Full text: 1960 (0088)

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Ein Vergleich 
der in den letzten Jahren auf der Grube 
Maybach angewandten Gewinnungsmethoden 
von Dipl.-Ing. Richard JUST 
Auf der Grube Maybach wurden infolge der gege 
benen Veränderungen in der Flözmächtigkeit und in 
der Lagerung in den letzten Jahren verschiedene 
Gewinnungsmethoden angewandt, die im folgenden 
beschrieben, beurteilt und verglichen werden. 
In den Jahren 1951—1957 war die Überschrämme 
thode vorherrschend, eine Methode, die für geringe 
Flözmächtigkeiten in der flachen Lagerung geeignet 
ist. Als 1957 mächtigere Flöze zum großen Teil in 
der halbsteilen Lagerung abgebaut werden mußten, 
war man gezwungen andere Gewinnungsmethoden 
anzuwenden. Der Übergang von geringmächtigen 
Flözen auf mächtigere einerseits und der weitaus 
schwierigere von der flachen in die halbsteile 
Lagerung sollte ohne wesentliche Änderung der 
vorhandenen Strebausrüstungen und ohne Beein 
trächtigung der Förderung und Leistung vollzogen 
werden. Den klassischen Schrägbau mit Stauschei 
benförderer übernahm man nicht, weil der Abbau 
in der halbsteilen Lagerung im Maybacher Feld 
wegen Erschöpfung der Vorräte nur kurzfristig um 
gehen kann. Deshalb wurde der Panzer als Streb 
fördermittel in der halbsteilen Lagerung beibehalten. 
Die Strebe wurden geringfügig schräggestellt. Bei 
Einfällen über 30° wurde der Panzer mit starren 
erhöhten Mitnehmern ausgestattet. Die Schräm 
maschine konnte dank der größeren Mächtigkeit 
auf den Panzer gesetzt werden. Von der Über 
schrämmethode kam man zum Schrämen auf dem 
Panzer. 
Damit blieb die Kohlengewinnung immer noch teil 
mechanisiert. Der Schritt zur Vollmechanisierung 
wurde durch einen Versuch mit der schälenden 
Kohlengewinnung (Hobeln) gemacht. Außerdem läuft 
seit März 1959 eine Walzenschrämmaschine, die 
eine Vollmechanisierung der schneidenden Kohlen 
gewinnung ermöglicht. 
Ziel dieser Bemühungen war, die Wirtschaftlichkeit 
der Grube zu gewährleisten. Die bereits erreichte 
Konzentration im Abbau sollte beibehalten und noch 
verstärkt werden. Ein Maß für die Konzentration 
im Abbau ist der tägliche Abbaufortschritt und die 
durchschnittliche Tagesförderung je Streb. 
Daß beim Übergang das gesetzte Ziel erreicht 
wurde, geht aus folgenden Zahlen hervor: 
Jahr 
0-Streb- 
0-Mächtigkeit 
0-Abbaufortschritt 
0-Förderung/Tag 
höhe 
Brutto 
Netto 
je Tag 
und Streb 
1954 
186 m 
— 
1,07 m 
2,10 m 
942 t 
1955 
190 m 
1.47 m 
1,12m 
1,87 m 
472 t 
1956 
181 m 
1,38 m 
1,02 m 
2,03 m 
447 t 
1957 
184 m 
1,32 m 
1,00 m 
1,88 m 
455 t 
1958 
187 m 
1,56 m 
1,10m 
1,83 m 
466 t 
Jahr 
0-Tagesförderung 
der Grube 
Kohlenhauer 
0-Leistungen 
Streb 
Abteilung 
Grube 
u. Tag ohne Neub. 
1954 
3518 t 
ca. 4 500 
ca. 3 300 
2 729 
1 664 kg/MuS. 
1955 
3 591 t 
4 718 
3 562 
3 057 
1 753 
1956 
3 373 t 
4 475 
3416 
3 057 
1 733 
1957 
3 490 t 
4 402 
3 346 
2 926 
1 749 
1958 
3 635 t 
4 726 
3 529 
3 087 
1 827
	        

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