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1929 (0007)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: 1929 (0007)

Periodical

Persistent identifier:
1671265963
Title:
Der Saarkalender
Sub title:
ein Volksbuch für heimatliche Geschichtsforschung, Kunst, Naturwissenschaft, für saarländische Literatur, Statistik und Volkshumor
Shelfmark:
Z 647
ZDB-ID:
ZDB Icon2981281-1
PPN der Nachfolger-Zeitschrift:
1671266579
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
Druck und Verlag von Gebr. Hofer AG
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Erscheinungsverlauf:
1923 - 1936
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
1671265963_0007
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-510277
Title:
1929
Volume count:
0007
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Periodicals
Year of publication:
1929
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
201

Chapter

Title:
Gemischte Beiträge
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
141

Contents

Table of contents

  • Der Saarkalender
  • 1929 (0007)
  • Cover
  • Title page
  • Zum Geleit
  • Preface
  • Kalendarium
  • Gemischte Beiträge
  • Contents
  • Inserate
  • Cover

Full text

Saarkalender für das Jahr 1929 
  
   
           
    
      
      
          
        
      
              
           
  
            
        
          
      
Anfangs Februar konnte man in den Blättern in großer Aufmachung 
teten: Kind Nr. 22. 
„Der in dem belgiſchen Dorf Basel lebenden Familie van Hul wurde 
dieser Tage das 22. Kind geboren. Dieses festliche Ereignis fiel mit der 
Grundsteinlegung zu einem Haus zuſammen, das aus dem Ertrag einer 
öffentlichen Subskription für die Riesenfamilie gebaut werden wird. Das 
Neugeborene wird am Donnerstag durch den päpſtlichen Nuntius Micara ge- 
tauft werden. Die Patenſchaft übernimmt der Gouverneur der Provinz Lim- 
burg und die Tochter des Bürgermeiſters. Bei dem 21. Kinde der Familie 
hat bereits die Königin der Belgier Pate gestanden.“ 
Das iſt recht nett. Aber – >= hier bei uns iſt ein solcher Kindersegen 
nichts Neues. Im Gegenteil, der Klempnermeiſter Balz in der Türkenſtraße 
hatte 24, vierundzwanzig Kinder, und der weithin bekannte ,„„Vetter Hanjob“ 
von Urexweiler hatte zweimal zwei Dutzend lebendige Kinder beiſammen. 
Mit letzterem hatte es folgende Bewandtnis: Als Vetter Hanjob das zweite 
Dutzend beiſammen hatte, iſt ihm das Malheur passiert, daß, nachdem das 
vierundzwanzigſte Kind getauft und in die Schar der anderen eingereiht war, 
eines der Kinder erkrankt und gestorben iſt. Aver pünktlich siellte sich übers 
Jahr der fällige Ersatz ein und das zweite Dutzend war zum zweiten Male 
voll. Und so hatte Vetter Hanjob zweimal zwei Dutzend lebendige Kinder. 
Wir haben die Geschichte aus dem Munde unseres verehrten Herrn Miniſter 
Koßmann gehört, der dort in der Nähe beheimatet iſt. Ein Zweifel ift da- 
her ausgeſchloſſen. Aber – – ein Aufhebens hat man bei solchen Gelegen- 
heiten hier nicht gemacht, obwohl. dem Meiſter Baltz, der in recht dürftigen 
Verhältnissen lebte, ein eigenes Heim sehr willkommen gewesen wäre. So 
ganz ohne Sang und Klang wird es ja wohl auch nicht abgegangen sein, 
aber – + für den Sang und Klang hatien Meiſter Baltz reſp. Vetter Hanjob 
selber aufzukommen. §e 
In einem hiesigen, sehr bekannten Hotel ereignete sich an einem Tage, 
Ende Februar, folgende köſtliche Geschichte, die den Vorzug hat, buchstäblich 
wahr zu sein: Ein Hotelgaſt, der ſtändig in dem Hauſe wohnt und wegen 
eines Beinleidens nicht gut gehen kann, bittet nach dem Abendessen den erſt 
seit wenigen Tagen amtierenden Pikkolo, ihm seinen Nachtiſch zu bringen. 
Erſt macht der junge Herr mal große Augen. Dann aber, nachdem der Herr 
Ober ihm gesagt, er möge sich mit dem Nachtisch doch etwas beeilen, machl 
er sich auf den Weg. Er bleibt aber ziemlich lange und erscheint endlich, 
ſchweißgebadet, mit dem – –~ ~ Nachttisch, den er mit vieler Mühe von 
. dem Zimmer des Hotelgaſtes hergeſchleppt hatte. Er glaubte nicht anders, 
als der Herr, der nicht gut gehen kann, benötige den Nachttiſch. Das Halloh 
der Gäſte läßt sich denken. 
In der Nauwieserſtraße war kurg nach Mittag eine ſtödtiſche Kehr- 
kolonne in Tätigkeit. Die alten Leute, die gewissermaßen Saarbrücker Ori- 
ginale sind, unterhielten sich ungeniert ziemlich laut über die heutigen Zu- 
stände hier. Schließlich meinte einer so recht aus Herzensgrund: „Joo, 
Henner, wann hoe mool Ordnung herrſcht, dann duhn uns ken Zänn meh 
weh.“ 
Aus Fritz Kühners ,„„Saar-Großſtadtbrille“. 
Frei Haus die Nummer 60 Cts., durch die Poſt monatlich 2,65 Fr. 
 
	        

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1929. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1929. Print.
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