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1929 (0007)

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Copyright

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Bibliographic data

fullscreen: 1929 (0007)

Periodical

Persistent identifier:
1671265963
Title:
Der Saarkalender
Sub title:
ein Volksbuch für heimatliche Geschichtsforschung, Kunst, Naturwissenschaft, für saarländische Literatur, Statistik und Volkshumor
Shelfmark:
Z 647
ZDB-ID:
ZDB Icon2981281-1
PPN der Nachfolger-Zeitschrift:
1671266579
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
Druck und Verlag von Gebr. Hofer AG
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Erscheinungsverlauf:
1923 - 1936
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
1671265963_0007
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-510277
Title:
1929
Volume count:
0007
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Periodicals
Year of publication:
1929
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
201

Chapter

Title:
Gemischte Beiträge
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
141

Contents

Table of contents

  • Der Saarkalender
  • 1929 (0007)
  • Cover
  • Title page
  • Zum Geleit
  • Preface
  • Kalendarium
  • Gemischte Beiträge
  • Contents
  • Inserate
  • Cover

Full text

  
Saarkalender für das Jahr 1929 
Spanferkel mit Maj orankartoffeln. 
Reichlich Speck, in Würfel geschnitten, wird leicht gelb geröstet. Hierhinein gehören 
viel fein geschnittene Zwiebel, die man in dem Speck weich werden läßt. Inzwischen sind 
entsprechend Kartoffeln zu quellen, heiß abzuziehen und durch die Preſsſe zu drücken. Herz, 
Leber und Lunge des Ferkels werden fein gehackt, mit den Zwiebeln gedämpft und sodann 
die mit Salz, Pfeffer, Muskat und reichlich Majoran gewürzten Kartoffeln hinzugetan. 
Zum Schluß iſt fein gehackte Petersilie beizufügen. Zum Spanferkel reicht man die heißen 
Kartoffeln am besten mit Endivienfalat. 
Manche Hausfrauen lieben es, das Ferkel mit den Majorankartoffeln zu füllen, und 
dann zu braten; es iſt ratſamer, diese Methode nicht zu befolgen und die vorhin beſchrie- 
bene zu wählen. Sollten dabei die Kartoffel zu trocken erscheinen, so hilft man leicht dem 
Uebelſtand ab durch etwas Bouillon, Bratfett vom Ferkel oder auch Waſsſer. 
Majorankartoffel verwendet man auch vielfach bei jedem Geflügelbraten, sie schmecken 
auch vorzüglich zu dicker Milch. 
Kirſchpolſter. 
Auf 1 Pfund ſchwarzer Kirſchen nehme man 4 in Milch geweichte Milchbrötchen, 4 Eier, 
% Pfund Zucker, x Pfund Butter, 14 Pfund Backpulver, etwas Salz und Zimmet. In 
einer gut mit Butter ausgeſtrichenen Form, die mit geriebenen Brötchen ausgestreut wird, 
iſt der Kirſchpolſter 114 Stunden zu backen. 
Saarbrücker Blätterteig. 
Als Zutaten bleiben zu verzeichnen 330 Gramm Butter, 330 Gramm Mehl, zwei Eß- 
löffel Arrak, !'4 Tasse Wasser und etwas Salz. Die Hälfte des Mehls wird mit dem Waſſer 
und Arrak zu einem Teig verrührt und gut bearbeitet. Die andere Hälfte des Mehls iſt 
mit der Butter zu kneten. Beide Sachen müssen einige Zeit ruhen. Darauf wird jedes für 
ſich ausgerollt, in gleicher Größe aufeinander gelegt und in Pauſen von 10 Minuten drei- 
mal gerollt. 
Saarbrücker Speck kuchen. 
Ein guter Hefeteig ohne Zucker wird sehr dünn ausgerollt und auf ein Blech gelegt. 
Diese Masse läßt man zunächſt „gehen“, beſtreicht sie sodann mit Ei und ritzt den Teig in 
kleine Vierecke, deren jede Ecke mit würfelig geschnittenem Speck versehen wird. Beſtreut 
wird zum Schluß das Ganze mit Kümmel und Salz. Der Kuchen iſt hellbraun zu backen. 
Kleinkügelchen od er Napoleonshütchen. 
2 Pfund Mehl, !s Pfund Butter, 14 Pfund Zucker, 6 Eigelb werden zu einem Reibeteig 
vermengt. der zunächſt, bevor man ihn ausrollt, einige Zeit ruhen muß. Mit dem Rand 
eines Weinglases oder rundgeformten Ausſtechers iſt die erwünschte Form zu erhalten. Be- 
deckt werden diese dünnen Scheiben mit einer Masse, die man, wie folgt, herſtellt: X Pfund 
Zucker, ? Pfund Mandeln, mit der Schale gerieben, werden in den Schnee von 6 Eiweiß 
getan und gut auf die ausgeſtochenen Kuchenſtückchen verteilt. Die Ränder derſelben wer- 
ten ſobg1n u eiten Dreimaſter hochgedrückt. Die Napoleonshütchen ſind bei mäßiger Hitze 
ön gelb zu backen. 
Altſaarbrücker Zim m etwaffeln. 
Ein Pfund Zucker wird mit 24 Pfund Butter schaumig gerikhrt. Nach und nach ſind 
7 Eier unter weiterem fleißigen Rühren beizufügen. Zu dieser Masse gehören sodann 1!4 
Pfund Mehl und 50 Gramm Zimmet mit einem geringen Zusatz von Salz. Dieſer Teig wird 
Frſt. nach etwa 12 Stunden in einem figurengeſchmückten Spezialeiſen sehr dünn ge- 
acken. 
Auf der Arnualer Kirb hat R., sonst einer unserer biederen Mitbürger, sich im Kirmes- 
wein so gütlich getan, daß ihn seine, diesmal wirklich bessere Hälfte bis zur Haltestelle der 
Straßenbahn fast ſchleppen muß. Hin und hertorkelnd ſteht er mit seiner Frau endlich 
an der Stelle, die ihr Erlöſung bringen soll, aber der Schaffner zuckt die Achsel und sagt 
gelassen zu R.: „Mit solchem Affen kann ich Sie nicht mitnehmen!“ Der Betrunkene 
eshtt fich darauf an seine Ehehälfte: „Na, siehſte Alte, dann geh' mal hem, dich nimmt 
er nich mit!“ 
103
	        

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1929. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1929. Print.
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