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1914 (0002)

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Bibliographic data

fullscreen: 1914 (0002)

Periodical

Persistent identifier:
1814750282
Title:
Südwestdeutschland
Sub title:
amtliche Zeitschrift des Südwestdeutschen Verkehrsverbandes Saar, Blies und Nahe und des Verkehrsvereins Saarbrücken
Shelfmark:
4 Z 2110
ZDB-ID:
ZDB Icon3132728-X
Place of publication:
Saarbrücken
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Erscheinungsverlauf:
1913 - 1914
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
1814750282_1914
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-692899
Title:
1914
Volume count:
0002
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Periodicals
Year of publication:
1914
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
219

Chapter

Title:
März.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
32

Chapter

Title:
Saarbrücken 100 Jahre Preußisch.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
3

Contents

Table of contents

  • Südwestdeutschland
  • 1914 (0002)
  • Cover
  • Januar.
  • Februar.
  • März.
  • Die Naturdenkmalpflege unter Berücksichtigung der Verhältnisse in Südwestdeutschland. Von Dr. Britten.
  • Die Zünfte in Saarbrücken. Von Professor Ruppersberg.
  • Stadtbaukunst in alter und neuer Zeit unter Einbeziehung einiger Saarbrücker Beispiele. Von Stadtarchitekt Leiber.
  • Das mundartliche Leben des Saarbrücker Landes im Spiegel der Sprichwörter und Redensarten. Von Ludwig Blatter.
  • Saarbrücken 100 Jahre Preußisch.
  • April.
  • Mai.
  • Juni.
  • Juli.
  • Cover

Full text

Beite 174 
Suũdwestdeutschland 
Roækockx Nr. 9 
fahre Preußisch. 
Saarbriicken 100 
or hundert Jahren ging durch Städte und Gemeinden im 
D ein tiefes Sehnen. Ein Sehnen nach Freiheit 
vom französischen Joch. War doch schon für das übrige 
Deutschland das Jahr 1813 das Befreiungsjahr gewesen, und während 
die übrigen rechtsrheinischen Teile unseres Vaterlandes in Freude 
und Jubel sich ergingen, mußte Saarbrücken mit seiner bis ins Mark 
deutsch gesinnten Bevölkerung unter den Schikanen einer französischen 
Verwaltung weiter leiden. 
Welche Gefühle mögen wohl die herzen der Männer, die niemals 
französisch empfinden konnten, bewegt haben, wenn sie hören und 
sehen mußten wie das übrige Deutschland die Befreiung allenthalben 
feierte. Da war es wohl der richtige Ausdruck des Volksempfindens, 
das der Dichter mit ergreifenden Worten schilderte: 
NAn der Brück' an der Baor 
In Gedanken mein 
Stand ich und hört' alldar 
Singen ein Dögelein. 
Das sang so traurig gar. 
O armes Pögelein 
An der Brück' an der Saar.“ 
„Der letzte Fürst in der Verbannung gestorben. Von Deutschland 
losgelöst. Der Willkür der französischen Beamten ausgeliefert. In den 
Städten heftige Kämpfe zwischen der deutschen und französischen Partei. 
So waren die Zustände in Saarbrücken um die Mitte des Jahres 1815. 
Da traten Männer furchtlos mit ihrer deutschen Gesinnung und 
Offenheit hervor, um Saarbrücken vor dem völligen Untergang seines 
Deutschtums zu bewahren. 
Der Berghauptmann Böcking und UKaufmann Fauth unter— 
nahmen die Schritte, um Saarbrücken wieder zu Deutschland zu 
bringen, um es mit Preußen zu vereinigen. 
So schrieb Böcking am 10. Juli 1815, — wie Professer Kuppersberg 
in der Wartburg mitteilt — an Gruner: „Während ganz Europa jubelt 
sind wir in Trauer versunken. 
Vergebens flehen wir bis 
jetzt um Rettung; bleibt sie 
noch lange aus, so werden 
20 000 der wärmsten, auf— 
richtigsten Deutschen ein 
Opfer der französischen Wut 
und Ränke.“ 
Es traf sich glücklich, daß 
an demselben 10. Juli der 
preußische Staatskanzler 
Fürst Hardenberg mit dem 
mainister Wilhelm v. hHum— 
boldt auf der Reise nach 
Paris in Saarbrücken eintraf. 
Eine Abordnung von 
Saarbrücker Bürgern suchte 
eine Audienz bei dem Fürsten 
hardenberg nach und über— 
reichte ihm eine Adresse, in 
der sie ihn baten, ihre un— 
glückliche Stadt in Schutz 
zu nehmen und die den 
Preußen durch Sitten und 
Sprache, Religion und Ge— 
sinnung so nahe verwandten 
Saarbrücker der Gnade seines 
Uönigs zu empfehlen. Die 
Sprecher der Abordnung, 
Böcking und der Kaufmann 
Fauth, sprachen dem Fürsten 
den Wunsch der Sgarbrücker 
Bevölkerung aus, mit Deutsch— 
land und zwar mit Preußen 
vereinigt zu werden, indem 
sie auf den Vorteil hinwiesen, 
der die reichen Kohlengruben 
des CLandes dem preußischen 
Staate bringen könnten. 
Preußen war ja seit dem 
Wiener Kongreß durch die 
Erwerbung des Erzbistums 
Trier Grenznachbar von 
zaarbrücken geworden. Der Sürst versprach den Bürgern seinen Einfluß 
ür die Erfüllung ihrer Wünsche einzusetzen und erntete den lebhaften 
dank der Bürger, der sich durch Bekränzung der häuser, jubelnde Um— 
züge, Absingen vaterländischer Lieder u. Beleuchtung der Stadt kundgab. 
Am folgenden Tage fand eine Bürgerversammlung statt, in der 
343 Bürger, meist dem handwerkerstande angehörend, gelobten, mit 
illen Mitteln für die Lostrennung von Frankreich und die Wieder— 
dereinigung mit Deutschland zu wirken und alles zu tun, was den 
Umständen nach von ihnen gefordert werden würde. 
Unter dem Eindruck dieser Ereignisse, die eine gewaltige Auf— 
regung in der Bürgerschaft hervorgerufen, flüchtete der französische 
Naire nach Nancy und es wurde nun auf Befehl des Generalgou— 
verneurs eine deutschgesinnte Stadtbehörde und Stadtrat eingesetzt. 
NRieser faßte am 27. Juli den Beschluß, den Kaufmann Böcking und 
dotar CLauckhard als Abgeordnete an die hohen verbündeten Mo— 
iarchen nach Paris zu senden, num diesen die Gesinnungen und 
Vünsche der Bewohner von Saarbrücken kund zu geben. Und trotz 
nannigfacher Gegenarbeit erreichten diese beiden Männer besonders 
)urch die Unterstützung der preußischen Generale und Staatsmänner 
hren Sweck! Im zweiten Pariser Frieden wurden Saarbrücken, 
saarlouis und CLandau von Frankreich an Deutschland abgetreten. 
Am 17. Oktober kehrten die beiden Abgeordneten mit der frohen 
Aunde von Paris zurück und wurden mit begeisterten Jubelrufen 
oon der Bürgerschaft empfangen. Ein Gedicht aus jener Seit schließt 
mnit den Versen: „Daoterland, Daterland, sind wir denn dein? 
Lunge warst du uns verloren. 
Konnten wir gallische Okloven sein, 
deutsche, zur freiheit geboren? 
Ziehet die Schwerter und schwinget sie hoch! 
Ehre den Münnern, die kommen! 
Jubelt! Das eiserne Sklovenjoch 
Ist uns vom Nacken genommen!“ 
Am folgenden Tage, dem 
Hedenktage der Leipziger 
sschlacht, loderten Freuden— 
feuer gen Hhimmel, obwohl 
die fremden Beamten im 
cande schalteten, und am 
26. November wurde har— 
denberg bei der Rückreise 
als Retter des Landes be— 
grüßt. So hatte der gesunde 
deutsche Bürgersinn unser 
dand der Fremdherrschaft 
entrissen. 
So gilt es nun im nächsten 
Jahre, dieser Männer und 
hrer Taten in besonders 
vürdiger Weise zu gedenken. 
Die Stadt Saarbrücken 
rüstet jetzt schon, um diese 
denkwürdigen Tage in feier— 
icher Weise zu begehen. 
Zum Gedächtnis an jene 
Zeit sind festliche Veran— 
taltungen in Aussicht ge— 
niommen. Gemeinsam mit 
derschiedenen Ausschüssen 
hereitet die Stadtverwaltung 
eine würdige Feier vor, die 
voraussichtlich im August 
1915 stattfinden wird. Die 
Feierlichkeiten sollen aus 
einem Festzug und einem 
iich daran anschließenden 
Dolksfest mit turnerischen 
und sportlichen Veranstal— 
tungen bestehen. Außerdem 
ist die Aufführnng eines 
historischen Festspiels ge— 
plant. Beabsichtigt wird 
ferner die Errichtung eines 
Jahrhundert-Denkmals, mit 
besonderer Chrung des um 
die Vereinigunq mit Preußen 
fürst Ludwid von Nassnu-Souorbrücken
	        

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1914. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1914. Print.
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