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1926 (0004)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: 1926 (0004)

Periodical

Persistent identifier:
1671265963
Title:
Der Saarkalender
Sub title:
ein Volksbuch für heimatliche Geschichtsforschung, Kunst, Naturwissenschaft, für saarländische Literatur, Statistik und Volkshumor
Shelfmark:
Z 647
ZDB-ID:
ZDB Icon2981281-1
PPN der Nachfolger-Zeitschrift:
1671266579
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
Druck und Verlag von Gebr. Hofer AG
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Erscheinungsverlauf:
1923 - 1936
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
1671265963_0004
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-500996
Title:
1926
Volume count:
0004
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Periodicals
Year of publication:
1926
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
230

Chapter

Title:
Gemischte Beiträge
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
152

Contents

Table of contents

  • Der Saarkalender
  • 1926 (0004)
  • Cover
  • Title page
  • Zum Geleit
  • Preface
  • Kalendarium
  • Gemischte Beiträge
  • Contents
  • Inserate

Full text

Saarkalender für das Jahr 1926 
Das Ehrental am 18. Funi 1871. 
Der Krieg, der zur Reichsgründung führte, war vorüber; die Söhne des Saarials 
zurückgekehrt, gingen wieder ihrer friedlichen Arbeit nach. In der Bürgerschaft der 
beiden Städte wurde kurz darauf das Verlangen wach, ein würdiges Friedensfest zu feiern, 
in der Hauptsache mit feierlichem Gottesdienſt und einem Zug ins Ehrental. Die „Saar- 
brücker Zeitung“ brachte Anzeigen und Hinweise auf das Fest, über das dann in der 
Nummer vom Dienstag, 20. Juni 1871. nachſtehender Bericht veröffentlicht wurde, der hier 
folgen möge, soweit er auf den Festakt im Ehrental Bezug nimmt. 
„Zur würdigen Veranstaltung eines Friedensfeſtes am Sonntag, 18. Juni, hatte ſich ſchon 
vor Wochen ein aus Bürgern beider Städte gewähltes Comité gebildet, das sich mit un- 
verdroſsenheit der Löſung seiner Aufgabe hingab. Den Haupt- und Mittelpunkt der ganzen 
Feier sollte der Zug nach der Stätte bilden, wo die Mehrzahl der Gefallenen vom 6. Auguſt 
v. J. und die später in den hiesigen Lazaretten verſtorbenen Krieger ruhen –~ das Ehren- 
th al . . . . „Das Ehrenthal war zu der bevorſtehenden Feier auf's entſprechendſte deco- 
rirt; der große Militär-Begräbnisplatz gleicht jetzt einem von zwei Gängen durchzogenen 
Blumenbeet. Es ist dies hauptsächlich das Werk einer Anzahl hieſiger Bürger, welche ſich 
die ſchöne Aufgabe gestellt, die Gräber der Gefallenen in Stand zu setzen; patriotiſche 
Frauen und Jungfrauen wetteiferten, dieselben mit Blumen und Pflanzen zu schmücken. 
Um das große Heldengrab zieht ſich ein mit Guirlanden umwundenes Gitter und gleich- 
falls mit Grün umwundene hohe Maſte, wohl 30 an der Zahl, welche alle an der Spitze 
mit großen Kreuzen in Form des Eisernen Kreuzes enden, zeigen auf Zinktafeln die Regi- 
menter an, welchen die hier ruhenden Krieger angehörten. Das Ganze, mit Fahnen und 
Wimpeln sinnig geschmückt, macht einen ebenso schönen als imponirenden Eindruck.“ ... 
„Der Festzug, dessen Abtheilungen durch Stabträger mit Wappen und Emblemen ange- 
deutet waren, setzte ſich etwas nach 2 Uhr von St. Johann aus in Bewegung.“ . . . Nach 
einer Feier auf dem Kleinen Exerzierplatz, bei der Advokat-Anwalt B ö ck i n g die Feſt- 
rede hielt, bewegte sich der Zug ins Ehrenthal. „Hier schloß“, so meldet die „Saarbrücker 
Zeitung“ weiter, „der Zug um die Heldengräber einen mächtigen Kreis. Es war ein er- 
greifender Moment, als unter den Tönen des Chorals: „Es iſt bestimmt in Gottes Ralh“ 
die weiß gekleideten Jungfrauen, mit Schärpen in den Farben des Deutschen Reiches ge- 
 ſchmückt, aus dem Zug heraustraten und ernſt und feierlich Kränze und Blumen nieder- 
legten auf die Gräber der Gefallenen von der treuen Wacht am Rhein, und in manchem 
Auge konnte man Thränen der Rührung sehen. Als diese Handlung der Pietät vorüber 
war, ging der Zug in derſelben Ordnung wieder zurück nach Saarbrücken, woſelbſt er nach 
5 Uhr ankam und ſich auflöſte.“ Dann heißt es in dem Blatte zum Schluß: „„Bei Einbruch 
der Nacht erglänzten unsere beiden Städte in prachtvollſter Illumination, nur die so schon 
zu diesem Zweck geeignete Ludwigskirche kam nicht zur Beleuchtung; der heftig wehende 
Wind löſchte sofort die Flämmchen wieder aus, ebenſo kamen auch die Bergfeuer am 
Abende vorher nicht zur vollen Geltung. Der Festzug aber war der größte, den unsere 
Städte wohl gesehen haben und haben sicher an 5000 Personen an demselben Teil ge- 
nommen; er war in allen seinen Theilen gelungen und Dank und Ehre den wenigen 
Männern des großen Comiteés, die ſich hauptsächlich um denselben verdient gemacht haben, 
vor allen aber unserem Mitbürger, dem Buchhändler Herrn H. Vi eber t.“ 
Unser Bild zeigt nach einem noch gut erhaltenen Lichtbild den schönen Schmuck des 
Ehrentales am Friedensfeſt. Die Bürgerschaft ehrte die Krieger und sich selbſt durch den 
weihevollen Akt, der das Dankbare, Herzliche und Gemütvolle in dem Charakter unserer 
Bevölkerung bekundet. 
57
	        

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1926. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1926. Print.
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