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Der Saarbergknappe (2 [1950])

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Bibliographic data

fullscreen: Der Saarbergknappe (2 [1950])

Newspaper

Persistent identifier:
186014473X
Title:
Der Saarbergknappe
Sub title:
Organ der Gewerkschaft Christlicher Saarbergleute
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
[Verlag nicht ermittelbar]
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Newspaper
Collection:
Periodicals
Mining
Year of publication:
1920
Erscheinungsverlauf:
1920 - 1960
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek

Volume

Persistent identifier:
186014473X_1950
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-689969
Title:
Der Saarbergknappe
Volume count:
2 [1950]
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Periodicals
Year of publication:
1950
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
76

Issue

Title:
Ausgabe vom Samstag, den 05. August 1950
Volume count:
8
Document type:
Newspaper
Structure type:
Issue
Year of publication:
1950-08-05
Digitised pages:
4

Contents

Table of contents

  • Der Saarbergknappe
  • Der Saarbergknappe (2 [1950])
  • Ausgabe vom Samstag, den 07. Januar 1950 (1)
  • Ausgabe vom Samstag, den 04. Februar 1950 (2)
  • Ausgabe vom Samstag, den 04. März 1950 (3)
  • Ausgabe vom Samstag, den 01. April 1950 (4)
  • Ausgabe vom Samstag, den 06. Mai 1950 (5)
  • Ausgabe vom Samstag, den 03. Juni 1950 (6)
  • Ausgabe vom Samstag, den 01. Juli 1950 (7)
  • Ausgabe vom Samstag, den 05. August 1950 (8)
  • Ausgabe vom Samstag, den 02. September 1950 (9)
  • Ausgabe vom Samstag, den 07. Oktober 1950 (10)
  • Ausgabe vom Samstag, den 04. November 1950 (11)
  • Ausgabe vom Samstag, den 02. Dezember 1950 (12)

Full text

5 [Er SdaNOEIAKNANNE 
— EN NEN EEE 
Nummer 8 
Stoppuhr und Einmanngedi 
® * e_. 
Kritisches zu Bedaux’ Rationalisierungssystem / Von Johann Klein 
Grundsätzliches zur Rationalisierung Behandlung dieser. Fragen versagen 
Die mangelbetonte Nachkriegs- müssen, I 
wirtschaft .. hat inzwischen ihre Das Bedaux-System in seinen 
Gleichgewichtslage, wenn auch Grundzügen 
lohn- ‚und preismäßig noch nicht Charles Bedaux- =— ‚wir zitieren 
völlig, erreicht — hierbei sprechen 'hn wörtlich — beschreibt sein Ra- 
noch andere gewichtige. Gründe Aonalisierungssystem | folgenderma- 
wie steuerliche, soziale, rüsitungs- zen: ; We 
wirtschaftliche. und währungspoli« „Das System Bedaux ist eine Zu- 
tische mit —.so doch nach der Pro- Se AAN vön Verfahren, 
duktions- und Verbrauchslage hin ic 15d Mnaen Von 
weiigehend wiedergefunden. Weiter 13CHeR nirasungen 
fortschreitend werden wir, wie es 
bereits da- und dort den Anschein 
hat, in eine Überschußlage kom. 
men, Der Höhepunkt der Nach- 
kriegskonjunkiur ist erreicht, wenn 
nicht der neuralgische Punkt „Ko- 
rea“ den Normalverlauf der derzei- 
tigen „friedlichen“ Weltwirf- 
schaft stört oder gar verändert. Das 
Kostenproblem ist wieder mehr in 
den Vordergrund betrieblicher und 
volkswirtschaftlicher Erwägungen 
gerüekt und läßt das Versorgungs- 
problem zurücktreten. Das Kosten- 
problem ist eine Zentralirage der 
Rationalisierung; denn Rationali- 
sierung heißt betriebliche Methoden 
ausfindig machen und anwenden 
mit denen Krafi- und damit Ko- 
stenersparnis oder aber bei gleich- 
bleibendem beirieblichen Aufwand 
enisprechende Mehreriräge  erziell 
werden. Die betriebliche und dar- 
über hinaus die volkswirtschaft- 
liche Rationalisierung ist auch für 
Jns in gewissen Grenzen notwendig 
und unumgänglich, ‚soll die freie 
Wettbewerbswirtschaft überhaupi 
ihren Sinn und ihren Wert behal- 
ten. Der technische Fortschritt je- 
doch darf sich nur innerhalb der 
sozialen, wirtschaftlichen und poli- 
tischen Gegebenheiten und Erfor- 
dernisse bewegen und entwickeln 
sonst erstarrt er zum Selbstzweck 
ind emanzipiert sich damit zum au- 
‘namen Selbstherrscher. 
in der augenblicklichen Über- 
Jangsphase unserer Wirtschaft, die 
durch die wiedergewonnene Tarif- 
freiheit neue Lohnvereinbarungen 
und betriebliche Umstellungen ge- 
xennzeichnet ist, ist das Thema Ra- 
tionalisierung für uns von beson- 
jerer Bedeutung. Sie wirft sehı 
%elfältige Fragen der betrieblichen 
Menschenführung, der individueller 
Arbeitspsychologie, der sozialen Si- 
therheit und des gerechten Entgelts 
Auf. Am Beispiel des Bedaux-Sy- 
stems, das lange erhebliche Gel- 
lung im Saarbergbau besaß und 
zum Teil auch heute. noch besitzt 
wollen wir einmal einige der für 
den Saarbergbau typischen Erschei- 
Aungsmerkmale — Stoppuhr- und 
Einmanngedinge — dieses praktisch 
angewandten Rationalisierungssv- 
Fk und ihre Auswirkungen auf- 
gen 
welches bestimmt ist, der Tech- 
nik in der natürlichen Anwen- 
dung von. Handarbeit, Maschinen, 
Rohstoffen und motorischen Kräf- 
ten. zu heifen. Es ist eingereiht in 
den. .Rahmen....aller  Rationalisie- 
rungssysteme, welche sich Taylo- 
rismus, Fayolismus und Stacha- 
Nowismus nennen.“ . ae 
‚Das :Bedaux-System..ist also ande- 
ren Rationalisierungssystemen, un- 
ter denen. auch der Bolschewismus 
bemerkenswerterweise mit seinem 
Stachanowsystem vertreten ist, nach 
Art, Zielsetzung und Methode ver- 
wandt. Bedaux nennt drei Arbeits- 
phasen für seine Methode der Ar- 
beitsberechnung und -Messung 
antsprechend der Gliederung seines 
Systems: 
lL. Messen der Arbeit (Vergütung 
und Leistung), 
2. Schätzung der Qualität der Ar- 
beit (Qualifizierung), 
3. Rechnerische Zusammenfassung 
(funktionelle Analyse). 
Er geht von der Feststellung aus, 
laß der Mensch sich die Materie 
lurch eine „Umstellung“ (Ar- 
»eit, d. V.) nutzbar macht. 
Hierzu wird in einer allgemeinen 
Betrachtung zu diesem System ge- 
sagt: „Diese Umstellung muß klug 
sein. Wir wissen, daß jede Umstel- 
'ung eine Kraft benötigt und eine 
Müdigkeig .(Kraftverbrauch, .d. V.} 
nach sich zieht. Diese Kraft wird 
in einer Zeit ausgeübt, welche man 
mnessen kann, in einem Rhyihmus 
der Takt, welchen man schätzen 
kann, und erzeugt im Organismus 
»ine relativ bekannte Müdigkeit. 
m klug zu sein, soll die Umstel- 
'ung unter bestimmten Bedingun- 
gen erfolgen, so daß das Ziel mit 
3inem Minimum an Anstrengungen 
ırreicht wird.“ 
Hiergegen wäre nichts einzuwen- 
len, im Gegenteil; denn eine be- 
stimmte Arbeit mit einem entspre- 
chenden Kraftaufwand müssen wir 
pflichtgemäß vollbringen. Wenn es 
aun auf Grund dieses Systems ge- 
länge, dasselbe Quantum an Arbeit, 
mit einem geringeren Kraftaufwand 
>ier mit demselben Kraftaufwand 
ein größeres Quantum an Arbeit zu 
erreichen, so wäre dies ein Fort- 
schritt, welcher dem Arbeitnehmer 
zum Vorteil gereichen würde, vor- 
ausgesetzt, daß er an der Frucht 
Jieser vermehrten Arbeitswerte teil- 
ıähme. 
Diese „kluge Umstellung“, wie in 
jer Systembetrachtung die ratio- 
nelle. Anwendung: .der - Arbeitskraft 
zenannt wird, soll. nach einer be- 
stimmten Methode erfolgen. Man 
irückt eine Länge in Metern. eine 
Temperatur in Graden, eine Span- 
aung in Volt aus, warum sollen wir 
nicht eine Einheit für die mensch- 
liche Arbeit suchen? Diese Gedan- 
ken liegen dem von Charles 
(Fortsetzung Seite 2 
Über ein Jahr dauerten die Aus- 
nandersetzungen uım das Gesetz 
iber die Bezahlung der gesetzlichen 
reiertage. Sie wurden ausgelöst 
lurch einen Gesetzesantrag des Ar- 
yeitsministers Kirn vom 1. Dezembe: 
‚948, welcher die Außerkraftsetzung 
ier bis dahin in Geltung gewesenen 
'‚eichsgesetzlichen. Vorschriften über 
lie Bezahlung der gesetzlichen 
Feiertage vorsah, so daß also ir 
Saarland fürderhin die gesetzlichen 
Feiertage nicht mehr bezahlt zu wer- 
len brauchten. 
Die Christlichen Gewerkschafter 
ı1aben sich mit aller Energie geger 
Jieses Gesetzesprojekt gewandt, unc 
»s war der Vorsitzende der ‘GCS 
Jans Ruffing, der in Sseinel 
Zigenschaft als Mitglied des Land 
ages über die CVP einen Gesetzes: 
segenvorschlag einbrachte, welche 
als Mindestforderung de 
2GS die Bezahlung von 6 Feier 
agen, wie dies das nunmehr ir 
<raft gesetzte Gesetz auch vorsieht 
‚um Ziel hatte. Der Wiederstanc 
ag vor allen Dingen bei der Arbeit- 
s‚eberseite, die immer wieder in: 
Teld führte, welch‘ untragbare Be 
astung das Gesetz für die Wirt- 
schaft mit sich bringen würde. Es 
var nicht zu verkennen, daß auch 
‚egierungsseits der ‚Gesetzes- 
antwurf Ruffing‘ keine große 
zegenliebe fand. So hat Arbeitsmi- 
ıister Kirn unterm 11. Mai 1949 
:#inen neuen Gesetzesentwurf lan. 
jert, welcher die Bezahlung der ir 
"rage stehenden gesetzlichen Feier- 
age zwar vorsah, jedoch unter deı 
3edingung, daß diese auf den ge- 
etzlichen Erholungsurlaub ange 
echnet werden würden. Also was 
nan vorne gegeben, hätte man hin- 
en genommen. Auf einen solchen 
’aulen Kompramiß konnten wir na- 
ürlich nicht eingehen. Als der 
Gesetzesantrag Ruffing‘ dann end: 
ich die Zustimmung des Landtag: 
‚and, war es der Hohe Kommisar 
ler wissen ließ, daß das Gesetz sein 
Tisum nicht erhalten würde, damif 
ılso praktisch nicht in Kraft lreter 
«önne. Sa manche Interessengruppt 
3ah zweifelsohne darin den beque 
nen Ausweg aus der ihr so unbe 
zuemen Situation. Mit dem Herzen 
war man nicht so recht dabei, ohne 
laß man es wagen durfte, das Ge- 
setz auch offen abzulehnen. Es be: 
Jurfte schon des Einsatzes stärkerer 
Mittel, um zum Ziel zu kommen 
Die Generalversammlung der GCS 
am 17. und 18. Juni 1950 hat ir 
ihrer allgemeineh Entschließung er 
neut und mit Nachdruck die In 
kraftsetzung des Gesetzes verlangt 
Als auch auf diesen Appell hir 
Stille blieb, sah sich die Verbands- 
beitung genötigt, die Anwendung 
jer letzten und stärksten gewerk- 
schaftlichen Mittel ins Auge zvU 
'’assen. 
So haben wir in der Juli-Nummer 
les „Saarbergknappen“ fest 
gestellt: 
;„... Wir glauben, daß die Zeil 
reif sein wird, durch eine ge 
schlossene Aktion aller Arbeit. 
nehmer an der Saar gleichvie' 
welcher Richtung, kundzutun 
daß wir in unserer gegenwärti-. 
gen Situation gar vieles und 
manches, aber nicht alles hin 
zunehmen Hereit sind.“ 
Es kann heute gesagt werden, daß 
nzwischen Verhandlungen zwischer 
Jeiden Gewerkschaften geführ‘ 
wurden mit dem Ziel, in einer ge- 
neinsamen Öffentlichen Kundge- 
bung für die Inkrafttretung des 
Gesetzes zu manifestieren, und wil 
jürfen weiter sagen, daß es bei die- 
ser Manifestation nicht gehliehe: 
väre. 
Ob die nunmehrige Inkraftsetzung 
les Gesetzes der besseren Einsich! 
der anderen naheliegenden Beweg- 
zründen entsprungen sein mag, isi 
'ür uns ohne Bedeutung. Wesentlich 
st das Ergebnis: 
Die gesetzlichen Feiertage werden 
bezahlt. A 
Wir dürfen mit voller+ Berechtl- 
zung hinzufügen: dank des nachhal 
tigen Einsatzes der Gewerkschaften, 
Dieser Erfolg sei uns Ansporn zu 
weiterer gemeinsamer Arbeit unter 
der Parole: 
„Mit der Gewerkschaft für den 
sozialen und wirtschaftlichen 
Fortschritt‘.
	        

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Der Saarbergknappe. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1950. Print.
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