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1947 (0002)

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Bibliographic data

fullscreen: 1947 (0002)

Periodical

Persistent identifier:
824454855
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-83393
Title:
Die Arbeit
Sub title:
Organ der Einheitsgewerkschaften der Arbeiter, Angestellten und Beamten
ZDB-ID:
ZDB Icon2819805-0
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
[s.n.]
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Economy
Erscheinungsverlauf:
1946 - 1954
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
824454855_0002
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-83409
Title:
1947
Volume count:
0002
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Periodicals
Year of publication:
1947
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
112

Part

Title:
Nummer 8: August 1947
Document type:
Periodical
Structure type:
Part
Digitised pages:
8

Contents

Table of contents

  • Die Arbeit
  • 1947 (0002)
  • Cover
  • Nummer 1: Januar 1947
  • Nummer 2: Februar 1947
  • Nummer 3: März 1947
  • Nummer 4: April 1947
  • Nummer 5: Mai 1947
  • Nummer 6: Juni 1947
  • Nummer 7: Juli 1947
  • Nummer 8: August 1947
  • Nummer 9: September 1947
  • Nummer 10: Oktober 1947
  • Nummer 11: November 1947
  • Nummer 12: Dezember 1947
  • Cover

Full text

Scite 8 
,Bic Arbeit** 
August lffcW 
Gewerkschaften in Afrika 
Paul Robcson, berühmter ameri¬ 
kanischer Schauspieler und Sänger, 
hervorragender Kämpfer für eine 
wirkliche Gleichberechtigung aller 
Menschen ohne Unterschied der 
Hautfarbe oder Rasse, wahrhafter 
Freund und Kämpfer für Freiheit 
unu Fortschritt, beschreibt in einer 
Londoner Arbeiterzeitung das Le¬ 
ben der Arbeiter in den afrika¬ 
nischen Kolonien. 
Kobeson beginnt seine Darstellung 
mit der Feststellung, die Arbeiter 
Afrikas nenne man mit gutem Recht 
,,die - am wenigsten Privilegierten 
der Menschheit“. Die Arbeiter an¬ 
derer Länder wissen heute zu 
wenig, so fährt er fort, von dem 
Leben ihrer afrikanischen Brüder. 
Er spricht die Hoffnung aus, daß 
die wenigen Tatsachen, die er der 
Öffentlichkeit unterbreitet, dazu 
angetan sein mögen, ein besseres 
Verständnis für die Lage der afri¬ 
kanischen Arbeiter und eine tiefere 
internationale solidarische Ver¬ 
bundenheit hervorzurufen. Robeson 
verweist unter anderem auf fol¬ 
gende Tatsachen: 
Der August 1948 bot einen starken 
Beweis für Lebensbedingungen und 
Verbitterung der • . afrikanischen 
Arbeiter. Hunderttausend Arbeiter 
der um Johannesburg in der süd¬ 
afrikanischen Union liegenden 
Goldgruben führten trotz Ein¬ 
schüchterungsversuchen und Ver¬ 
ordnungen den größten Streik, den 
dieser Kontinent bisher gesehen, 
hatte. Die südafrikanische Regie¬ 
rung verfolgt gegen Menschen mit 
nicht weißer Hautfarbe eine Politik, 
die die Grubenarbeiter für immer 
zu einer Bezahlung als ungelernte 
Arbeiter verurteilt. Die Arbeiter 
müssen 14 Stunden täglich in den 
Gruben für ganze zwei Schilling 
vier Pfennig arbeiten. Dieser Tages¬ 
lohn, der ungefähr dem Stunden¬ 
lohn eines englischen Arbeiters 
gleichkommt, ist auf der seit 40 
Jahren üblichen Lohnhöhe. 
Ein weitverbreitetes Rekrutie¬ 
rungssystem schafft den Gruben 
laufend billige Arbeitskräfte heran. 
Die hohen Steuern zwingen die 
Werktätigen Afrikas, größere Geld¬ 
beträge aufzubringen. So zwingt sie 
die Not zum Kontraktabschluß für 
Arbeit in den Gruben, die ihnen 
zwar auf einen Schlag das notwen-, 
dige Geld zur Bezahlung ihrer 
Steuerrückstände in die Hand gibt, 
sie aber dafür 12 bis 18 Monate 
lang an die Gruben fesselt. Während 
der Kontraktzeit sind die Arbeiter 
vollkommen von Familie und Hei¬ 
mat getrennt. Sie wohnen unmittel¬ 
bar bei den Gruben und schlafen 
zu 20 bis 80 Mann in Zementkojen 
in einem Raum einer Baracke, die 
sich in einer gefängnisähnlichen 
Eingränzung befindet. Die Gruben¬ 
verwaltung liefert den Arbeitern 
die Verpflegung. Bezahlung erfolgt 
durch Lohnabzug. Das Essen ist so 
unzureichend, daß Hungerstreiks an 
der Tagesordnung sind. Der letzte 
Streik der Grubenarbeiter im Som¬ 
mer 1946 wurde von der Regierung 
rücksichtslos niedergeschlagen. Die 
Gewerkschaftshäuser wurden von 
der Polizei überfallen, die Ge¬ 
werkschaftsführer verhafte. Gegen 
30 Arbeiter sollen getötet und Tau¬ 
sende schwer verwundet worden 
sein. 
Das System der Versklavung, nur 
so kann man es bezeichnen, denn 
die Londoner Zeitung veröffentlicht 
den Artikel von Paul Robeson untefr 
der Überschrift „Die afrikanischen 
Sklaven Großbritanniens“, wirft' 
ungeheure Profite ab. Die Akten 
der Goldgruben erzielen 20 bis 80 
Prozent Dividende. Mineralien in 
der Höhe von 22 Millionen Pfund 
und Gebrauchsgüter für weitere 
Million %n werden jährlich von den 
afrikanischen Kolonien Großbri¬ 
tanniens ausgeführt. Der britische 
Nationalökonom Leonard Barnes, 
eine Autorität für Kolonialfragen, 
stellt hierzu fest: 
„Wir eignen uns die natürlichen 
Vorkommen der Kolonien an und 
beuten sie nach unserem Gutdünken 
und für unseren Gebrauch aus. Von 
dem so geschaffenen Reichtum 
lassen wir von jeweils elf Pfund, 
die wir aus Afrika heraustragen, 
gerade ein Pfund in diesem Land.'1 
Die Gewerkschaften haben trotz 
staatlicher Unterdrückung in allen 
Staaten Afrikas größte Fortschritte 
gemacht. Allein in Südafrika be¬ 
stehen mehr als 120 Gewerkschaften 
mit einer Mitgliedschaft von 200 000, 
Nigeria weist stolz auf seine 400 000 
Mitglieder hin. 1945 hatte Nigeria 
einen sechswöchigen Generalstreik, 
1946 führten die Eisenbahnarbcitor 
von Südrhodesien einen gutorgani¬ 
sierten Streik. Im Januar 1945 
wurde in der ostafrikanischen 
Hafenstadt Mombassa, Kenya, ein 
Generalstreik geführt, an dem meh¬ 
rere tausend Hafenarbeiter, Hotel-, 
Bank- und Büroangestellte, ja 
selbst die Hausangestellten und 
Taxichauffeure teilnahmen. Der 
Kampfbereitschaft der afrikanischen 
Werktätigen wurde des öfteren mit 
dem Einsatz von Soldaten begegnet. 
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