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Der Bergmannsfreund (41.1911)

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Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Der Bergmannsfreund (41.1911)

Newspaper

Persistent identifier:
1776444434
Title:
Saar-Zeitung
Sub title:
Tageszeitung für d. Kreis Saarlouis ; SZS
Place of publication:
Saarlouis
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Newspaper
Collection:
Periodicals
Year of publication:
1875
Erscheinungsverlauf:
1875 - 1975
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek

Volume

Persistent identifier:
1776444434_1922
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-688485
Title:
Saar-Zeitung
Shelfmark:
gr. 2° Z 60
Volume count:
51
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Periodicals
Year of publication:
1922
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
1224

Issue

Title:
Ausgabe vom Mittwoch, den 26. April 1922
Volume count:
92
Document type:
Newspaper
Structure type:
Issue
Year of publication:
1922-04-26
Digitised pages:
4

Contents

Table of contents

  • Der Bergmannsfreund
  • Der Bergmannsfreund (41.1911)
  • Titelblatt vom Dienstag, 3. Januar 1911 (0)
  • Inhaltsverzeichnis vom Dienstag, 3. Januar 1911 (0)
  • Ausgabe vom Dienstag, 3. Januar 1911 (1)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 5. Januar 1911 (2)
  • Ausgabe vom Samstag, 7. Januar 1911 (3)
  • Ausgabe vom Dienstag, 10. Januar 1911 (4)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 12. Januar 1911 (5)
  • Ausgabe vom Samstag, 14. Januar 1911 (6)
  • Ausgabe vom Dienstag, 17. Januar 1911 (7)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 19. Januar 1911 (8)
  • Ausgabe vom Samstag, 21. Januar 1911 (9)
  • Ausgabe vom Dienstag, 24. Januar 1911 (10)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 26. Januar 1911 (11)
  • Ausgabe vom Samstag, 28. Januar 1911 (12)
  • Ausgabe vom Dienstag, 31. Januar 1911 (13)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 2. Februar 1911 (14)
  • Ausgabe vom Samstag, 4. Februar 1911 (15)
  • Ausgabe vom Dienstag, 7. Februar 1911 (16)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 9. Februar 1911 (17)
  • Ausgabe vom Samstag, 11. Februar 1911 (18)
  • Ausgabe vom Dienstag, 14. Februar 1911 (19)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 16. Februar 1911 (20)
  • Ausgabe vom Samstag, 18. Februar 1911 (21)
  • Ausgabe vom Dienstag, 21. Februar 1911 (22)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 23. Februar 1911 (23)
  • Ausgabe vom Samstag, 25. Februar 1911 (24)
  • Ausgabe vom Dienstag, 28. Februar 1911 (25)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 2. März 1911 (26)
    Ausgabe vom Donnerstag, 2. März 1911 (26)
  • Ausgabe vom Samstag, 4. März 1911 (27)
  • Ausgabe vom Dienstag, 7. März 1911 (28)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 9. März 1911 (29)
  • Ausgabe vom Samstag, 11. März 1911 (30)
  • Ausgabe vom Dienstag, 14. März 1911 (31)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 16. März 1911 (32)
  • Ausgabe vom Samstag, 18. März 1911 (33)
  • Ausgabe vom Dienstag, 21. März 1911 (34)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 23. März 1911 (35)
  • Ausgabe vom Samstag, 25. März 1911 (36)
  • Ausgabe vom Dienstag, 28. März 1911 (37)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 30. März 1911 (38)
  • Ausgabe vom Samstag, 1. April 1911 (39)
  • Ausgabe vom Dienstag, 4. April 1911 (40)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 6. April 1911 (41)
  • Ausgabe vom Samstag, 8. April 1911 (42)
  • Ausgabe vom Dienstag, 11. April 1911 (43)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 13. April 1911 (44)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 20. April 1911 (45)
  • Ausgabe vom Samstag, 22. April 1911 (46)
  • Ausgabe vom Dienstag, 25. April 1911 (47)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 27. April 1911 (48)
  • Ausgabe vom Samstag, 29. April 1911 (49)
  • Ausgabe vom Dienstag, 2. Mai 1911 (50)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 4. Mai 1911 (51)
  • Ausgabe vom Samstag, 6. Mai 1911 (52)
  • Ausgabe vom Dienstag, 9. Mai 1911 (53)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 11. Mai 1911 (54)
  • Ausgabe vom Samstag, 13. Mai 1911 (55)
  • Ausgabe vom Dienstag, 16. Mai 1911 (56)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 18. Mai 1911 (57)
  • Ausgabe vom Samstag, 20. Mai 1911 (58)
  • Ausgabe vom Dienstag, 23. Mai 1911 (59)
  • Ausgabe vom Samstag, 27. Mai 1911 (60)
  • Ausgabe vom Dienstag, 30. Mai 1911 (61)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 1. Juni 1911 (62)
  • Ausgabe vom Samstag, 3. Juni 1911 (63)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 8. Juni 1911 (64)
  • Ausgabe vom Samstag, 10. Juni 1911 (65)
  • Ausgabe vom Dienstag, 13. Juni 1911 (66)
  • Ausgabe vom Samstag, 17. Juni 1911 (67)
  • Ausgabe vom Dienstag, 20. Juni 1911 (68)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 22. Juni 1911 (69)
  • Ausgabe vom Samstag, 24. Juni 1911 (70)
  • Ausgabe vom Dienstag, 27. Juni 1911 (71)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 29. Juni 1911 (72)
  • Ausgabe vom Samstag, 1. Juli 1911 (73)
  • Ausgabe vom Dienstag, 4. Juli 1911 (74)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 6. Juli 1911 (75)
  • Ausgabe vom Samstag, 8. Juli 1911 (76)
  • Ausgabe vom Dienstag, 11. Juli 1911 (77)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 13. Juli 1911 (78)
  • Ausgabe vom Samstag, 15. Juli 1911 (79)
  • Ausgabe vom Dienstag, 18. Juli 1911 (80)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 20. Juli 1911 (81)
  • Ausgabe vom Samstag, 22. Juli 1911 (82)
  • Ausgabe vom Dienstag, 25. Juli 1911 (83)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 27. Juli 1911 (84)
  • Ausgabe vom Samstag, 29. Juli 1911 (85)
  • Ausgabe vom Dienstag, 1. August 1911 (86)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 3. August 1911 (87)
  • Ausgabe vom Samstag, 5. August 1911 (88)
  • Ausgabe vom Dienstag, 8. August 1911 (89)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 10. August 1911 (90)
  • Ausgabe vom Samstag, 12. August 1911 (91)
  • Ausgabe vom Dienstag, 15. August 1911 (92)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 17. August 1911 (93)
  • Ausgabe vom Samstag, 19. August 1911 (94)
  • Ausgabe vom Dienstag, 22. August 1911 (95)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 24. August 1911 (96)
  • Ausgabe vom Samstag, 26. August 1911 (97)
  • Ausgabe vom Dienstag, 29. August 1911 (98)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 31. August 1911 (99)
  • Ausgabe vom Samstag, 2. September 1911 (100)
  • Ausgabe vom Dienstag, 5. September 1911 (101)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 7. September 1911 (102)
  • Ausgabe vom Samstag, 9. September 1911 (103)
  • Ausgabe vom Dienstag, 12. September 1911 (104)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 14. September 1911 (105)
  • Ausgabe vom Samstag, 16. September 1911 (106)
  • Ausgabe vom Dienstag, 19. September 1911 (107)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 21. September 1911 (108)
  • Ausgabe vom Samstag, 23. September 1911 (109)
  • Ausgabe vom Dienstag, 26. September 1911 (110)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 28. September 1911 (111)
  • Ausgabe vom Samstag, 30. September 1911 (112)
  • Ausgabe vom Dienstag, 3. Oktober 1911 (113)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 5. Oktober 1911 (114)
  • Ausgabe vom Samstag, 7. Oktober 1911 (115)
  • Ausgabe vom Dienstag, 10. Oktober 1911 (116)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 12. Oktober 1911 (117)
  • Ausgabe vom Samstag, 14. Oktober 1911 (118)
  • Ausgabe vom Dienstag, 17. Oktober 1911 (119)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 19. Oktober 1911 (120)
  • Ausgabe vom Samstag, 21. Oktober 1911 (121)
  • Ausgabe vom Dienstag, 24. Oktober 1911 (122)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 26. Oktober 1911 (123)
  • Ausgabe vom Samstag, 28. Oktober 1911 (124)
  • Ausgabe vom Dienstag, 31. Oktober 1911 (125)
  • Ausgabe vom Samstag, 4. November 1911 (126)
  • Ausgabe vom Dienstag, 7. November 1911 (127)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 9. November 1911 (128)
  • Ausgabe vom Samstag, 11. November 1911 (129)
  • Ausgabe vom Dienstag, 14. November 1911 (130)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 16. November 1911 (131)
  • Ausgabe vom Samstag, 18. November 1911 (132)
  • Ausgabe vom Dienstag, 21. November 1911 (133)
  • Ausgabe vom Samstag, 25. November 1911 (134)
  • Ausgabe vom Dienstag, 28. November 1911 (135)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 30. November 1911 (136)
  • Ausgabe vom Samstag, 2. Dezember 1911 (137)
  • Ausgabe vom Dienstag, 5. Dezember 1911 (138)
  • Ausgabe vom Donnerstag, 7. Dezember 1911 (139)
  • Ausgabe vom Samstag, 9. Dezember 1911 (140)

Full text

SEelfe 422. 
Aber er wollte die Tränen nicht sehen. 
„Schlafe, Kind, schlafe.“ 
„Gebt mir Eure Hand, Herr, als Zeichen, daß 
Ihr mir nicht zürnt.“ 
Zögernd nur kam Jamos näher, zögernd nur 
reichte er Simoneta die Hand. 
Da war wieder der Versucher. 
Und Simonetas rote Lippen glühten wie Pur—⸗ 
ourrosen zu ihm auf. 
Er sank an Simonetas Lager auf die Knie, 
und barg seinen heißen Kopf in ihren Schoß. 
Simonetas kleine, braune Hand legte sich wie 
tröstend auf sein Haupt, und doch zuckten ihre 
Lippen im heißen Weinen, und ihre Augen wur⸗ 
den starr im tiefsten Jammer. 
„Ihr seid traurig, Herr“, sagte sie mit weh— 
mütig lächelndem Munde. „Habe ich Euch ge⸗ 
kränkt, so wollt es mir gütigst verzeihen. Simo— 
neta möchte Euch glücklich sehen.“ 
„Das Glück kommt nicht mehr zu mir, liebe, 
kleine Dirn, das ist für immer da drüben in 
meiner Heimat geblieben.“ 
„Das Glück kommt zu jedem, der bereitwillig 
sein Herz dem Glück öffnet, das vor jeder Herzens⸗ 
pforte steht, Herr. Die Missatjes erzählen die 
„Rondayes“ des Nachts beim Feuer, das „Ron⸗ 
dayes“ vom Glück, und vom Schloß der Rosen.“) 
„Erzähle mir ein „Rondayes“,“ Kind, ich 
liebe die Märchen. Einst lauschte ich ihnen, an 
das Knie meiner Mutter geschmiegt. Sie war 
eine schöne Frau, fast möchte ich sagen, Du trägst 
ihre Züge, nur daß sie blond war. und blaue 
Augen hatte.“ 
„Sa Cadeneta“, flüsterte das Mädchen glück— 
lich, und küßte das Muttergottesbild an dem 
feinen Kettchen, das ihr guf die zarte Brust 
herabhing, und dann sprach sie leise, die Hand 
noch immer auf Jamos Haupt gelegt: 
Es waren einmal zwei Knaben, die bauten 
in Schloß aus lauter Rosen. Die Knaben hatten 
eder eine Schwester.“ 
„Springet““ sprachen sie zu den Mägdelein. 
Wer von euch über das Rosenschloß springt, ohne 
ine Rose zu brechen, der sollen alle unsere Güter 
ehören, sie soll reich und glücklich sein.“ 
Da sprang die erste Schwester, und brach eine 
Rose, und sie wurde sehr traurig. 
Auch die andere Schwester sprang, und brach 
dabei ein Blatt, und da sie nicht wollte, daß der 
Bruder es merken sollte, aß sie das Rosenblatt 
auf, und aus dem Rosenblatt gebar sie ein Mäd— 
chen. Das wuchs schön und kräftig heran, aber 
die Mutter hielt das schöne Rosenkind verborgen, 
weil sie sich schümte. 
Das Mädchen aber sang, wenn man es nach 
seiner Herkunft fragte: 
„Meine Mutter war Rose, 
Rose bin ich auch, 
Und ich habe Rosen gepflückt, 
Vom selben Rosenstrauch.“ 
Einst warf ihr der Bruder ihrer Mutter, die 
nun sehr reich war, eine Nadelbüchse ins Gesicht, 
so daß ihr die Nadeln in die Schläfe drangen. Die 
Mutter zog die Nadeln heraus, aber eine stieß sie 
aus Versehen noch tiefer in die Schläfe hinein, 
da starb das Mädchen, die Mutter glaubte wenig— 
stens sie sei tot. Da ließ sie ihr einen schönen 
Glassarg machen, und barg sie in einem Zimmer, 
das niemand betreten durfte. 
Und die Mutter war traurig, weil sie ihr Kind 
perloren, und starb gleichfalls. Der Herr des 
Rosenschlosses aber ging in das stille Gemach, 
und sand da die Rosenmaid. Er zog ihr die 
Nadel aus dem schönen Gosicht und sie lächelte ihn 
an. Da wurde sie sein Weib, und wo ihr Fuß 
hinschritt, blühten tausend Rosen auf.“ 
Gefällt Euch mein Märchen, Herr?“ schloß 
Simoneta ihre Erzählung. 
Jamos nickte. Ein süßer, bestrickender Zauber 
hielt ihn umfangen. 
„Es erinnert an unser deutsches Märchen von 
Schneewittchen.“ murmelte er. 
„Erzählt doch, Herr, ich höre so gerne „Ron— 
dayes“, und diese Sturmnacht, in der man doch 
keinen Schlaf findet, ist ganz dazu geschaffen. Ihr 
könnt gewiß besser erzühlen als ich mein Rosen— 
märchen, das ich so liebe, weil ich immer denke, 
auch ich bin so ein Rosenkind.“ 
„Wie meinst Du das. Simonetaꝰ“ 
) Man nergleiche Märchen aus Mallorka, gesam 
melt von Erzherzog Salvator. Anmerkung der Ver 
fasserin. 
Der Bergmanndfrennd. Nr. 83. 
„Auch ich weiß nicht, woher ich kam, Herr, und ! Er sah ihr lächelnd zu, wie sie das nun wieder 
darum singe ich auch immer: —F getrocknete kurze, rote Röckchen noch höher raffte 
Meine Mutter war Rose Dann stürzte sie mit einem leisen, Wehelam 
Rose bin ich auch.“ auf ihn zu und Lüßte mit zuckenden Lippen seine 
„Glaubt Ihr, daß man aus einem Rosenblatt dand. Ihre heißen Tränen strömten darüber 
geboren werden kann?“ hin, dann riß sie sich los, und ohne ein Wort 
FJa, Kind, denn Du bist sütßz und rein, ich hatte sie Jamos y Coles Gemach verlassen. 
Naube es. Aber nun versuche doch, noch ein wenig Das flammende Licht des Tages rötete die 
u schlafen, ich will dir das Maärchen vom Schnee⸗ veißen, schlanken Lilien auf den Simsen die 
vittchen erzahlen, so gut ich es noch vermag. eise, wie zum Segen, ihre Häupter der Sonne 
JImmer Neiser, verhaltener wurde seine ntgegen neigten, und durch das Gemach schwebte 
Stimme, und er fühlte, wie sich unter seinen s wie ein Traum— 
Worten, und dem Drud seiner Hand, die heißen Jamos y Cole trat vor die Tür in den Schloß—⸗ 
ugen des Kindes schloffen, wie der Atem ruhrger of, Noch lag das „Schloß der Rosen“ im tiefsten 
ind gleichmaͤßiger wurde, bis Simoneta tie; und —chlaf. — * 
est schlief. Er sah Simoneta über den menschenleeren Hof 
Ein glückliches Lächeln lag um den roten, duschen. Er sah sie sich umwenden, und ihn 
eicht geöffneten Mund, und die braune Bruft lächelnd winken— 
hob sich in tiefen, gleichmäßigen Atemzügen. Und er winkte zurück. Wie süß die Kleine 
Langsfam stand Famos y Cole auf. war. Stand nicht die ganze Welt in Rosen? 
Wie ein Vater auf sein friedlich schlummern⸗ Plötzlich aber öffnete sich Jamos Auge groß 
des Kind, so blicte er auf die junge Schläferin,. und weit, und sein braunes Gesicht wurde ganz 
dann schritt er in sein Schlafzimmer, und schloß fahl 
eise hinter sich die Tür. Dort drüben, auf der Terrasse des Rosea— 
Der Sturm draußen ließ nach. Mit leisem hblosses stand, in einen leichten, weißen Schleier 
Stohnen brachen fich die Reereswellen an den dehüllt, eine weibliche Gestalt und schaute über 
felsigen Ufern, das Meer guiig srrpttg 
Wie dumpfes Grollen klang es herauf, um dicht ein Blick streifte ihn, und nichts vertiet 
dann leise zu vergehen. in dem ernsten, kühlen Mädchengesicht, daß sie ihn 
Lange kämpfle das rote Licht des Tages mit 'der Simoneta bemerkt, aber die hohe, stolze, faß 
den granen Rebein, dann drach es siegend hervor. unnahbare Stellung, in der Mare von Lübben 
DPie Cypressen im Geistertal noch surmbewegt, dort oben verharrte, und der kalte, fast verächt⸗ 
tanden unheimlich schwarz in dem roten Gold. liche Zug, der über das ernste Frauenantliztz flog 
Schwer und suß dufteten die hohen, weißen üeß ihn fast vermuten, sie wisse, daß er heimlich 
dilien in Jamos Gemach, wo Simoneta schef. Simoneta diese Yacht beherbergt hatte 
Erschrocken rieb sfie sich die Augen. Zornig stampfte Jamos unwillkürlich mit dem 
Wirtlich ganz fest geschlafen halte sie, hier in Fuß den Boden. 9J 
der schönen Stube, auf dem weichen Fell. Das fehlte auch noch, daß dieses hochmütige, 
Zãrilich streichelie fie die wärmende Decke blonde Mädchen ein Recht haben sollte, verächtlich 
danu sprang sie auf. Hastig ordnete fie ihre Klei- auf hn herabzusehen, — 
der, und ihr verwirrtes Haar. Lächelnd nahm Jetzt wandte sich die schlanke, weiße Frau da 
sie die weiße Binde von der Stirn. Es tat ja gar— oben auf der Terrasse, jetzt traf ihn der Blick der 
nicht mehr weh. Rur ein diein wenig brannte Aroßzen, blaugrünen Augen. 
ioch die Wunde. Jamos zog mit einer tiefen Verbeugung — 
Kallos sah sich Simoneta dann um. tiefer, als er gewollt — den Hut. 
Db denn kiemand kam? Mare von Lübben aber sah kalt über ihn 
Sie mußte doch nach Hause. Vater Roca würde JNinweg ohne seinen Gruß zu erwidern, und trat 
ewiß bose sein Wie schon es hier warl Stam chnelt ins Zimmer zurüch 
end bedbachtele sie die summende Teemaschine, FESie wollte ihn also nicht sehen. Sie verachtete 
inter der die eine, blaue Flamme hin- und her hn, * 
lacderte. Klirrend warf Jamos, in seine Wohnung 
RMit einem Schrei der Überraschung blickte sie tretend, die Tür hinter sich ins Schloß. 
dann auf den gedeckten Tisch. Obst, Honig, Mar— (Fortsetzung folgt.) 
melade, köstliches, weißes Brot und Fleisch, luden — — —— 
sie freundlich zum Mahle ein. ßunte Zeitung. 
a Unwillkürlich faltete Simoneta beide Hände Woher sammt der Name Teatscher Michel? 
über der Brust. Charatteristisch für das Volk, dessen Uriyp diesen 
Einen ganzen Tag lang hatte sie nichts ge Lamen führt, ist der Umstand, daß der erste Deutsche 
nossen, aber sie wagte nichts anzurühren. Michel, von dem aus der Name auf das ganze deutsche 
Dao trat mit frohem Morgengruß Jamos ins Bolk übertragen wurde, eine militärische Persönlich⸗ 
hine 
Wie ein Leuchten ging es von seinen Augen eoiren 
aus. Groß und stark, in dem Bewußztsein, sich r ete e ee 
elbst bezwungen zu haben, trat er zu dem Kinde djahrigen Kriege durch seine kuhnen Soldalenstreiche 
der Balearen und sagte warm: rus. Er war von langer Gestalt, von blondem Haat 
„Nun stärke Dich, Kleine, und dann mach', daß und blauem Auge, und galt seinen Gegnern als die 
Du heim kommst, die Deinen werden sich um Lerkörperung des Deutschtums. Da er überall im 
Dich sorgen.“ vedränge des Kampfes zu sehen war und den 
Aunder legte ihr mit rührender Sorge vor, -chrecken seiner Feinde bildete, die ihn sehr genar 
int Gnit ihe dae eh r nd Soneta en Agmen wac kannten soerhiett gpon iprote 
mauste mit strahlenden Augen, und lachendem shrennamen, der bei seinen Gegnern Schrecken ver— 
unde J reitete, behielt der kurpfälzische Ritter sein ganzes 
„Ich bin doch hier im Himmel gewesen“, sagten ꝛeben kang und auf allen Schlachtfeldern. Sein Ruhrm 
ihre schwarzen Samtaugen, und dann war es, als halle sich so weit verbreitet, daß überall im Kampfe 
fliege plötzlich über das süße Gesicht ein verbor- vo sich ein großer, blonder Hüne durch Unerschrocken 
genes Leid, und Jamos Seele zitterte vor Weh deit, und landsknechtartige Kühnheit auszeichnete 
und Muleid, mit dem Rosenkinde“, dem er nicht die Schweden, Spanier und Franzosen diese Leute d 
as geben konnte, was sein heihes glůcksdurstiges dem Namen Teutscher Wichebelegten. So an 
——— 
„Simoneta“ sagte er warm, wirst Du nie ver⸗ Zoldalen und spüter sur alle Deutschen gait. Das Ur 
pessen, daß ich Dein Freund binꝰ Sieh, es können gild des deutschen Michel starb als Geueralleutnan 
Tage über Dich kommon, wo Du vor Not, Sorge in danischen Dienften im Jahre 1628. Nun zu 
aund Kummer nicht ein noch aus weißt, wo Du Zipfelmürtze, die bekanntlich mit dem Bilde des 
am liebsten sterben möchtest. Willst Du dann ver- deutschen Michel unzertrennlich ist. Auch sie ist 
lrauensvoll zu mir kommen, und mir alles sagen? vas den meisten Deutschen unbekannt sein dürfte 7 
d hee Vihe Simoneta wo Menschenhitfe her⸗ deutschen ürsprungs und führt ihren Namen auf eu 
daupt moglich sa Wie eine sühe kie ne Schwester Wititarigapen eidrgestüg ruc — 
nn v i in, de it vie Fremde uht dehte nehzeasuhrn 
machte, mit ihrer Liebe. Und nun geh', Kind, es zaren Unterhemden der Soldaten eine Art S 
ist Zeit. — mützen für alle niederen militärischen Dienstgra d 
Ihre Augen klagten. aber gehorsam rüstete sie sergestellt würden. Ste wurde nur im Dienst, 
ich. raaen. Späterhin unter der Regierung Friedrie
	        

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