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1926 (0004)

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Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: 1926 (0004)

Periodical

Persistent identifier:
1671265963
Title:
Der Saarkalender
Sub title:
ein Volksbuch für heimatliche Geschichtsforschung, Kunst, Naturwissenschaft, für saarländische Literatur, Statistik und Volkshumor
Shelfmark:
Z 647
ZDB-ID:
ZDB Icon2981281-1
PPN der Nachfolger-Zeitschrift:
1671266579
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
Druck und Verlag von Gebr. Hofer AG
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Erscheinungsverlauf:
1923 - 1936
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
1671265963_0004
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-500996
Title:
1926
Volume count:
0004
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Periodicals
Year of publication:
1926
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
230

Chapter

Title:
Gemischte Beiträge
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
152

Contents

Table of contents

  • Der Saarkalender
  • 1926 (0004)
  • Cover
  • Title page
  • Zum Geleit
  • Preface
  • Kalendarium
  • Gemischte Beiträge
  • Contents
  • Inserate

Full text

  
Saarkalender für das Jahr 1926 
Inzwischen waren auch die Verwundetenpapiere nach Schloß Mercy gekommen und 
unser guter R. wurde dort sehnſüchtig vom Gerichtsoffizier erwartet. Alles lag bereit. 
Emil glaubte, der Himmel stürze über ihn ein, als er erfuhr, daß er zu dem Verluſt 
seines Rieichtums ſchließlich auch noch beſtraft werden sollte. Das Verfahren gegen rihn 
nahm seinen programmäßigen Verlauf, bis der Bataillons-Adjutant auf den Gedanken 
kam, das Beutestück von einem Kenner taxieren zu lassen; vielleicht wäre es mit einer 
halben Million doch noch zu niedrig eingeſchätzt. Dieser Vorschlag leuchtete dem Komman- 
deur ein, eine sorgfältig ausgewählte Kommission dampfte nach Saarbrücken zu einem 
Kenner, der die Abſchätzung vornehmen sollte. Die Herren waren sich der Wichtigkeit 
ihrer Mission vollkommen bewußt. 
Der Sachverſtändige fing aber ob der ernsten Amtsmienen der Offizierle herzlich an 
zu lachen: „Aber meine Herren“, sagte er, „wozu denn ſo feierlicht Es iſt noch lange 
nicht alles Gold, was glänzt. 18 b is 28 Mark würde ich für das Ding aus- 
g e b en. Es ist ja nichts als ein ganz nett gearbeiteter Briefbeschwerer!“ 
Das war eine zu arge Enttäuſchung. Aber was half da alles Schwätzen! Der Sach- 
verſtändige nannte den Herren schließlich einen Metzer Kollegen, bei dem sie auf der Rück- 
reiſe nech einmal ihr Glück verſuchen könnten. Sie hatten aber genug von der Sache 
und dampften kleinlaut nach Schloß Mercy. Der Oberstleutnant, der bei seinen Truppen 
auf strenge Disziplin hielt, freute fich über den unerwarteten Ausgang der Sache, denn 
Özil R. war ein tapferer Soldat, den er nicht gerne einer ſchweren Strafe ausgeliefert 
ä tr. 
h „Jetzt will ich das Lumpending aber nicht mehr sehen,“ befahl er. Und ſo wurde 
das arme unſchuldige „goldene“ Schwertstück aus der diebessicheren Kiste der Privat- 
wohnung des Obersſtleutnants degradiert zu einem wertloſen Messingstück, das in einer 
Papyſchachtel in der Schreibſtube aus einer Ecke in die andere geſtoßen wurde. 
Bei der gerichtsnotoriſchen Wertloſigkeit des Beutestückes bekam denn auch das 
Gerichtsverfahren gegen Emil eine ganz andere Wendung. Wegen der Bagatelle konnte 
man den ſonst tadelloſen Mann nicht beſtrafen, wenn überhaupt ein Strafgrund vorlag: 
abgeſchen von der Blamage. Und so wurde die Sache so gedreht, daß Emil 3 Tage wegen 
ungetührlichen Benehmens vor Gericht erhielt, welche Strafe ihm aber erlassen werde, 
puer is: dis hsm die ten orpru nter rrslg in t . euer pd n 
zusar1mengestoppelt werden sollte, da zog es den alten Haudegen mit unwiderstehlicher 
Genalt wieder ins Feld. An die 3 Tage dachte er am allerwenigsten, als er zum Kom- 
yz hn:cjihrer ging und sagte: „Herr Leutnant, ich gehe mit d em Trans- 
port“. 
vit Lin! 113; §§2 ute CRO te ür Futt rt vieler Nerrat ves Oeheimzzſes 
gegeben, der für einen Feldsoldaten unentbehrlich ist. 
  
Einer, dem es nicht ſchnell genug geht. Zur Zeit, als im Saargebiet die Verwüſtungen bekannt 
wurden, die der Raubbau unter der franzöſischen Verwaltung in den Saargruben in dem pfälzischen 
Ort Schnappach angerichtet hatte, erschien in einer ſaarländiſchen Zeitung eine Notiz „Das ver- 
ſackende Frankreich“. Danach war von einem Münchener Gelehrten festgestellt worden, daß im 
Laufe der letzten drei Jahrzehnte die Oberfläche des frangöſiſchen Bodens analog den fortgesetzten, 
unmerklichen geologischen Verschiebungen in der Erdrinde ſich um etwa 50 Zentimeter gesenkt 
habe, alſo im Jahre um etwa 2 Zentimeter. Diese Nachricht gab einem ,„Erzchauvinisten“ Anlaß 
zu folgender Anfrage an die Redaktion seiner Zeitung: „Gihts denn kein Verfahren, wodurch 
der Versackungsprogeß Frankreichs beſchleunigt werden könnte? A uf mindestens 50 Z ent i- 
meter pro Jahr ? Vielleicht, wenn man die französische Bergverwaltung so schalten und 
ſ:::!: ließe wie hier im Saargebiet? Dann hätten wir doch in absehbarer Zeit Ruhe und 
rieden.“ 
Saarbrücker im Auslande. Der Saarbrücker H. und der in Völklingen wohnende, aus ſSaar- 
brücken ſtammende M. kamen als Landſturmleute nach Antwerpen. Als sie zum erstenmal durch 
die Kaiserſtraße schlenderten, unterbrach der Völklinger ihr durch das viele Schauen herbei- 
geführtes Stillschweigen und sagte: „Du Karel, ich hätt awer net geglaabt, daß es in Antwerpe so 
viele schlechte Menschen gebt.“ „Woran ſsiehſcht du denn das?“ war die Antwort. „Ei 1do gock doch 
mol an die Finſchter, do siehſte iwerall die Schilder „Kamer vo de huren“. (Flämisch, auf deutſch 
heißt es: möbliertes Zimmer zu vermieten; huren iſt das hochdeutsche heuern) 
  
103
	        

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1926. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1926. Print.
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