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1935-1936 (0001)

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Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: 1935-1936 (0001)

Periodical

Persistent identifier:
189466843X
Title:
Unsere Heimat
Sub title:
Blätter für saarländisch-pfälzisches Volkstum ; Mitteilungsblatt der Abteilung Volkstum und Heimat in der NS-Kulturgemeinde des Pfälzerwald- und Saarwald-Vereins
Shelfmark:
Z 55-529
ZDB-ID:
ZDB Icon3191158-4
Place of publication:
Saarbrücken
Heidelberg
Neustadt, Weinstr.
Publisher:
Westmark-Verl.
Document type:
Periodical
Collection:
History
Periodicals
Erscheinungsverlauf:
1935 - 1939
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
189466843X_1935
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-695006
Title:
1935-1936
Volume count:
0001
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
History
Year of publication:
1935
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
456

Chapter

Title:
Heft. 13.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
32

Chapter

Title:
Kleine Beiträge.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
3

Contents

Table of contents

  • Unsere Heimat
  • 1935-1936 (0001)
  • Cover
  • Heft. 1.
  • Heft. 2.
  • Heft. 3.
  • Heft. 4.
  • Heft. 5.
  • Heft. 6.
  • Heft. 7.
  • Heft. 8.
  • Heft. 9.
  • Heft. 10.
  • Heft. 11.
  • Heft. 12.
  • Heft. 13.
  • Title page
  • Introduction
  • Das deutsche Tor zu Landau als Wahrzeichen grenzdeutscher Vergangenheit.
  • Landau eine alte Soldatenstadt.
  • Landauer Volkstum im Wandel der Zeiten.
  • Landau, die Wohn- und Fremdenstadt.
  • Die Spinnstubb.
  • Kleine Beiträge.
  • Heft. 14.
  • Cover

Full text

ßieine Beiträge 
Aufzeichnungen des Queichheimer Bürgers Seorg Ludwig 
Beyer während der Belagerung der Stadt Landau 1814 
Vor mir liegt ein altes, verstaubtes Buch 
mit Einträgen über Dienstboten und solche 
yon Tagelöhnern, Preise von Feldfrüchten 
und Kosten der Aussteuer von Söhnen und 
Töchtern. Zwischen diese Zahlen sind spärlich 
Tagebuchblätter eingestreut mit Erinnerun⸗ 
zungen an schwere Tage. W. W. 
„Als am 13. JZänner trafen sie bei Landau 
an und auf diesen Tag kamen abends nach 
Queichheim 12 Kosaken gerannt mit ihren 
ijangen Spießen. Sie ritten bis oben an 
das Dorf gegen Landau hin und dann wie—⸗ 
der zurück bis zu dem Wirt Moro. Da 
rranken sie einige Flaschen Branntwein und 
zingen wieder zurück nach Offenbach. Den 
andern Tag, als am 14. Jänner, kamen 17 
Mann mit einem Offizier, stellten ihre 
Feldwache auf und etliche Posten oben am 
Dorf und nahmen das Schulhaus für eine 
Wachtstube ein. Am 16. machte die Besatzung 
on Landau einen Ausfall nach Queichheim, 
prengte die Kosakenfeldwache und nahm 7 
Stück Kühe und 18 Stück Pferde mit. Die 
Franzosen mußten aber schnell zurück, weil 
die Macht der Russen sehr stark ankam. 
Dabei hat Queichheim einige Kanonenschuß 
bekommen und das Eindringen der russischen 
Truppen bei schrecklichem Gewehrfeuer, das 
bis gegen Abend dauerte, hat Queichheim 
in großen Schrecken versetzt. Den 17. Jänner 
kam Verstärkung, 60 Mann russische Infan— 
terie. Die machten ihre Wache in den 
Kirchturm. Jetzt ging das Branntweintrin⸗ 
ken erst recht an. Täglich mußte unsere Ge⸗— 
neinde vier bis fünf Viertel lein 
VBiertel — 9 Liter) Branntwein kaufen, 
im diese Bursch in Frieden zu stellen, und 
auch die übrige Kost, Fleisch und Brot, bis 
zum 14. Hornung liefern. Alsdann wurden 
andere Gemeinden aufgefordert, um uns in 
anserm Schicksal Hilfe zu leisten. Bis auf 
den vorgenannten Tag hatten sie die Ge— 
neinde schon 400 Gulden allein für Brannt⸗ 
vein gekostet. Ein Glück für Queichheim, daß 
alles zu Hause geblieben ist. Würden wir 
zntflohen sein, so hätten uns die Russen die 
Häuser abgerissen und verbrannt und unsere 
Möbel geplündert. So aber blieb das Eigen⸗ 
um eines jeden Bürgers geschützt, wenn er 
nur das gab, was man von ihm verlangte. 
Kein Soldat durfte in einem Haus wohnen, 
man konnte seine Frucht dreschen und weg— 
führen. Und doch lebte man in ständiger 
Angst. 
Die größte Gefahr für mich und meine 
Familie war am 11. Hornung. Morgens 8 
Uhr saß meine Tochter Maria Katharina 
nit der Tochter von Theobald Beyer an 
»em mittleren Fenster meiner Stube. Da 
am eine Kugel, schlug das Fenstergestell 
amt Pfeiler in die Stube herein, so daß 
die zwei Kinder herunter auf den Boden 
tdürzten (Der glückliche Vater ließ später 
die Kugel über dem Fenster einmauern; sie 
ist heutt noch in dem Fensterstein des Hau⸗ 
es gegenüber der Gastwirtschaft „Zur Krone“ 
zu sehen). Aber keines von ihnen wurde bles⸗ 
iert. Ein jedes kann sich denken, mit wel⸗ 
Her Gefahr man hier gelebt hat. 
Am 19. Hornung machte die Besatzung den 
zweiten Ausfall und ging in unserm Feld 
zwischen den Vorposten durch gegen Morl⸗ 
»eim und Offenbach hin, morgens um 4 Uhr. 
Zine Wache von 60 Mann stellten sie unten 
im Dorfe auf, präzis 5 Uhr, als gerade 
einige Queichheimer aus dem Dorfe fuhren, 
im im Offenbacher Wald Holz zu holen. 
dabei waren Georg Fath und Johannes 
Zeyer, genannt Leonhard, und Jakob Hag⸗ 
er mit ihren Wagen. Sie wurden angerufen 
ind überhörten es. Darauf gaben die Fran—⸗ 
zosen Feuer, aber es ging doch ohne Schaden 
ür die obigen Bürger ab. Sie mußten aber 
)alten und wurden festgenommen. Durch 
diesen Lärm kam ein Kosak von der Queich— 
heimer Feldwache gesprengt, um nachzusehen. 
Er wurde auch angerufen und gleich samt 
Pferd niedergestoßen. Dann kamen wieder 
wei Kosaken, die wurden ebenfalls zusam⸗ 
nengeschossen. Alsdann sahen sich die Rus⸗ 
sen umringt und alles lief zurück gegen 
Offenbach. Da wurde durch die Franzosen 
ein lebhaft Feuer auf sie gemacht, wobei die 
Russen viel Verwundete bekommen haben. 
Hätten die Franzosen vorher nicht auf die 
Wagen geschossen, dann wäre kein Mann 
»on den Russen durchgekommen, sie alle 
vären von hinten gefangen worden. Die 
Franzosen rückten bis nach Mörlheim vor 
11*
	        

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1935-1936. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1935. Print.
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