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Der Saar-Freund (4.1923)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Saar-Freund (4.1923)

Newspaper

Persistent identifier:
1902516699
Title:
Der Saar-Freund
Sub title:
Nachrichten aus dem abgetrennten Saar- und Pfalzgebiet : Mitteilungsblatt des Bundes der Saar-Vereine
Place of publication:
Berlin
Publisher:
[Verlag nicht ermittelbar]
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Newspaper
Collection:
History
Periodicals
Erscheinungsverlauf:
- 1935
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek

Volume

Persistent identifier:
1902516699_1923
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-693786
Title:
Der Saar-Freund
Volume count:
4.1923
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
History
Year of publication:
1923
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
284

Issue

Title:
Ausgabe vom Montag, 15. Oktober 1923
Volume count:
20
Document type:
Newspaper
Structure type:
Issue
Year of publication:
1923-10-15
Digitised pages:
8

Contents

Table of contents

  • Der Saar-Freund
  • Der Saar-Freund (4.1923)
  • Ausgabe vom Montag, 1. Januar 1923 (1)
  • Ausgabe vom Montag, 15. Januar 1923 (2)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 1. Februar 1923 (3)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 15. Februar 1923 (4)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 1. März 1923 (5)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 15. März 1923 (6)
  • Ausgabe vom Sonntag, 15. April 1923 (8)
  • Ausgabe vom Dienstag, 1. Mai 1923 (9)
  • Ausgabe vom Dienstag, 15. Mai 1923 (10)
  • Ausgabe vom Freitag, 1. Juni 1923 (11)
  • Ausgabe vom Sonntag, 1. Juli 1923 (13)
  • Ausgabe vom Sonntag, 15. Juli 1923 (14)
  • Ausgabe vom Mittwoch, 1. August 1923 (15)
  • Ausgabe vom Mittwoch, 15. August 1923 (16)
  • Ausgabe vom Samstag, 1. September 1923 (17)
  • Ausgabe vom Samstag, 15. September 1923 (18)
  • Ausgabe vom Montag, 15. Oktober 1923 (20)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 8. November 1923 (21)
  • Ausgabe vom Samstag, 1. Dezember 1923 (22)
  • Ausgabe vom Dienstag, 25. Dezember 1923 (23)

Full text

Sette 262 
„Saar⸗Freundo 
Nummer 2 
— 2 * 
Der Rampf um die Schule. 
twu * deutiger Entschiedenheit hat die Differter Elternschaft 
Gegen den Schulentwurf der Kegierungs Ztiget eit Whdhaetzter eltezuese 
kommisston. die deutsche konfessionelle Volksschule in Frage klommt 
daß für sie der Hirtenbrief ihres Bischofs maßgebend 5 
und nicht der Wunsch der — Grubenverwaltung. In 
Differten habe die französische Volksschule nichts zu suchen und 
kein Differler Bergmann würde sich dazu hergeben, seine Kindet 
dieser Schule zuzuführen. Schreiber dieses ist der festen Ueber⸗ 
zeugung, daß die französische Volksschule niemals diese Aus— 
dehnung im Saargebiet genommen häite, wenn an allen Orten, 
wo sie eingeführt wurde, vorher in derselben Weise vorgegangen 
worden waͤre, wie das in Differten in vorbildlicher Weise ge⸗ 
schehen ist. Die Personen, die sich um das Zustandekommen dieser 
n imlung bemüht haben. haben sich besonderen Dank 
vexrdient. 
Wie die Stadtverordnetenversammlung Saarbrücken, so pro—⸗ 
testierte auch der Stadtrat von Ottweiler und der Gemeinde⸗ 
rat von Vofol*lingen gegen den Gesetzentwurf betr. Bildung 
von Schulkommissionen, da darin eine Schmälerung des Selbit— 
verwaltungsrechts der Gemeinden erblicht wird. 
Ferner hat sich die Lehrerkammer mit dem Gesetz⸗ 
entwurf befaßt. In dem Beschlußergebnis einer mehrstündigen 
Beratung wurde u. a. folgendes zum Ausdruck gebracht: 
Die Lehrerkammer lehnt e instimmig den von der Re⸗ 
gierungskommission des Saargebietes vorgelegten Gesetzentwurj 
hbetr. die Bildung von Schulkommissionen mit folgender Begrün— 
dung ab: 
1. Da wir im Saargebiet bis 1933 in einer Uebergangszeit 
leben, sieht die Kammer keinerlei Rotwendigkeit ein, für zehn 
Jahre eine Uebereinstimmung zwischen dem preußischen und 
dem bayerischen Teile des Saargebietes herbeizuführen und 
durch Aenderung des gegenwärtigen Zustandes den bestehen— 
den Schuldeputationen und Schulverbänden die bisherigen 
Befugnisse zu entziehen. 
Daß für die Aenderung des bisherigen Zustandes bei den 
Volksschulen keine Veranlassung vorliegt, erblickt die Kammer 
auch in dem Umstande, daß der Regierungskommission für 
die höheren Schulen keinerlei Aenderung notwendig erschien. 
Der Entwurf wird tatsächlich erneut eine Ortsschulaufsicht 
bringen und nicht geeignei sein, den in Artikel 4 des Ent⸗ 
wurses angegebenen Zweck: e guter Beziehungen zwischen 
Schule und Elternhaus, zu errkichen. 
Die Lehrerkammer kann in den Schulkommissionen keine staat⸗ 
lichen Organe erblicken, da ihnen die wesentlichsten Eigen— 
schaften: Befähigungsnachweis und Verantwortlichkeit gegen⸗ 
über der Regierung, fehlen. Das Recht der Regierung, in 
besonderen Fällen die gewählten Mitglieder abberufen zu 
können, kann eine wirkliche Ve— ortlichkeit nicht be— 
gründen. 
Die im Entwurf offenbar beabfichtigte Sicherstellung der An— 
stellung konfessionell gesinnter Lehrer kann im Rahmen des 
Schulunterhaltungsgesetzes besser als durch diesen Entwuri 
gewährleistet werden. 
Auch die Lehrerschaft wünscht ein einmütiges Zusammen— 
wirken mit den an der Erziehung auch interessierten Faktoren 
— Kirche und Elternhaus — betrachtet aber die Erreichung 
dieses Zieles durch den Gesekentwurf als gefährdet. 
Als Redner waren zu der Versammlung die Landesrats— 
mitglieder Pfarrer Wilhelm und Kiefer erschienen, 
deren Ausführungen dahin gingen: Das Militär könnte man 
uns aufzwingen, die Wirtschaft könnte man uns nehmen, aber 
damit habe man noch lange nicht unsere Gesinnung, unsere deutsche 
Seele. In einer einstimmig angenommenen Insuiegung wird 
zesagt: „Die Differter Eltern lehnen es ab, ihre Kinder auf eine 
Schule zu schicken, die weder ʒ noch konfessfionell ist. Je 
ihre Kinder kommt nur die deutsche konfessionelle Schule in Be— 
tracht, für die ihre Vorfahren gekämpft haben und für deren Er—⸗ 
haltung auch sie mit allen ihren Kräften eintreten.“ 
. In, Seiligenwald fand eine Belegschaftsversammlung 
statt, die u. a. folgende Entschließung einstimmig annahm: 
„Die in Heiligenwald stattfindende Belegschaftsversammlung 
nimmt mit Entrüstung Kenntnis davon, daß die Administration 
den Entlassenen gegenüber unnachgiebig bleiben will. Sie 
sordert deshalb auf, daß alle Arbeiter, in 
Heiligenwald sich geloben, für das nächste 
—5hulsemester alle ihre Kinder, soweit sie 
die franzöfischen Schülen besuchen, aus den— 
selben herauszuziehen und wieder in die 
deutsche Volksschühezu schicken als Protest gegen 
das beschämende Benehmen der Administration.“ 
Ohb man darüber auch etwas in der franz. Presse liest, die se 
viel Tamtam über die französischen Schulerfolge geschlagen hat? 
7. 
Wie die Kegierungskommission den franzoͤsischen 
Staatsschulen Kinder zutreibt. 
Wiederholt ist gemeldet worden, daß für die französischen 
Staatsschulen in Saargebiet u. a. dadurch Propaganda getrieben 
vurde, daß den Kindern die Lieferung sämtlicher Lehr⸗ und Lern⸗ 
mittel versprochen wurde. Neuerdings ist das in Ludweiler ge— 
chehen, wo die französische Grubenverwaltung im Begriff steht, 
ein neues Schulhaus zu erbauen. Durch Drohung mit Entlassung 
aus dem Dienst oder Wohnungskündigung hat man die Eltern 
bpon 220 Kindern gezwungen, ihre Kinder für die französische 
Schule anzumelden. Als französische Lockmittel wurden ferner 
angewandt; unentgeltliche Lieferung der Lehrmittel, Veranstal⸗ 
tung von Schulfeiern mit Geschenkverteilung usw. 
Gegen die französische volksschuie. 
Seit einiger Zeit wird wieder in einigen Orten recht eifrig 
für die französische Volksschule geworben. Daß bei dieser 
Werbung die Mittel nicht unausgenutzt bleiben, die der Gruben 
zur Verfügung stehen, kann sich jeder leicht denken. Auch, daß 
es würdelose und schwächliche Menschen gibt, die eines kleinen 
Vorteiles wegen der Werbung erliegen und ihre Kinder der 
französischen Volksschule zuführen, und wenn dies auf Kosten 
ihrer Kameraden geht. Eine recht eifrige Werbetätigkeit für 
die Errichtung einer französischen Schulklasse wuürde in 
Werbeln und in Differken entfaltet. Wie man sich er⸗ 
zählt, wird diese in der Hauptsache von einem deutschen Gruben— 
hüter und einem Steiger vorgenommen. Man vermutet wohl 
nicht mit Unrecht, daß der Obersteiger der in Frage stehenden 
Grube diese Werbetätigkeit besonders gern siehl, da sie den 
Ingenieuren angenehm ist. Was die Bergleute am nmeisten 
empört. ist die Wandlungsfähigkeit der in Frage stehenden 
deutschen Beamten, die sich als Westfalen, die sie sisid, schon seit 
längerem recht unrühmlich benehmen. Da die Werbeläigkeit 
für die französische Schule sich möslichst der öffentlichen Kontrolle 
entzieht, beschloß die Elternschaft von Differten, in einer öffent⸗ 
lichen Versamm lung Aufklärung über das Wesen und dies Ziele 
ber französischen Schule sich geben zu lassen und gegen die Er— 
richtung einer Klasse in Differten Stellung zu nehmen. 
Die Versammlung hatte einen gewaltigen Andrang zu 
derzeichnen. Und um es gleich zu sagen: mit unzwei⸗ 
Da sich tatsächlich ein Teil der Eltern, denen es wirtschaftlich 
chlecht geht, durh die Lieferung von Lehtmutein beeinflussen 
ließen, ihre Kinder für die französische Schule anzumelden, so 
haben zahlreiche Gemeinden beschlossen, auch für die saarländischen 
Volksschulen, den Kindern unbemittelter Eitern die Lehr- und 
Lernmittel kostenlos zu liefern. Einen gleichen Beschluß hatte 
auch der Gemeinderat Ottweiler gefaßt. Die Regierumngs— 
kommission hat aber verboten, daß den Kindern 
der Volksschulen die Lehr⸗- und Lernmisttel auf 
sßemeindekosten geliefert werden. Die Regierungs— 
kbommission ghen sich also nicht, unter gröblicher Ver— 
letzuüng ihres neutralen Auftrages, den Befuch 
der saarländischen Volksschülen, deren Bestand 
iem Versailler Diktat gatantiert ist, zu er— 
chweren, dagegen den Besuch der französischen 
Staatsschulen mitallen Mitteln zufördern. Wir 
hoffen, daß die politischen Parteien des Landesrats Gelegenhei 
rehmen werden, diese Dinge dem Völkerbund zu unterbreiten.
	        

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Der Saar-Freund. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1923. Print.
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