Full text: 1958 (0086)

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Die Aufarbeitung der Kohle 
vor dem Einsatz in die Koksöfen der Kokerei Luisenthal 
Von Ingenieur Ferd. Göbel, Ubertagedirektion 
Aus der Tatsache, daß bei weitem nicht alle 
Kohlensorten von Natur aus verkokbar sind 
und nur ein Teil von diesen erst durch Auf 
mahlung und Vermischung mit gut backenden 
Fettkohlen für die Verkokung nutzbar gemacht 
werden kann, ergibt sich die Notwendigkeit 
von Misch- und Mahlanlagen auf den Koke 
reien, wo man nicht über die gewünschte 
Menge von echten „Kokskohlen" verfügt. 
Für die Kokereien der Saar haben die 
Misch- und Mahlanlagen eine besondere Be 
deutung, da die Saarkohlen im ganzen ge 
sehen weniger gut verkokbar sind. Die Haupt 
kohlensorten der Saar sind: 
1. Fettkohlen, die grundsätzlich verkokbar 
sind, wenn Kohlen verschiedener Herkunft 
beigemischt werden, 
2. Magerkohlen, die grundsätzlich nicht ver 
kokbar sind und deshalb nur in geringen 
Mengen in der Kokskohle der Fettkohle 
beigemischt werden können und nur für 
die Herstellung besonderer Koksqualität. 
Außer der Vermischung und Feinmahlung 
der verschiedenen Kohlensorten ist an der 
Saar die Beigabe von Koksmehl als Mage 
rungsmittel sowie das Stampfen der Einsatz 
kohle zum Kohlenkuchen erforderlich zur Her 
stellung von brauchbarem Koks. Zur Erzeu 
gung von hochwertigem Hochofenkoks ist 
außerdem noch die Beimischung von fremder 
Fettkohle (Ruhrkohle) notwendig, wenn auch 
in geringerem Umfange als früher. Es versteht 
sich, daß eine genaue Dosierung der ver 
schiedenen Mischkomponenten, eine gute 
Feinvermahlung und Vermischung sowie eine 
gieichbleibende Kornqualität und Feuchtig 
keit von größter Wichtigkeit sind für die Her 
stellung von Qualitätskoks. 
Diesen Erfordernissen wird beim Bau der 
neuen Kokerei Luisenthal durch die Errichtung 
einer modernen Kohlen-Stapelanlage, Kohlen- 
Misch- und Mahlanlage sowie Trocknungs 
und Mahlanlage zur Herstellung von Koks- 
mehf Rechnung getragen. Gleichzeitig wer 
den Bunkerungsmöglichkeiten geschaffen 
(Misch- und Mahlanlage ca. 5000 t, Kohlen 
turm ca. 2000 t), damit bei einer längeren Stö 
rung in der Kohlenzufuhr oder während meh 
rerer hintereinanderliegender Feiertage der 
Bedarf der Kokerei gesichert ist. 
A. Kohlensorten, die in der Kokerei Luisenthal 
zur Herstellung der verschiedenen Koks 
kohlen in verschieden anteiligen Mengen 
gemischt werden: 
a) Fettkohlen von der Wäsche Luisenthal, 
werden durch ein Stollenband unter der 
Saar her zur Kokerei transportiert. 
L A NGSSCHNITT 
durch d,e MISCH -u MAHLANLAGE u KOKSGRUS-TROCKNUNGS-u MAHLANLAGE 
Abbildung 1: Längsschnitt durch die Misch- und Mahlanlage und Koksgrus-Trocknungs- und Mahlanlage
	        

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