Full text: 1962 (0090)

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Die beiden Fördermaschinen, die im Endausbau mit 
je zwei Motoren von insgesamt 5940 kW ausgestat 
tet werden, sind die größten Anlagen dieser Art an 
der Saar. 
Fernwärme- und Trinkwasserversorgung 
Die Betriebsgebäude der Schachtanlage im Warndt 
und der Anlage St. Charles IV sowie die 270 Woh 
nungen der Bergarbeiter-Siedlung beim Dorf im 
Warndt werden mit Fernwärme für Heizung und 
Badewasser vom Kesselhaus Velsen versorgt. Die 
Fernheizanlage ist als geschlossener Kreislauf mit 
Vor- und Rücklaufleitung geplant. Als Wärmeträger 
wird Wasser verwandt, das mittels Dampf auf eine 
jahreszeitlich variable Temperatur von 120 Grad 
Celsius bis maximal 180 Grad aufgeheizt wird; der 
Rücklauf wird auf einer konstanten Temperatur von 
80 Grad gehalten. Als Heizdampf zur Aufheizung 
des im Primärkreislauf befindlichen Wassers wird 
Frischdampf der Kesselanlage Velsen sowie Ab 
dampf der Fördermaschinen der Grube Velsen ver 
wandt. 
Zwischen dem Kesselhaus Velsen und den zirka 
6 km entfernten Wärmeverbrauchern wird ein Fern 
leitungsnetz über den neu geschaffenen Bahnkör 
per von Bahnhof Großrosseln verlegt. Die Verle 
gung der Leitungen, die gegen Wärmeverluste ge 
schützt werden, erfolgt auf Stützen im Freien. Auf 
der Schachtanlage im Warndt sind drei große über 
gabestellen vorgesehen. Zur Überbrückung der gro 
ßen jahres- und tageszeitlichen Schwankungen auf 
der Abnehmerseite erhält die Fernbeheizungsanlage 
automatische Regeleinrichtungen. 
Für die Trinkwasserversorgung der Anlage steht 
eine Leitung vom Wasserwerk Lauterbach zur Ver 
fügung. Nördlich der Anlage ist die Aufstellung 
eines Hochbehälters geplant. Der Anschluß von 
zwei grubeneigenen Bohrlöchern mit je einer Lei 
stung von 1500 Kubikmeter/Tag ist vorgesehen. Als 
dritte Versorgungsmöglichkeit für Notfälle ist die 
Anzapfung der an der Anlage vorbeilaufenden Ge 
meindeleitung von Ludweiler vorgesehen. 
Die elektrische Energieversorgung 
Die elektrische Energieversorgung der Schacht 
anlage erfolgt über das 65 kV-Freileitungsnetz der 
Saarbergwerke AG, und zwar mit je einer Leitung 
von der Grube Velsen und der Anlage St. Charles 
IV. Diese beiden Leitungen münden im östlichen 
Teil des Betriebsgeländes und speisen die dort er 
richtete 65 kV-Freiluftschaltanlage. Von dieser wer 
den über zwei Transformatoren mit je einer Leistung 
von 20 MVA die 10 kV- und die 5 kV-Hochspan- 
nungsschaltanlage gespeist. 
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