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1926 (0004)

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Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: 1926 (0004)

Periodical

Persistent identifier:
1671265963
Title:
Der Saarkalender
Sub title:
ein Volksbuch für heimatliche Geschichtsforschung, Kunst, Naturwissenschaft, für saarländische Literatur, Statistik und Volkshumor
Shelfmark:
Z 647
ZDB-ID:
ZDB Icon2981281-1
PPN der Nachfolger-Zeitschrift:
1671266579
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
Druck und Verlag von Gebr. Hofer AG
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Erscheinungsverlauf:
1923 - 1936
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
1671265963_0004
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-500996
Title:
1926
Volume count:
0004
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Periodicals
Year of publication:
1926
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
230

Chapter

Title:
Gemischte Beiträge
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
152

Contents

Table of contents

  • Der Saarkalender
  • 1926 (0004)
  • Cover
  • Title page
  • Zum Geleit
  • Preface
  • Kalendarium
  • Gemischte Beiträge
  • Contents
  • Inserate

Full text

Saarkalender für das Jahr 1926 
  
  
  
  
Wie die alten Erinnerungen auftauchten, dafür möchte ich hier nur ein Beispiel aus 
dem Briefe eines Landsmannes anführen. „Ich sſtamme aus der Neuntkirchener Gegend 
und erlernte bei meinem Vater das Malerhandwerk. An Sonntagen fuhren wir ſchon 
früh nach Saarbrücken, und ich mußte dort den Bildhauerſchmuck der Ludwigsktkirche 
zcichnen. 40 Jahre bin ich in Ch. und övereits Großvater. Durch Zufall kam der Saar- 
kalender mit dem Bild der Ludwigskirche in meine Hände. Eltern und Heimal, alles lebte 
da wieder auf. Ich las immer wieder das Buch,. erzählte meiner Familie von Euch allen 
und Eurer Treue. Als dann eine Enkelin mir zu Liebe ein deutſches Lied einübte und 
f! Weiynazhtsſeſte. P sang, weinte ich vor Sehnſucht nach der Heimat. Ich komme, ich 
omme ganz beſtimmt.' 
Ich schließe mit der Stelle eines Briefes aus St. L., in der es heißt: „Haltet feſt am 
Deutſchtum, ich bringe dem treuen Saarland mein volles Glas, denn Sie dürfen nicht 
glauben, daß wir hier in der Tat ein tirockenes Land sind. Es wird hier ebensoviel ge- 
trunken, wie sonstwo in der Welt. Auf deine baldige Freiheit, du ſchönes Saarrevier!“ 
Aus Argentinien, Südafrika, vereinzelt selbſt aus Indien, China und den Sundainſ.eln 
meldeten sich die Kinder unseres Landes. Alle Briefe leuchten in Glück und Freude über 
die deutsche Haltung der Bevölkerung. Viele zitieren aus den Gedichten des Saar- 
kalenders, aus jeder Zeile spricht der Stolz über uns und der Haß gegen Franktreich, 
das wieder einmal großes Unheil über ein fleißiges deutsches Völkchen durch eine Ge- 
ſchichtslige heraufbeschworen. 
Die fernen Landsleute dürfen sich verſichert halten, daß hier der Geiſt der Väter in 
den Enkeln fortlebt und die Hoffnung, daß Recht und Gerechtigkeit uns zurückführen 
werden zu unseren deutſchen Brüdern. Ich glaube gewiß im Sinne des geſamten Saar- 
tales zu handeln, wenn der Saarkalender den Lieben, Getreuen in der weiten Welt 
den Dank und deutschen Gruß der Saarbevölkerung hiermit zuſendet. Teilnahme tut 
wohl, das alte Grenzland hat sie verdient; das Band, das uns verbindet, iſt heilig und 
;Lird von keinem Sturm verweht. 
Vom SBeparantismus an der Baar. 
Mit dem blöden Schlagwort „Das Saarland den Saarländern“ ging man 1923, er- 
munitert durch die Ereignisse in der Rhyeinprovinz und der Pfalz, auch im Saargebiet 
auf den Gimpelfang und wußte eine Anzahl wurgzelloſer Geſtalten durch Verſprechungen 
aller Art und Geld zu ködern. Jubelhymnen wurden angestimmt über das „unerwartet 
machtvolle Anwachſen der ſsaarländiſchen Selbständigkeits-Bewegung“. Vor der Landes- 
ratswahl 1924 veränderte man das Firmenſchild „Saarbund“ in den unverburglichen 
Namen ,@Saarländiſche Arbeitsgemeinſchaft“ und hoffte hiermit den erſehnlen Erfolg zu 
haben. Umsonst! Die Niederlage war blamabel, nicht ein einziges Mandat fiel der 
ehrenwerten Gefſellſchaft zu, im Landesrat fand sie keinen Vertreter. Nach dieſem 
Reinfall verſuchten die Drahtzieher der Bewegung der verlorenen Sache ein anderes 
Relief zu geben. Der „Saar-Kurier“ entdeckte ſein Herz und wandelte sich zum Ver- 
künder der Friedensidee mit dem Schlagwort: „Verteidigung des wahren deutschen, vom 
Preußentum vergewaltigten Geiſtes im Saargebiet“. Das franzöſiſche Propagandablatt 
hatte auch mit dieſer Wandlung kein Glück. Jedermann weiß, wohin eigentlich die 
Reise gehen soll bei einem Organ, hinter dem die Franzosen stehen und sich etwas koſten 
laſſen. Nur einige deutſche Kaufleute unterſtützten die deutſchfeindliche Arbeit mit 
Anzeigen. Alle Bemühungen, den Saarbund auszubauen, blieben vergeblich, wie die 
letzte schmachvolle Niederlage am 21. April 1925 zeigte. An jenem Tage wurden auf 
den Saargruben die Sicherheitsmänner und Vertrauensmänner für die kommende funf- 
jährige Periode gewählt. Bei dieſen Wahlen erhielten: 
Verband der Bergarbeiter . ; ; 20 665 201 
Chriſtl. Gewerkverein ; : . ; ; 12 720 104 
Deutſcher Metallarbeiterverband . ; . ; 550 11 
Chriſtl. Metallarbeiterverband ‘ ; ; . 317 3 
Saarbund : . ; 68 ~ 
Besondere kommuniſtiſche Kandidaten . 52 .. 
Unsere Bergleute an der Saar, die am allerſchwerſten unter dem Druck der Saarbund- 
ſöldlinge leiden mußten, haben mit dieser Wahl den ſchönſten Beweis ihrer Treue und 
Standhaftigkeit geliefert und den Verrätern eine Absage erteilt, wie sie eindeutiger nicht 
gedacht werden kann. 
Die Jahrtauſendfeier, allen Gutgesinnten eine helle Freude, hat den französischen 
Quertreibern und ihren bezahlten Söldlingen endgültig gezeigt, daß ihr Verrätertum 
hier einen unfruchtbaren Boden gefunden hat und auch in Zukunft finden wird. 
  
78
	        

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1926. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1926. Print.
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