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Der Saarbergknappe (4 [1952])

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Bibliographic data

fullscreen: Der Saarbergknappe (4 [1952])

Newspaper

Persistent identifier:
186014473X
Title:
Der Saarbergknappe
Sub title:
Organ der Gewerkschaft Christlicher Saarbergleute
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
[Verlag nicht ermittelbar]
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Newspaper
Collection:
Periodicals
Mining
Year of publication:
1920
Erscheinungsverlauf:
1920 - 1960
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek

Volume

Persistent identifier:
186014473X_1952
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-689980
Title:
Der Saarbergknappe
Volume count:
4 [1952]
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Periodicals
Year of publication:
1952
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
116

Issue

Title:
Ausgabe vom Samstag, den 06. Dezember 1952
Volume count:
12.
Document type:
Newspaper
Structure type:
Issue
Year of publication:
1952-12-06
Digitised pages:
8

Contents

Table of contents

  • Der Saarbergknappe
  • Der Saarbergknappe (4 [1952])
  • Ausgabe vom Samstag, den 05. Januar 1952 (1)
  • Ausgabe vom Samstag, den 02. Februar 1952 (2)
  • Ausgabe vom Samstag, den 01. März 1952 (3)
  • Ausgabe vom Samstag, den 05. April 1952 (4)
  • Ausgabe vom Samstag, den 03. Mai 1952 (5)
  • Ausgabe vom Samstag, den 07. Juni 1952 (6)
  • Ausgabe vom Samstag, den 05. Juli 1952 (7)
  • Ausgabe vom Samstag, den 02. August 1952 (8)
  • Ausgabe vom Samstag, den 06. September 1952 (9)
  • Ausgabe vom Samstag, den 04. Oktober 1952 (10)
  • Ausgabe vom Samstag, den 01. November 1952 (11)
  • Ausgabe vom Samstag, den 06. Dezember 1952 (12.)

Full text

5 [JE SEN NG 
‚Der Saarbergknanpe‘‘. Organ der Gewerkschaft Christlicher Saarbergleute, erscneint monatlich — Postbezugspreis Viertellährlich 80.— Frs. einschl. Postzustellgeounr 
Einzelpreis im Zeitschriftenhande 15.— Fra.‘ 
A 
SAARBRÜCKEN. IM DEZEMBER 1952 
Jahrgang 4 
Nummer 17 
Für den sr 
en Fortschritt 
GEDANKEN ZUR JAHRESWENDE 
Die Schranke der Zeit — vor uns 
allen steht sie: die Grenze der Ge- 
genwart, die Linie zwischen dem 
Gewissen und dem Ungewissen, dem 
Gewesenen und der Zukunft, dem 
Unabänderlichen und dem Wandel- 
baren. zu Formenden, zu Gestalten- 
den — immer steht sie vor uns, oft 
verfließend im Tag, oft scharf und 
kantig in der Entscheidung, 
Wieder geht ein Jahr zu Ende. War 
es ein Jahr des Fortschritts, das uns 
dem Frieden nähergebracht hat, waı 
e& ein Jahr fruchtbringender Ent- 
wicklung, das uns hoffen 1äßt auf 
eine bessere Zukunft? Oder ist nur 
die Zeit mit uns fortgeschritten 
ohne uns freizumachen von den 
Bremsklötzen zersetzender und zer- 
störender Ideen, die die Menschheit 
in den verflossenen Jahrhunderter 
immer wieder zurückgeworfen haben? 
Die Geschichte ist keineswegs eine 
Drehbühne, die Vergangenes wieder 
zurückbringt. Neues muß neu wach: 
en; aus alten Wurzein muß es neu 
werden, um lebendig und fruchtbar 
Au sein. Haben wir die materiellen 
ınd seelischen Folgen der erst we- 
ige Jahre hinter uns liegenden 
urchtbaren Zerstörung bereita über- 
yunden? Wohin weist der Weg, der 
vir nach dem Zusammenbruch be- 
chritten haben? 
Neues entsteht‘ nach einem be: 
vahrheiteten Menschheitsgesetz nur 
ınter Schmerzen und Leiden, Dür- 
'len wir daher nach den Jahren des 
Schreckens auf das Neue hoffen, un- 
er dem wir eine friedvolle Entwick: 
ung der Menschheit verstehen? 
ung der Rüstungslasten aufgezeigt 
'n einer Entschließung über die euro 
Jäische Verteidigungsgemeinschafi 
wurde ferner auf die Notwendigkeil 
yingewiesen, den EVG - Vertrags 
schnellstens zu ratifizieren, 
Alle diese Tatsachen bestätigen, 
1aß nicht allein die Vereinigten Staa 
‚en, sondern auch die Völker Europa 
m kommenden Jahre vor verästärk- 
en wirtschaftlichen Anstrengunger 
;tehen werden. Insoweit sind diest 
»olitischen Gegebenheiten in einel 
‚or Weihnachten außergewöhnlichen 
Summierung auch für uns von ent- 
‚;cheidender Bedeutung. Die Last alle: 
Anstrengungen wird nämlich in erster 
.inie auf den Schultern der arbeiten- 
len Bevölkerung ruhen. 
Seit dem letzten Frühjahr hat sich 
‚war die wirtschaftliche Lage‘ ir 
Zuropa gewandelt. Die noch zu Be- 
zinn des Jahres deutliche Tendenz: 
zur Inflation hat abgenommen. Ein 
Rückgang des Preisstands ist Zzwal 
noch nicht zu verzeichnen. Die bis- 
her steigende Lebenshaltung blieb ir 
ien letzten beiden Monaten stabil 
Dennoch ist eine gewisse latente In: 
lationsgefahr bestehen geblieben 
Das Stagnieren der Produktion in der 
ainzelnen Ländern, wie der Bericht 
jes Europäischen Wirtschaftsrale: 
OEEC) festgestellt hat, hatte auch 
an Anwachsen unserer Kohlenhal: 
lien zur Folge. 
Eine Beunruhigung ist jedoch kei- 
neswegs gegeben. Allgemein wird ir 
len Ländern auch im kommender 
Jahre mit einem Ansteigen der 
Droduktion gerechnet, das bie 
‚um Beginn des Jahres 1954 aller 
Yoraussicht nach andauern wird. Die 
jolitisch-militäriechen Aspekte schei- 
ren diese wirtschaftliche Vorausschau 
‚u bestätigen. Eine Konjunkturprog: 
ı105e zu stellen wäre allerdings ver- 
'rüht, denn für uns in Europa be- 
;itehen die begründeten Rückgangs- 
’efürchtungen fort. Inwieweit daher 
lie Werkzeuge der Konjunkturpoll- 
ik. nämlich Geld- und Steuerpolitik 
der öffentliche Aufwendungen ein- 
zesetzt werden müssen, ist im voraus 
chwierig zu sagen 
Was können wir tun, was müs8- 
en wir tun, um eine Entwicklung 
rorwärtszutreiben, die uns allein zu 
ıns selber führen kann? Oder sine 
wir gezwungen, uns in das Unab- 
inderliche zu fügen, uns dem Schick: 
jal zu beugen, das verhangen und 
ınergründlich in der Zukunft liegt? 
Eines nur steht fest: in unseren 
Anstrengungen für den sozialen Fort- 
schritt, in dem wir das stärkste Ele- 
nent zur Erhaltung des Friedens 
‚ehen, dürfen wir als Gewerkschaft- 
er weniger denn je erlahmen. Wir 
ıatten auf dem Wege der sozialen 
3Zesserstellung unserer schaffenden 
Menschen im verflossenen Jahre be- 
ıchtliche Erfolge aufzuweisen, die im 
ınzelnen aufzuzählen und nachzu- 
veisen Aufgabe eines besonderen Be- 
ichtes sein wird. Soviel sei heute 
chon festgstellt: dem ständigen In- 
ervenieren der Christlichen Gewerk- 
chaften bei Parlament und Regie- 
‚ung war es im wesentlichen zu ver- 
janken. daß ihre konkreten Vor- 
‚chläge in einer Reihe von Sozial- 
sestzen verankert wurden, und daß 
auch die Saargrubenverwaltung sich 
zu beachtlichen Zugeständnissen für 
ın.ere Rearglaute bereitgefunden hat 
Die aroße Spannung 
zwischen Ost und West 
Ohne die Gläubigkeit des Herzene 
wäre wahrscheinlich eine verzweif: 
aungsvolle Resignation am Platze 
Auf dramatische Weise hat die Blitz: 
ceise des künftigen Präsidenten der 
Vereinigten Staaten nach Kores 
daran erinnert. daß das erste poli- 
tische Anliegen der Welt, in das auch 
wir an der Saar — ob wir woller 
oder nicht — verflochten sind, dit 
große Spannung zwischen 
Ost und West ist. Für sie muß 
eines Tages eine Lösung gefunder 
werden — O0 oder so. Welche Lö: 
sung. das ist eine vielerörterte Frage 
die auch uns nicht gleichgültig sein 
kann. Zu deutlich sind die Anzeichen 
für eine Koordinierung allen Kriegs- 
geschehens im Fernen Osten, das sich 
zwar räumlich getrennt neben Korea 
in Indochina und Malaya vollzieht 
mit zwingender Folge aber zur Er- 
kenninis führt, daß alle Kämpfe von 
gleicher Wichtigkeit für die Abwehr 
des Kommunismus sind, die auch 
von uns Opfer verlangen wird 
wartens versuchen. In ihr hegt 
»ine große Hoffnung für die Welt. 
Dennoch können weniger denn je 
zegenwärtig ein Waffenstillstand oder 
ne Einschränkung der westlicher 
KXriegsanstrengungen erwartet wer: 
len. Die voraussichtlich ver. 
;chärfte Kriegsführung in Korea 
ınd Abwehr in Indochina erforderr 
rergrößerte wirtschaftliche Anstren- 
jungen sowohl der Vereinigten Staa 
an als auch ihrer Verbündeten, 
Gegenwärtig tagt in Paris der At- 
antikrat, an den Frankreichs Außen 
ninister Schuman appelliert und im 
Vamen seiner Nation um Unter- 
‚tützung im Indochinakrieg gebeter 
ı1at. Im Bericht des atlantischen Mili- 
‚ärausschusses, der als ziemlich pess!- 
nistisch bezeichnet wird, hat zur 
arsten Male der Oberbefehlehabe: 
jer atlantischen Streitkräfte, Ridg: 
vay. persönlich interveniert und dit« 
/erantwortung der Mitglieder des At- 
antiknakties für eine hessere Vertel- 
Es ist uns ernst mit 
unseren Forderungen 
Wenn wenige Wochen vor der Jah- 
eswende sich auch die französ:=chf 
Zegierung zur Revision der soge 
ıannten Wirtschafte - Konventionen 
nsbesondere auch der Gruben-Kon- 
‚ention entschlossen hat und der An 
vendung des saarländischen Tarif- 
sertragsrechtes im Bereich der Saar 
zyuben zustimmen will, so ist dier 
ıicht zuletzt auf den Druck der Ge- 
verkschaften zerück7zuführen die ir 
der Lohnfrage z.B. durch einen 24- 
stündigen Warnstreik unter Beweıs 
zestellt haben, wie ernst es ihnen mit 
hren Forderungen ist, 
Es ist nicht zuviel gesagt, wenn wir 
'eetstellen. daß die Christlichen Ge- 
werkschaften an der Saar das 30- 
ziale Gewissen ihrer Be- 
völkerung sind. Auch im kom- 
nenden Jahre werden sie zäh die 
Zarterkämpften Erfolge verteidigen 
ınd beharrlich an der Vervollkomm- 
nung ihrer sozialen Errungenschaften 
weiterarbeiten. Gewillt, an der Ge- 
staltung unseres staatlichen und 
wirtschaftlichen Lebens mitzuarbei- 
‘en, werden sie aber ebenso alle Stö- 
rungsversuche, woher sie auch immer 
kommen mögen. zu unterhinden wis- 
sen. 
Gerade in der gegenwärtigen poli- 
:;ischen Situation erweist sich der SO- 
‚iale Fortschritt als das stärkste Boll- 
werk gegen die zersetzenden Tenden- 
zen des Kommunismus und eine» 
’ehlgeleiteten Sozialismus marxiali 
‚cher Prägung. 
Was in der Sowjetzone in den letz- 
ten Wochen vorgegangen ist. da; 
wird wohl erst dann in allen Einszel- 
heiten überschaubar sein. wenn alin- 
„Wir haben keine Wundermittel 
keine Tricks. um irgendwelche Pro- 
bleme zu lösen“, hat Eisenhower nach 
seiner Rückkehr von Korea erklärt. 
Seine Ausführungen weisen auf die 
Schwierigkeit hin, den „positiver 
und endgültigen Sieg“ zu erringen, 
„ohne daß man ernste Gefahr hiefe, 
dne Krieg auszuweiten‘. Der verant- 
wortliche Lenker der künftigen Ge- 
schicke einer Weltmacht ist sich vol} 
bewußt. daß von ihrer Entscheidung 
Krieg und Frieden wesentlich ab- 
hängen. Er vertraut bei der Lösung 
des koreanischen Konfliktes auf .‚ge- 
sunden Menschenverstand, Sorgfalt 
Weitblick und viel Geduld“. Er wil 
es also mit der schwierigen Politik 
des Ausgleichens und Ab: 
U 
) . . 
ı An der Jahreswende 
danken wir allen unseren Funktionären und Mitarbeitern für die 
im abgelaufenen Jahre geleistete wertvolle und daher auch erfolg- 
reiche Mitarbeit. Ihre Opferwilligkeit und ihr unermüdlicher Fleiß 
werden auch im kommenden Jahre unsere Bewegung vorwärts 
iragen zum Wohle unserer braven Bergleute und ihrer Familien. 
y Allen Mitgliedern, Freunden und Gönnern, sowie ihren Ange- 
hörigen wünschen wir von ganzem Herzen ein 
glückseliges neues Jahr! 
Vorstand und Hauptverwaltung 
der 
Gewerkschaft Christlicher Saarbergleute
	        

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