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Philosophie der Kunst

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Bibliographic data

fullscreen: Philosophie der Kunst

Monograph

Persistent identifier:
1658658205
URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-299063
Title:
Philosophie der Kunst
Author:
Gentile, Giovanni
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Document type:
Monograph
Collection:
philosophy
Fine Art
Year of publication:
1934
Copyright:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
Language:
ger
Digitised pages:
300

Chapter

Title:
Erster Teil. Die Aktualität der Kunst
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
109

Chapter

Title:
IV. Das Gefühl
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Digitised pages:
23

Contents

Table of contents

  • Philosophie der Kunst
  • Cover
  • Prepage
  • Title page
  • Imprint
  • Vorbemerkung
  • Contents
  • Einführung. Das Problem der Kunst
  • I. Der menschliche Charakter der Kunst
  • II. Das empirische Problem
  • III. Das philosophische Problem
  • Erster Teil. Die Aktualität der Kunst
  • I. Das Dasein der Kunst
  • II. Die Form
  • III. Dialektik der Form
  • IV. Das Gefühl
  • V. Liebe und Sprache
  • Zweiter Teil. Die Attribute der Kunst
  • I. Die Kunst, die Künste und die schöne Natur
  • II. Genie, Geschmack, Kritik
  • III. Die Kunst als Befreierin
  • IV. Kunst und Moral
  • V. Die Unsterblichkeit der Kunst
  • Schluss
  • Veröffentlichungshinweise

Full text

136 
Die Aktualität der Kunst. 
Formulierung nicht nur nicht zugänglich (außer wenn man die 
Wortdefinitionen, von denen die Abhandlungen über die Psycho¬ 
logie des Gefühls voll sind, mit Gedanken verwechselt); und es 
kann auch niemand sagen, es sei Gegenstand der Kunst und fände 
in ihr seinen vollen Ausdruck. Da ist der Dichter, der seinen 
Schmerz singt; aber es ist bekannt „im Singen mildert sich der 
Schmerz“: der Schmerz ist nicht mehr da. Und wenn wir den 
Gesang gelesen haben, so können wir nicht sagen, daß wir den 
Schmerz des Dichters kennen, der sich uns hätte mitteilen müssen; 
statt dessen befinden wir uns in jenem Zustand der Gnade, der die 
Wirkung der Dichtung ist: Heiterkeit, Freude — alles eher als Leid. 
Und alle Gefühle vertrocknen und verschwinden, wenn man von 
ihnen spricht, und wie man auch von ihnen spricht. Der echte 
Schmerz findet keine Worte und bleibt stumm („Ich weinte nicht, 
so hart ward ich im Innern“ sagt Conte Ugolino), und jede Freude, 
die man auskosten und bewahren möchte, hält man eifersüchtig ,im 
Herzen verschlossen aus Furcht, der Neid eines andern könnte sie 
verbittern und gleichsam die Luft sie verderben. 
Es ist daher bemerkt worden, ein erkanntes Gefühl sei nicht ein 
Gefühl, sondern eine Erkenntnis. Je weniger Gefühl, um so mehr 
Erkenntnis. So tritt der ideale Philosoph, der auf den Gipfel des 
Erkennens klimmt, frei von jeder Leidenschaft auf. Aber man be¬ 
denkt nicht, daß diese Vorstellung von dem leidenschaftslosen, un¬ 
erschütterlichen, im Sinne des Lukrez heiteren Philosophen, der 
weit von den Stürmen der Leidenschaften entfernt ist, ein Mythos 
ist, der aus einer phantastischen Vorstellung des Philosophen ent¬ 
steht, wenn man diesen mit den Menschen vergleicht, die sich nicht 
zu seinem philosophischen Bewußtsein erheben. Dieses ist zwar 
zu einer Lösung zahlreicher Probleme gelangt, die. das allgemeine 
Bewußtsein erregen, und es fühlt deshalb nicht mehr die Leiden¬ 
schaften, die aus diesen Problemen herrühren. Aber er hat nicht 
schon alle Probleme gelöst. Es hat seine eignen, und im Besitz 
dieser besteht tatsächlich seine Philosophie. Indem es sie aber be¬ 
sitzt, hat es seine Leidenschaften. Spinoza, der Asket Spinoza, der 
die Welt flieht und daher aus Liebe zu seiner Unabhängigkeit sogar 
einen Lehrstuhl für Philosophie ablehnt und durch seine Ethik hin¬ 
durch sich seiner eroberten Freiheit sicher wähnt, die für ihn der 
Fähigkeit gleich ist, das Leben mit den gleichen indifferenten Augen 
wie der Geometer anzusehen, der seine Linien und Figuren studiert 
(perinde ac si quaestio de lineis, planis aut de corporibus esset), 
blickt in seiner erhabenen Einfalt nicht in sich hinein, sieht nicht
	        

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Gentile, Giovanni. Philosophie Der Kunst. Berlin: Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek, 1934. Print.
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