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1926 (0004)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: 1926 (0004)

Periodical

Persistent identifier:
1671265963
Title:
Der Saarkalender
Sub title:
ein Volksbuch für heimatliche Geschichtsforschung, Kunst, Naturwissenschaft, für saarländische Literatur, Statistik und Volkshumor
Shelfmark:
Z 647
ZDB-ID:
ZDB Icon2981281-1
PPN der Nachfolger-Zeitschrift:
1671266579
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
Druck und Verlag von Gebr. Hofer AG
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Erscheinungsverlauf:
1923 - 1936
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
1671265963_0004
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-500996
Title:
1926
Volume count:
0004
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Periodicals
Year of publication:
1926
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
230

Chapter

Title:
Gemischte Beiträge
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
152

Contents

Table of contents

  • Der Saarkalender
  • 1926 (0004)
  • Cover
  • Title page
  • Zum Geleit
  • Preface
  • Kalendarium
  • Gemischte Beiträge
  • Contents
  • Inserate

Full text

Saarkalender für das Jahr 1926 
Do wird ſchwaduddeld un puſiert: Dann die vergälle em es Läwe, ~ 
~ „Mei Schnuggelche, mei goldiſch Schnißche, Hängts Schille un de Bandel weg 
Mei Wonneklooß, mei Zuckerſchnißche, Ans Zabbebrett, do in der Eck. 
Du biſchoh mei Trudſchel, biſchh mei Läwe, Um Diſch do ſteht e Broggelhawe, 
Geh, duh mir doch e Schnudche gewe!“ Doo duhd er sich mit Broggel lawe, 
Un wenn der Bursſch e Schnurres had, Spielt uff em Qwetſchbeidel e Stickche, 
Schmeckt so e Kuß, es is e Staat. Die Fraa ſchlabbt Kaffe noch e Schlickche, 
Wie Sießſchmier un wie Kunfidoor, Die Kinner rolze doo erum, 
Das griwweld bis ins letschhe Hoor, – 's kläänſchoh noch 's Sääwerlätzſche um, 
Doch is er kladdiſch im Geſsiſcht, Un kaue Brodskurſchde un Kniesſcher, 
Pfui bääkes, schmeckt der Kuß dann wiescht! – Mit Harzſchmier sin verſchmiert die Schnießſcher, 
Brutzt ſo e Määde, halt nit ſtill, Debei doo duhn se blärre noch, –~ 
Weil's vun dem Bub nix wiſſse will, Wie is das so gemiedlich doch! 
Dann duhd der grimmelwiediſch keife Doch 's is nit immer so gemiedlich, 
Un aus ner annrer Tonart peife: ~ So ſtillvergniecht un aach so friedlich, 
„Du Schnuddelpeerſch, du doordiſch Hinkel, Wann ſich die Alde diſchbediere, 
Du dummi Ruytnas butz dei Ginkel, Was die vor Kosename fiehre: 
Geh — so e aldi Zaub wie dich, „Du Dirmel, Tobert, Rinſert, Blunsert, 
Griehn alle Daach ich ſicherlich!l“ Päärdboobert, Dusſsſeldier un Strunſsert, 
Doch aach das Määde gar nit sſaul, Du Halbgehenkter, Schwollekobb, 
Fahrt dem geheeriſch gleich ums Maul: Du Affezibbel, Kutzekobb, 
„Du Zoddelkrämer, Simbel Dummer, Du Grummeldibbe, Päädchestreter, 
Schmachtlabbe, du Schlambambel krummer, Flatschnickel, Maſſik du verdrehter, ; 
Du Mollochs, haſchde wohl uemennt. Dorſchäriſcher Krambe, du Harzkrämer, 
Ich käm dir dabber noohgerennt!“ Alt Schinnos, Flabbes,. du Batſchämer.“ ~ 
Dehemm, im Ecke hinnerm Owe, Sin Schmeichelname in. der Tat, 
D’'r Vadder huggd un flubbt sei Kloowe Die m'r doch wirklich ſunſchd nit had. 
Geſtobbd mit Knelles, fein geriwwelt, ' Das is die ſcheen Saabrigger Sprooch, 
Un dämbd, daß in der Stubb doo wiwweld Die hall mei läwelang ich hoch, 
Der Raach, m’r kinnt faſchoh menne dann, Ich lasse doo nix driwer kumme, 
's däd backe doo e armer Mann. Un kenn Gelehrder soll mir brumme 
Un nooh der Arwet ſchwerer Laſcht Un mich belehre, was mir han 
Halt er gemiedlich jetzt ſei Raſcht, Hie for e Sprooch, ich kann's em ſaahn: 
Macht sich's komood in alle Sticke, „Es is nit fränkisch, alemänniſch 
Ziehd Schlabbe aahn, daß nimme drigge 's is deitſch, ~ 's is ſaabriggeriſch!“ 
Die Grähnaue doo ahn de Zewe, ~ Karl Hauſer - Saarbrücken. 
  
Der Herr Referendar. 
Es war damals doch eine gemütliche Zeit, als die Herren Befliſſenen und , Referendare ~ 
kenntlich am Kneifer und an den neuen ein- oder zweistöckigen oder niederen Bergmannsmügen, 
je nach der Mode, denn diese Mützen waren auch der Mode unterworfen – zu den Gruben des 
Saarreviers kamen, um] kurze Zeit den Dienſt eines Steigers zu versehen. Mit Vorliebe wurde 
die Grube Heinitz gewählt und mancher Träger eines heute bekannten Namens in der deutschen 
Industrie erinnert ſich sicher mit Vergnügen der Referendarzeit im schönen „Holzhauertal“ (alte 
Vezeichnung des Bannes, auf dem jetzt die Heinitzſschächte in die Höhe ragen). Bekannte Führer 
der weſtfäliſchen Induſtrie, wie die Herren Generaldirektoren van Bürk-Unna, Keſten-Dalbuſch, 
Burgers-Gelsenkirchen u. a. waren Heinitzer. Es waren meiſt joviale Menſchen, Söhne der roten 
Erde, der Mark und des Harzes, beliebt in der Grube und im Kasino, die hier während einiger 
Monate ihr Können und Wissen unter der Leitung eines erfahrenen Steigers bereichern konnten. 
Auch die älteren Knappen werden ſich, der meiſt heiteren Herren erinnern und sie am warmen 
Herd zur Wintersgeit in die Betrachtung der Vergangenheit mit einbeziehen. Schon der Titel 
„Referendar“ war ihnen so geläufig geworden, daß sie die Stutzzer im Dorfe mit diesem Titel 
auszeichneten. Manches Witzwort der Referendare machte im Beamtenkaſino die Runde; aber 
einen unfreiwilligen Witz könnte der alte Sch.-Pit vom „Elversberg“ erzählen, wenn er nicht zur 
großen Bruderſchaft abgegangen wäre. Er sei hier wiedergegeben: : 
. Der Steiger seiner Abteilung durfte eines Tages einem jungen Herrn Referendar, der allein 
schon durch einen fetter Schmiß auf der einen Geſichtshälfte recht ſchneidig za). Platz machen 
und nach deſſen Anlernung als Beobachter auf die Mittagsſchicht fahren. Bereits am 1. Tage 
seiner Alleinherrschaft fühlte sich der Herr Referendar als Herr der Situation und ſagte morgens 
vor der Anfahrt mit erhobener Stimme zu dem einen Bon wünſchenden alten Pit „Ihr habt 
geſlern schlecht gefördert, woran hat es denn gelegen?“ Pit schob erſt seinen Priem von der einen 
Seite auf die andere, ehe er gelaſſen antwortete: „Am Druck, Herr Referendar“. „Der Druck 
ſoll mal gleich zu mir kommen“, rief hierauf der neue Abteilungsführer, auf den Tiſch klopfend, 
aus. (Unter Druck meinte der alte Bergmann den Luftdruck, der seinen Bohrer trieb). 
  
167
	        

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1926. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1926. Print.
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