- und insbesondere Ernäh 
rungsumstell un g. 
Denn wer will der Krankheit schnell 
entgehn, 
der muß dem Anfang widerstehn! 
Fange deshalb ein jeder bei sich selbst an 
und handele nach dem altbewährten Grund 
satz: „Vorbeugen ist besser als heilen!“ 
II. 
Die Auswirkungen einer Krankheit 
für den schaffenden Menschen 
Es dürfte einleuchten, daß jede Krankheit, 
die Arbeitsunfähigkeit verursacht, eine Stö 
rung des täglichen Lcbensablaufes darstellt, 
weil sie den Einzelnen zwingt, seine Arbeit 
— sei es vorübergehend oder dauernd — ein 
zustellen. Seinen sichtbaren Ausdruck findet 
diese Feststellung in dem Krankenstand aller 
beschäftigten Arbeitnehmer. Er ist nicht nur 
ein Gradmesser des Gesundheitszustandes der 
Bevölkerung, sondern gibt auch gewisse Fin 
gerzeige hinsichtlich der wirtschaftlichen -Pro 
bleme, die durch die Krankheit (Arbeitsun 
fähigkeit) entstehen. Es ist ein sehr wesent 
licher Unterschied, ob von den rund 305 000 
Beschäftigten des Saarlandes 3% = 9 150 
oder 5 %> = 15 250 zur gleichen Zeit krank 
und arbeitsunfähig sind. Zweckmäßigerweise 
wird auf den Krankenstand der Pflichtmitglie 
der mit allgemeinem — also nicht ermäßig 
tem — Beitragssatz zurückgegriffen, da die 
Arbeitsunfähigkeit bei diesem Personenkreis 
mit Sicherheit erfaßt wird, sobald sie 3 Tage 
überschreitet. 
Es sei in diesem Zusammenhang auf den 
Krankenstand nach den Statistiken der Orts 
krankenkassen des Bundesgebietes zurück 
gegriffen, da diese Zahlen infolge ihres Grö 
ßenverhältnisses weit besser geeignet sind, 
einen anschaulichen Überblick zu geben. Zu 
berücksichtigen ist dabei, daß der Kranken 
stand bei Männern und Frauen unterschied 
lich hoch ist. 
St 
ehtasr 
Zahl der Pfiicldmitglieder 
Krankt 
in 
‘nstsmd 
°/o 
wiani .er 
Männer 
Frauen 
1. 
1. 
54 
4 701 941 
2 516 652 
4,16 
3,85 
1. 
2. 
54 
4 711511 
2 551 967 
5,18 
4,72 
1. 
3. 
54 
4 893 236 
2 555 163 
4,54 
4.84 
1. 
4. 
54 
5 053 45S 
2 566 623 
3,63 
4,41 
Die Zahlen bestätigen die allgemeine Er 
fahrung, daß der Krankenstand in den Mo 
naten Januar und Februar sehr hoch ist. Sie 
beleuchten den Gesundheitszustand der ar 
beitenden Bevölkerung und vermitteln zu 
gleich in wirtschaftlicher Hinsicht einen Über 
blick darüber, welche Bedeutung die Krank 
heit für das Bevölkerungsganze besitzt. 
Einerseits 
müssen durch die Beiträge der Versicherten 
und ihrer Arbeitgeber Tag für Tag ungeheure 
Summen aufgebracht werden, um diese er 
krankten Menschen durch die Krankenver 
sicherung der Behandlung zuzuführen und 
um sie wirtschaftlich -— infolge ihres Ver 
dienstausfalles durch Krankheit — vor dem 
Schlimmsten zu bewahren. 
Andererseits 
stellen die Folgen der Krankheit für die Wirt 
schaft einen erheblichen Verlust der mensch 
lichen Arbeitskraft dar. Nicht zu vergessen ist 
schließlich die Tatsache, wieviel persönliches 
Leid für den Einzelnen der von einer Krank 
heit betroffen wird, entsteht. 
Es dürfte nicht zu bestreiten sein, daß die 
soziale Krankenversicherung eine für die ge 
samte Bevölkerung sehr verantwortungsvolle 
Aufgabe durchzuführen hat, die in der Öf 
fentlichkeit in ihrem ganzen Umfange weder 
die richtige Würdigung findet, noch in ihrer 
ganzen Bedeutung voll erkannt wird. 
Das Gegenteil scheint der Fall zu sein, 
wenn bedacht wird, daß irgendwelche an sich 
unerfreuliche Einzelfälle von einer „begieri 
gen“ Presse zum Anlaß genommen werden, 
das gesamte System der sozialen Krankenver 
sicherung in Bausch und Bogen zu verdam 
men. Kritik soll und muß sein, aber sie ver 
liert ihren Sinn und Zweck, wenn sie sich nur 
destruktiv, d. h. zerstörend äußert, ohne den 
Weg aufzuzeigen, wie es besser gemacht wer 
den kann. Wie leicht ist der Einzelne geneigt, 
sich bedenkenlos einer Pressekritik anzu 
schließen, deren Berechtigung der objektiven 
Feststellung des Sachverhaltes in jeder Weise 
entbehrt. 
Ebensowenig wie jemand auf den Gedan 
ken kommen wird, beispielsweise aus einem 
Eisenbahnunglück die Schlußfolgerung zu
	        

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