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1883 (0001)

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Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: 1883 (0001)

Periodical

Persistent identifier:
1850555842
Title:
Bericht über die augenärztliche Behandlung der Mitglieder des Saarbrücker Knappschaftsvereins
Shelfmark:
Z 57-2414
ZDB-ID:
ZDB Icon3160482-1
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
[Verlag nicht ermittelbar]
Document type:
Periodical
Collection:
Economy
Erscheinungsverlauf:
1883 -
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
1850555842_1883
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-692862
Title:
1883
Volume count:
0001
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Economy
Year of publication:
1883
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
30

Chapter

Title:
Bemerkungen und Krankengeschichten.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
3

Contents

Table of contents

  • Bericht über die augenärztliche Behandlung der Mitglieder des Saarbrücker Knappschaftsvereins
  • 1883 (0001)
  • Cover
  • Title page
  • Preface
  • I. Knappschaftsverein.
  • II. Krankenunterstützungskasse.
  • III, Invaliden.
  • Statistik der einzelnen Krankheitsformen.
  • Bemerkungen und Krankengeschichten.
  • Cover

Full text

Bemerkungen und Krankengeschichten. 
Es liegt in der Art der Beschäftigung der Bergleute begründet, daß die Zahl der beobachteten 
Bindehautaffektionen eine verhältnißmäßig so große ist; dabei ist zu herücksichtigen, daß in dieser Zahl 
die in Begleitung oder als Folge von Verletzungen des Augapfels auftretenden Bindehautaffektionen 
nicht enthalten sind, daß ferner viele Fälle leichterer Art gar nicht zur Kenntniß des Arztes gelangen, 
endlich nicht wenige von den Revierärzten behandelt werden. 
Die am häufigsten beobachtete Form der Bindehanterkrankungen ist der einfache akute oder chronische 
Katarrh. Indeß nur in vereinzelten Fällen verschuldete derselbe eine längere Arbeitsunfähigkeit; die 
meisten Fälle gelangten bei der üblichen Behandlungsmethode zu schneller Heilung oder die Heilung 
wurde doch so weit geführt, daß die Arbeit wieder aufgenommen werden konnte. Von um so ein— 
schneidenderer Bedeutung ist die granulöse oder ägyptische Bindehautentzündung, die unter den Knapp— 
schaftsgenossen und deren Familien in einer Weise verbreitet ist, welche die größte Beachtung verdient. 
Die Bedeutung derselben für die Kranken sowohl, wie für die Knappschaftskasse wird schlagend bewiesen 
durch den Umstand, daß von der Gesammtzahl der Behandlungstage im ganzen Revier (nämlich 
6354 Tage) 1508 Tage auf die granulöse Entzündung entfallen, also fast der vierte Theil! Damit 
ist aber die wirkliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit nicht gegeben; in den meisten Fällen recidivirt der 
Krankheitsprozeß in größeren oder kleineren Intervallen, sodaß es oft genug vorkommt, daß die an 
granulosa Erkrankten lange Zeit hindurch jedes Jahr eine gewisse Zeit arbeitsunfähig sind, bis dann 
schließlich die Krankheit resp. deren Folgezustände die Invalidisirung bedingen. 
Leider leistet auch die sorgfältigste Behandlung in manchen Fällen nicht die gewünschten Dienste. 
In der großen Mehrzahl der Fälle wird eine wirkliche definitive Heilung nicht erzielt. Häufig sind 
es äußere Gründe, welche den Kranken abhalten, die Kur lange genug fortzusetzen. Ist der Prozeß 
einigermaßen zur Ruhe gekommen, so treibt die Noth zur Arbeit und die mit letzterer verknüpften 
Schädlichkeiten werden ihrerseits zur Ursache neuer Verschlimmerungen. Oft genug kommt es auch 
vor, daß erst dann Hülfe gesucht wird, wenn die Krankheit eine bedeutende Höhe erreicht und das 
Sehvermögen bereits durch konsekutive Hornhautaffektionen gelitten hat. 
Es ist unglaublich, wie weit die Indolenz mancher Kranken geht, bis zu welchem Grade die 
Krankheit gediehen sein muß, bis Hülfe nachgesucht wird, oft genug erst dann, wenn, nachdem das eine 
Auge schon lange Zeit schwachsichtig war, auch das andere aufängt, sich zu verschlechtern. 
Es darf nicht unerwähnt bleiben, daß die Krankheit oft lange Zeit hindurch sehr geringe Be— 
schwerden macht, zuweilen gar keine, sodaß auch aus diesem Grunde die Kranken nicht in Behandlung 
treten. Allein auch in den Fällen, in welchen frühzeitig eine sachgemäße Behandlung eingeleitet und 
durchgeführt wird, beansprucht die Heilung in der weitaus großen Mehrzahl der Fälle dennoch Monate. 
Auch das mit Enthusiasmus aufgenommene, von de Wecker in Paris in der jüngsten Zeit in die 
augenärztliche Praxis eingeführte Jequirity hat an dieser Thatsache nichts zu ändern vermocht. Gerade 
diejenigen Fälle, in welchen das Jequiritz sich ohne Widerspruch als wirksam erweist, sind immer 
solche, welche lange Zeit bestanden und bereits zu einer bedeutenden Schädigung des Sehvermögens 
zeführt haben. 
Von der größten Bedeutung ist dann endlich die Thatsache, daß die granulöse Augenentzündung 
in hohem Grade ansteckend ist. Fälle, in denen sämmtliche Familienmitglieder mit der Krankheit 
behaftet sind, sind durchaus nicht selten. Diese Seite der Krankheit ist es, welche bis jetzt nicht die
	        

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1883. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1883. Print.
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