SULB digital Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Der Saarbergknappe (3 [1922])

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Der Saarbergknappe (3 [1922])

Newspaper

Persistent identifier:
186014473X
Title:
Der Saarbergknappe
Sub title:
Organ der Gewerkschaft Christlicher Saarbergleute
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
[Verlag nicht ermittelbar]
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Newspaper
Collection:
Periodicals
Mining
Year of publication:
1920
Erscheinungsverlauf:
1920 - 1960
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek

Volume

Persistent identifier:
186014473X_1922
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-689766
Title:
Der Saarbergknappe
Volume count:
3 [1922]
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Periodicals
Year of publication:
1922
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
208

Issue

Title:
Ausgabe vom Samstag, den 19. August 1922
Volume count:
33
Document type:
Newspaper
Structure type:
Issue
Year of publication:
1922-08-19
Digitised pages:
4

Contents

Table of contents

  • Der Saarbergknappe
  • Der Saarbergknappe (3 [1922])
  • Inhaltsverzeichnis vom Samstag, den 07. Januar 1922
  • Ausgabe vom Samstag, den 07. Januar 1922 (1)
  • Ausgabe vom Samstag, den 14. Januar 1922 (2)
  • Ausgabe vom Samstag, den 21. Januar 1922 (3)
  • Ausgabe vom Samstag, den 28. Januar 1922 (4)
  • Ausgabe vom Samstag, den 04. Februar 1922 (5)
  • Ausgabe vom Samstag, den 11. Februar 1922 (6)
  • Ausgabe vom Samstag, den 18. Februar 1922 (7)
  • Ausgabe vom Samstag, den 25. Februar 1922 (8)
  • Ausgabe vom Samstag, den 04. März 1922 (9)
  • Ausgabe vom Samstag, den 11. März 1922 (10)
  • Ausgabe vom Samstag, den 18. März 1922 (11)
  • Ausgabe vom Samstag, den 25. März 1922 (12)
  • Ausgabe vom Samstag, den 01. April 1922 (13)
  • Ausgabe vom Samstag, den 08. April 1922 (14)
  • Ausgabe vom Samstag, den 15. April 1922 (15)
  • Ausgabe vom Samstag, den 22. April 1922 (16)
  • Ausgabe vom Samstag, den 29. April 1922 (17)
  • Ausgabe vom Samstag, den 06. Mai 1922 (18)
  • Ausgabe vom Samstag, den 13. Mai 1922 (19)
  • Ausgabe vom Samstag, den 20. Mai 1922 (20)
  • Ausgabe vom Samstag, den 27. Mai 1922 (21)
  • Ausgabe vom Samstag, den 03. Juni 1922 (22)
  • Ausgabe vom Samstag, den 10. Juni 1922 (23)
  • Ausgabe vom Samstag, den 17. Juni 1922 (24)
  • Ausgabe vom Samstag, den 24. Juni 1922 (25)
  • Ausgabe vom Samstag, den 01. Juli 1922 (26)
  • Ausgabe vom Samstag, den 08. Juli 1922 (27)
  • Ausgabe vom Samstag, den 15. Juli 1922 (28)
  • Ausgabe vom Samstag, den 22. Juli 1922 (29)
  • Ausgabe vom Samstag, den 29. Juli 1922 (30)
  • Ausgabe vom Samstag, den 05. August 1922 (31)
  • Ausgabe vom Samstag, den 12. August 1922 (32)
  • Ausgabe vom Samstag, den 19. August 1922 (33)
  • Ausgabe vom Samstag, den 26. August 1922 (34)
  • Ausgabe vom Samstag, den 02. September 1922 (35)
  • Ausgabe vom Samstag, den 09. September 1922 (36)
  • Ausgabe vom Samstag, den 16. September 1922 (37)
  • Ausgabe vom Samstag, den 23. September 1922 (38)
  • Ausgabe vom Samstag, den 30. September 1922 (39)
  • Ausgabe vom Samstag, den 07. Oktober 1922 (40)
  • Ausgabe vom Samstag, den 14. Oktober 1922 (41)
  • Ausgabe vom Samstag, den 21. Oktober 1922 (42)
  • Ausgabe vom Samstag, den 28. Oktober 1922 (43)
  • Ausgabe vom Samstag, den 04. November 1922 (44)
  • Ausgabe vom Samstag, den 11. November 1922 (45)
  • Ausgabe vom Samstag, den 18. November 1922 (46)
  • Ausgabe vom Samstag, den 25. November 1922 (47)
  • Ausgabe vom Samstag, den 02. Dezember 1922 (48)
  • Ausgabe vom Samstag, den 09. Dezember 1922 (49)
  • Ausgabe vom Samstag, den 16. Dezember 1922 (50)
  • Ausgabe vom Samstag, den 23. Dezember 1922 (51)
  • Ausgabe vom Samstag, den 30. Dezember 1922 (52)

Full text

Seite 4. Nr. b 
RNach dem preußischen Knappschaftsgeseßz E 87) 
müssen die Beiträge mit den anderen Einnahmen der 
Kasse so hoch sein, daß sie neben den sonstigen Ein 
nahmen ausreichen, um 
1. die gesetzliche und satzungsgemäße Ausgabe zru 
beden, 
2. einen Reserbefonds im Mindestbetrag der durch 
schnittlichen Jahresausgaben der letzten drei Jahre 
anzusammeln und erforderlichenfalls bis zu dieser 
Höhe zu ergänzen. Man wird diesen Reservefonde 
dguf etwa 20 Millionen Franken schätzen müssen. Et 
elang, diesen Reservefonds, solange die Finanzver 
nne der Krankenkasse günstig waren, auf etw 
bie Haͤlfte zu bringen. 
Diese Bestimmung ist zwingend. Das Oberbergam 
As Aufsichtsbehörde ist verpflichtet, darauf zu achten 
baß sie befolgt wird. Unterlaͤßt der Knappschaftsvereir 
die Durchführung derselben, hat das Oberbergamt die 
Beschlußfassung anzuordnen. Wohl steht dem Knapp- 
schaftsverein gegen einen solchen Beschluß das Recht 
der Beschwerde an das Landesversicherungßgamt zu 
sedoch wird sie im wesentlichen erfolglos sein. Das 
Oberbergamt hat sogar das Recht, eine sofortige Her 
Wsetzung der Leistungen anzuordnen. 
Diese unerfreuliche Lage der Krankenkasse wird der 
ameraden wohl zu denken geben. Sie müssen selbs 
mit tätig sein, um diesen Zustand überwinden zi— 
dan Wir verwiesen schon darauf, daß wohl die 
cöglichkeit besteht, daß Leute ohne Verantworlungs 
gefühl zu Unrecht die Krankenkasse belasten. Darauf 
müssen alle verantwortungsbewußten Kamerden in 
ihrem eignen Interesse achten helfen. Geschieht das 
nicht, dann wird so bald nicht auf eine Bessernng de 
Verhältnisse der Krankenkasse zu rechnen sein. 
Sitzung des Knappschaftsvorstandes des 
Saarbruücker Anappschaftsvereins 
vom 20. Auli 1922 
Die regelmäßigen Kassenrevisionen werden auf den WV. 
eines jeden Monats verlegt. Die Beschlüsse des Ausschusses 
vwr Bevatung von Argztfragen vom 28. Juni d. J. bezüg— 
ich der Honorarforderungen des Vereins der Saarbruͤcker 
Kenappschaftzärzte für das 1. und 2. Vierteljahr 1922 wer 
den bestätigt. Anschließend daran werden Anträge der Re 
vierärgzte auf Neuregelung der Pensionsfrage, der Strei 
chung der Ver!ragsbestimmung über Verpflichtung zur Be 
teiligung an der Familienfürsorge, der Witwenfuürsorge 
ein Antrag der Spezialärzte guf Neuregelung der 
ezüge derselben bekannt gegeben. Die Anträge werder 
dem Ausschuß zur Beratung von Argtfragen üherwiesen 
Bei dieser Gelegenheit regt ein Vorstandsältester die An 
stellung eines Speziglarztes für innere Krank 
heisten in einem der Knappschaftskrankenhäuser an, der 
ianeig neben dem Chefarzte fungieren solle, da sämt— 
iche 4 Chefärzte Chirurgen seien. (Diese Anregung iff 
nicht mehr neu, war aber dringend notwendig. Der Saar— 
brücker Knappschaftsverein kommt an der Schaffung eine! 
Abteilung für innere Krankheiten bei einem Kranken 
hause nicht vorbei.) 
Gegen die Kapitalanlage in Frankreich äußerte ein Vor 
standsältester Bedenken, da bei der Rückforderung der an 
gelegten Gelder Schwierigkeitben entstehen könnten. Dem 
ee erklärt der Vorsitzende des Knappschaftsvorstan⸗ 
es, daß diese Schwierigkeiten ausgeschlossen seien, da sich 
die Wertpopiere in Händen des Knappschaftsvereins be— 
änden. (Die Bedenken, die der Vorstandsälteste geäußer! 
zat, werden von allen Vertretern der Knawvschaftsmitglie 
»er geteilt.) 
Dem Wohnungswauverband für das Saargebiet wird 
ein kurzfristiges Darlehen von einer Million Franken zu 
58 pProzent Zinsen und rückzahlbar nach einem halben 
Jahr angeboten. Die Knappfchaftsverwaltung gibt dem 
Vorstand von dem Erlaß von Verordnungen der Regie 
rungskommission über Anlegung der Vermögen der Ver— 
sicherungsträger im Saargediet, der Festseßzüng von Ver— 
sicherungspflichtgrenzen in der Kranken-, Invaliden⸗ und 
Unfallversicherung, der Einführung der Gesetze über Ver— 
sicherungspflicht in der Krankenwersicherung, über Wochen- 
hilfe, über vorläufige Umgestaltung der Anaeitellbenbver⸗ 
sicherung Kenninis 
Ferner wird dem Vorstand mitgeteilt, daß die beiden 
Berçgarbeiterverbände die Gewährung einer Teuerungszu⸗ 
lage für die Pensionsempfänger aus Penfionslasse B(An⸗ 
gestelltenabteilung) und die Aufbringung der Mittel dafür 
im Umlageverfahren beantragten. Der Vorsitzende des 
senappschaftsvorstandes erwidert, daß der Arbeitgeber bis 
zur grundsätzlichen Regelung der Angelegenheit den Pen— 
shontgsenempsangern die Ird Pensionen nur aus asse 
und daher nur in Mark erhalten. auch weiterbin die Ar— 
beitgeberzulage gewähre. 
Auf die ungünstige Lage der Ktrankenkasse weist die Ver⸗ 
waltung derselben erneut hin und hält eine Erhöhung“ 
Beiträge für dringend notwendig. Der Vorsitende æg 
senappschaftsvorstandes glaubt eine Beitragserhöhung nicht 
befürworten zu können, da diese dem Interesse der wirl 
lich Kranben widerspräche. Die gegenwärtigen Beiträg 
würden bereits die anderer Kassen übersteigen. Der Arbeit 
geber hätte den Beiträgen in jetziger Formi nur mit Rück 
sicht auf die Notwendigkeit der Bildung des Reservefonds 
zugest nimt. Sobold der Reservefonds die gesetzliche Höhe 
erreicht hätte, sollten die Beiträge abgebaut werden. Es 
bliebe jeßt nur ein Abbau der Leistungen 
der Krankenkasse übrig. Dieser Erklärung wider⸗ 
spricht ein Vorstandsaltester und weist darguf hin. daß der 
neue Arbeitgeber im Gegensatz zu dem früheven Arbeit⸗ 
heber es eblehne, schonungsbeduͤrftigen Kranken leichte Ar⸗ 
beit über Tage zuauweisen. Hierdurch seien bie Kranken 
nielrach genöliat. wider ibren Willen noch länger als un 
Samkag, bden 10. August 1022. 
— — — — ——— ——— — 
bedingt notwendig krank zu feiern. Diese Ausführungen! 
werden von einem anderen Vorstandsältesten unterstuͤtzi A st 
—— — Von den Arbeitsftätten 
e für jede Seite beantragt. r Bitte an den Arbeit 
gebetden schonungsbedurftegen Arbeitern ieichte Arden der Kameraden 
wer Tage zuzuweisen, wird entgegengehalten, daß dat 
aus betriebstechnischen Gründen unmöglich sei. 
Der Herr Vorsitzende weist auf einen kürzlich erschiene 
nen Zeilungsartikel hin, der direlt einen ent zum Miß 
brauch der Krankenkasse bedeute. (Gemeint ist wohl der 
Artikel in Nr. 26 unseres Saar-Bergknappen, der die Be— 
lastung der Krankenkasse auch auf andere Ursachen als auf 
die e Krankheitsziffer zurückführt. Verständlich ist 
daß diese unwiderlegbaren Tatsachen unangenehm sind 
zumal ein Vorwurf gegen die Saarregierung in dem Ar— 
tikel enthalten ist. (Diese „Mißbilligung“ kann uns dber 
nicht abhalten, das zu schreiben, was wahr ist.) Der Vor 
ibende des Knappfchaflavorftandes hält weller die Les 
tungen der Krankenkasse für zu hoch und einen Abbau für 
unbedingt notwendig. Er fragt den anwesenden ober 
ergamtlichen Komnissar, wie sich die Aufsichtsbehörde zur 
„Krankheit“ der Krankenkasse stelle. Dessen Rezept ist ein 
fach: Erhöhung der Beiträge oder Abbau der Leistungen 
Die Knappschaftsverwaltung riet von einem Abbau der 
Leistungen ab und weist darauf hin, „daß nicht allein die 
hohe Krankengeldausgabe, sondern auch die zur Zeit not 
wendigen außerordentlichen sonstigen Ausgaben 
der Krankenkasse deren Lage ungünstig beeinflussen. 
Nach weiterer Debatte, nd über Erhöhung der Bei 
träge, wird die Angelegenheit dem ——— * über⸗ 
wiesen, der unter Zuziehung des Ausschusses von 9 Knapp 
schaftsältesten die Verhältnisse der Kranlkenkasse unter 
suchen und ein Gutachten abgeben soll. 
Anerkennungsgebühren wurden in 2 Fällen nochträg 
lich angenommen und 2 Fälle abgelehnt. 
Die in der Familienkrankenfürsorge für Arzlkoften z. 
erstattenden Beträge werdem vom 1. Juli d. J. ahb von 
10 Mark gauf 40 bezw. von b auf 20 Mark und die Kosten 
ür Medikamente usw. von 2,650 auf b Mark täglich erhöht 
Das Erstattungsrecht stützt sich auf ßZ a des 8. Nach 
rages zur x vom I. Okltober 1920, wo⸗ 
nach der Knaposchaftsverein bei Inanspruchnahme eines 
Facharztes bur Auͤgen⸗, Nasen-⸗ Ohren⸗, Haut⸗ und Ge⸗ 
schlechtskransheiten oder Aufnahme in ein Knappschafts⸗ 
oder sonstiges Krankenhaus, wenn die Behandlung bezw 
die Ueberweisung guf Anordnung des behandelnden Fami⸗ 
lienarztes unter Zustimmung der rpeeeieze 
erfolgi. die Hälfte der entstandenen Verpflegungs⸗, Be⸗ 
handlungs⸗ und Operationskosten gahlt.) 
Beim Arbeitgeber soll angeregt werden, daß den Aelte 
sten durch entsprechende Beucgung ihrer Schicht besser 
Ooͤglichkeit zur Erledigung ihrer Knappschaftsge schäfte ge 
zeben werde. 
Gruͤbe Von der Heydt, Steinbachstollen. Bezüglict 
Dauer der Schichtzeit in dem Steinbachstollen 
ergeht aus den Kreisen der dortigen Kameraden eine 
Anfrage, die wie folgt zu beantworten ift. Bei der 
Schaffung des Manteltarifes wurde bezüglich: der 
Arbeitszeit für die Arbeitsstätten, die durch Stollen 
eingänge betreten werden, in 83 Absatz 2 nachstehend⸗ 
Fassung vereinbart: 
„Bei der durch Stollen einfahrenden unterirdischen 
Belegschaften finden die Bestimmungen über die Ar— 
beitszeit der mittels Förderkorb einfahrenden Beleg 
schaften sinngemäße Anwendung, d. h. die 75stündige 
Arbeitszeit rechnet vom Betreten des Stollens bis 
zum Verlassen desselben.“ 
Aus dieser Fassung geht zweifelsfrei hervor, daß 
in den Betrieben mit Stolleneingängen die Ar« 
beitszeit genau die gleiche ist, wie in 
den Gruben mit Schachteinfahrt. 
Grube Friedrichsthal. Der Steiger H. der Abtel⸗ 
lung 15 entpuppt sich immer mehr als tüchtiger 
Schläger. Derselbe glaubt wohl, weil wir im Beit— 
alter des Boxkampfes lebten, müßte er sich auch sei— 
ner Abtetlung als wilder Boxer vorführen. Schon 
in drei Fällen hat er sich Schleppern gegenüber in 
seiner Borxkunst gezeigt. Im ersten Falle ist es ihm 
edoch sehr übel bekommen. Der Schlepper mußte 
sich einen Krankenschein nehmen und der Steiger 
die ausgefallenen Schichten bezahlen. So ist es 
recht. Aber das darf nicht der Weisheit letzter Schluß 
sein! Die Verwaltung hat die Pflicht, sich diesen 
Boxrer mal gut vorzunehmen und ihm sein Handwert 
gruͤndlich zu verderben. Sollte da nämlich keine 
enderung erfolgen, könnte der Borkampf schließlich 
mal umgekehrt qusgehen. 
Tongruben Hettenleidelhein und Lautersheim. Der 
Bericht der Vergbaubehörde für das Jahr 1021 bezeichne 
die Betriebs⸗ und Absatzverhältnisse der Tongruben im letz 
ten Jahre als sehr zufriedenstellend. Derselbe stellt sick 
dadurch in Gegensatz zu dem Bericht der eingelnen Unter— 
nehmer, den diese den —— bei Lohn⸗ 
forderungen vorgetragen haben. rade im Jahre 1921 
wurde fast jeder Forderung der Arbeiter nach Verbesse— 
rung des Lohn⸗ und Arbeilsverhältnisses von Seiten der 
Firmen der schärfste Widerstand entgegengesetzt. Die Ge— 
chãftslage wurde als sehr ungünstig begeichnet. Wegen 
leiner Jorderungen mußle sogar der Schlichtungsausschuf 
angerufen werden. 
Belegschaft, Produktion und Verkaufswert haben sich inm 
Jahr 1921 gegenüber dem Vorjahre wie folgt entwichelt 
1920 Arbeiter 328 gefördert 148 646 Tonnen 
Wert 10 282 No M 
1921 Arbeiter 342 gefördert 171 241 Tonnen 
Wert 13300 975 4 
Die Produktion verteilt sich auf den einzelnen Kamie—⸗ 
raden: 
m Jahre 1900 pro Kopf 437,93 Tonnen, 
Wert der einzelnen Tonne 71 4 
m Jahre 1921 pro Kopf 500,11 Tonnen, 
Wert der einzelnen Tonne 78 4 
Die Förderleistung ist, guf den einzelnen Arbeiter ge— 
rechnet, wesentlich gestiegen. Wenn auch ein Teil der 
Mehrförderung auf verbesserte technische Hilfsmittel zu⸗ 
vuückgeführt werden muß, so ist der größte Anteil doch dem 
Flei umd der Tüchtigkeit der Arbeiter zuzuschreiben. Der 
berhaͤltnismäßig geringe Mehrerlös, der auf die einzelne 
Tonne berechnet, noch nicht 10 A ausmacht, be vechtigt zu 
lebhaftem Zweifel an der Richtigkeit der im Bericht ver⸗ 
zeichneten Zahlen. Wenn man bedenkt, daß eine Rerihe 
Firmen Absatz nach dem Auslande haben und das Pro— 
dukt in ausländischer Währung beaablt werden muse is 
dieser Zweifel begründet. 
Mehr als es Worte tun können, spricht das Verfahver 
von ungemein viel Ueberschichten für die ungenügende 
Lohngahlung. Im Eisenberger Tongrubenbegirk verfuhrert 
eiter 1008 Ueberschichten. Es bleibt noch erheblich 
— — Lohn⸗ und Ar— 
beilsverhältnis einigermaken aufriedenftellend ausde 
Viu it 
Aus dem Lothringer 
Kohlengebiet 
1 
Deputatkohlenbezug 
Die im Saargebiet und in der Pfalz wohnenden 
dameraden der Lothringer Gruben haben wegen dewn 
Bezug ihrer Deputatkohlen große Schwierigkeiten 
Außerdem sind erhebliche Fracht und Transportsätze 
zu zahlen. Nicht selten wohnt ein Kamerad aber in der 
Nähe einer der Saargruben. Schon seit längerer Zei 
ist deshalb von diesen Arbeitern der Wunsch geäußer 
worden, die Bergwerksdirelktion möchte mit den VLoth— 
ringer Gruben Vereinbarungen treffen, damit die De 
putatkohlen auf einer in der Nähe des Wohnortes 
liegenden Saargrube abgeholt werden könnten. Der 
Gewerkverein christlicher Bergarbeiter hatte sich des 
halb vor einigen Wochen im Auftrage dieser Kame 
raden an das Generalsekretariat der Regierungskom 
mission gewandt, um mit dessen Hilfe den Wunsch der 
Erfüllung näher zu bringen. Von dem Oberbergam 
der Regierungskommission geht uns nunmehr die nach 
stehende Antwort zu: 
In Verfolg Ihres Schreibens vom 16. Juni 192* 
an das Generalsekretariat der Regierungskommis 
sion des Saargebietes, haben wir uns ins Einver— 
nehmen gesetzt mit der französischen Grubenverwal—. 
tung des Saargebietes, damit die im Saargebie 
wohnenden Arbeiter, welche auf lothringischen Gru— 
hen beschäftigt sind, die ihnen dort zustehenden De— 
»utatkohlen bei einer der Gruben des Saargebietes 
ꝛmpfangen können. 
Tie Administration des Mines Domaniales Fran 
caises hat dahin geantwortet, daß es ihr auf Grund 
erheblicher Schwierigkeiten nicht möglich schein 
Ibrem Antrag stattzugeben. 
Das Oberbergamt 
gez. Unterschrift. 
Tauschmann. Josef Ressch aus Gennweiler, Illinger 
stratze 28, Lehrbauer 2. Klasse, sucht Tauschmann zur Ver— 
legung von Grube Helene, Oftschacht, nach Grube Gõöttel⸗ 
born. Meldungen bei dem Kameraden oder der Redaktion 
Die Bergwerksdirektion der Saargruben glaubt, in 
Anbetracht der vielen Schwierigkeiten den Wunsch nich 
erfüllen zu können. Trotzdem sind wir mit den Ka 
meraden der Ansicht, daß die Möglichkeit gegeben isl 
die Angelegenheit in der notwendigen Weise zu erle 
digen. Die Ausgaben dieser Kameraden sind so enorm 
daß die Verwaltungen der Lothringer Gruben mit ein 
Interesse an einer baldigen Regelung haben müssen 
E8 wäre daher dringend notwendig, wenn sie mit der 
Saargrubenverwaltung baldigst in Verbindumg träte 
um eine Regelung nach Wunsch der betreffenden Ka— 
meraden herbeizuführen. 
Bekanntmachung 
Der 3. Wochenbeitrag (Woche vom 13. bis 19. Auaust 
At zu dieser Woche fällig. 
— AÖno 
Für die Redaktion verantwortl.: Peter Kiefer. Saarbrüden 
Druck der Saarbrücker Druckerei und Verlag A⸗-G. 
Saarbrücken. 
Verl. des Gewerlobereins christl. Beraarbeiler Deulschian
	        

Cite and reuse

Cite and reuse

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF DFG-Viewer OPAC
TOC

Issue

PDF RIS

Image

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Issue

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Image

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Der Saarbergknappe. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1922. Print.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.

Diese Website benutzt Cookies, die für den technischen Betrieb der Website erforderlich sind.