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1925 (0003)

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Bibliographic data

fullscreen: 1925 (0003)

Periodical

Persistent identifier:
1671265963
Title:
Der Saarkalender
Sub title:
ein Volksbuch für heimatliche Geschichtsforschung, Kunst, Naturwissenschaft, für saarländische Literatur, Statistik und Volkshumor
Shelfmark:
Z 647
ZDB-ID:
ZDB Icon2981281-1
PPN der Nachfolger-Zeitschrift:
1671266579
Place of publication:
Saarbrücken
Publisher:
Druck und Verlag von Gebr. Hofer AG
Document type:
Periodical
Collection:
Periodicals
Erscheinungsverlauf:
1923 - 1936
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger

Volume

Persistent identifier:
1671265963_0003
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-503304
Title:
1925
Volume count:
0003
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Volume
Collection:
Periodicals
Year of publication:
1925
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
233

Chapter

Title:
Gemischte Beiträge
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
155

Contents

Table of contents

  • Der Saarkalender
  • 1925 (0003)
  • Cover
  • Inserate I
  • Title page
  • Zum Geleit
  • Preface
  • Kalendarium
  • Gemischte Beiträge
  • Contents
  • Inserate II

Full text

  
Saarkalender für das Jahr 1925 
  
  
  
bleibt, daß er mit seiner Regierungskunſt auf der einen Seite das Volk verbittert und 
diem edlen Völkerbundsgedanken schweren Schaden zugefügt hat. Auf der anderen Seite 
wollen wir alle aber niemals vergeſſen, daß er im Saarlande den Funken nationalen 
Empfindens zu lohender Flamme entfacht hat. Weiter. Er schuf Märtyrer unserer heiligen 
Sache in den Ausgewieſenen. Sie mußten Heimat und Herd nicht durch gerichtliches 
Urteil verlaſſen, sie wurden von der Scholle vertrieben, wie weiland die Unglücklichen 
im zariſtiſchen Rußland, verbannt auf dem Verwaltungswege. Niemals trotz öffentlicher 
Aufforderung hat es die Regierungskommisſsion gewagt, ihr Vorgehen hier durch ein 
gerichtliches Urteil zu erhärten. Und das Verbrechen der Vertriebenen? Sie hatten eine 
deut’che Mutter! Die Opfer einer Gewaltpolitik gereichen unserem Kampfe aber zum 
Heil. Unermüdlich ziehen sie durch die fernſten Gaue des Vaterlandes und verkünden durch 
Wort und Schrift, mit Herz und Mund das Evangelium von der Deutſchentreue des 
Saarlandes, von unserem Opferſinn, unserer Qual und Hoffnung. Ihre Weckrufe haben 
die wünschenswerte Klarheit im Reiche geschaffen auch über den materiellen Wert, der 
hier in Frage steht. Der Widerhall, den die Mahnungen dieſer Sendboten der Heimat 
überall im Reiche gefunden haben, erfüllen uns mit frohem Mute. Dank euch, ihr 
tapferen Herzen! So wird einst der Aera Rault bei all der sie begleitenden Not für 
das nationale Läuterungsfeuer im Lande und für die Kenntnis uaserer Gesinnung und 
ktrewollen Geschichte im weiten Vaterlande von uns mit Anerkennung und Dank 
geda werden. 
Landesrat, Kommunen, Presse und Volk machen der Regierungskommission öffenillich 
wieder und immer wieder den nur zu berechtigten Vorwurf, sie ſehe mit verſchräakten 
Armen dem Elend zu, sei unfähig zu kraftvoller Hilfe und wirke einseitig im Sinne 
franzöſiſcher Annexionsluſt. In Genf versucht sie es dann mit Beruhigungspulvern ſelbſt 
bei der arößten Notlage der Bevölkeruns. Man denke nur an die verwirrende Stagnation 
und beängstigende Lage unseres Wirtſchaftslebens, deſsſen heute so engmaschiges Netz 
mittelbar alle Kreise in sich schließt. Der Bericht darüber redet „von gewissen Schwierig- 
keiten, die man aber nicht übertreiben dürfe.“ So leichthin iſt es doch nicht abgetan, 
wenn 85 Prozent des Volkes in eirem geradezu verzweifelten Kampfe um des Lebens 
Nahrung und Notdurft stehen. Denken wir nur an den ſonſt ſtets regen Pulsſchlag 
ſtädtisſchen Lebens, es ist das untrügliche Barometer für die große Not im Lande. Die 
Kaufkraft iſt verschwunden, Friedhoksstille in den Geschäften und mit einer Art bitterem 
Galgenhumor möchte man sagen: : 
Wo alles einst so froh und frisch, 
~ Ach, es iſt zum Weinen – 
Da sitzt man auf dem Ladentiſch 
Und baumelt mit den Beinen! : 
Min wird verſtimmt, denn ſchließlich 
Wirkt dieses sehr verdrießlich. 
Wenn ich einmal der Herrgott wär', 
Die Goldmark käm’ ohn’ Schwanken, 
Denn heut’ bleibt jeder Beutel leer, - 
Das danken wir dem Franten. 
Man wird verſtimmt, denn ſchließlich 
Wirkt dieſes ſehr verdrießlich. 
Die Pleiten blühen wie gesät, 
Wie sitzen wir im Drecke! 
So oft der welsſche Hahn hier kräht, 
Geht alles aum die Ecke! 
Man wird verstimmt, denn ſchließlich 
Wirkt dieſes ſehr verdrießklich. ; 
Das kennzeichnet die Situation! Soweit ſind wir durch den bisherigen franzöſiſchen 
Kurs in der Regierungskommission gekommen, und täuſchen nicht alle Zeichen, so iſt 
ſer hrttge wirtschaftliche Stand erſt der Schwierigkeiten Anfang, aber lange noch nichr 
Auf kulturellem Gebiet wogt der Kampf, die Schulſkandale haben die Volksſeele_ 
erregt, ſie wird nicht ruhen, bis die Sündenböcke und ihr Troß in die Wüſte gejagt 
ind. Wir werden den Geiſt unserer Jugend rein zu halten wissen und sie nicht zu 
  
  
vaterlandsloſen Trotteln und Gesinnungslumpen verbilden lassen. Ich kann hier diese 
Frage nicht aufrollen ,eine kleine, bezeichnende Stichprobe über Gesinnung und Richtung 
mag und muß genügen. Die Aula der Saarbrücker Oberrealschule erglänzt eines Tages 
  
37
	        

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1925. Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1925. Print.
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