Full text: 1958 (0086)

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Die Anlagen zur Raffination 
und Destillation von Kokereibenzol 
Von Dr. Hugo Lohrmann 
Das beim Verkokungsprozeß gebildete und 
aus dem Gas abgeschiedene Kokereibenzol 
enthält Verunreinigungen, welche vor der Ver 
wendung des Benzols unschädlich gemacht 
werden müssen. Für die „Raffination" ge 
nannte Reinigung des Rohbenzols kannte man 
bis vor wenigen Jahren nur das Schwefel 
säureverfahren. Das Rohbenzol wurde mit 
Schwefelsäure und Natronlauge gewaschen 
und anschließend destilliert. Die Anwendung 
des Schwefelsäureverfahrens brachte erheb 
liche Substanzverluste mit sich, welche bis zu 
15 °/o betrugen. Außerdem war die Beseitigung 
übelriechender Harzstoffe, welche sich aus 
den Verunreinigungen des Benzols bildeten, 
mit Unannehmlichkeiten verbunden. 
Nach dem zweiten Weltkrieg hatte die 
Badische Anilin- und S o d a f a b r i k, Lud 
wigshafen, in Arbeitsgemeinschaft mit dem 
Hydrierwerk Scholven ein neues Verfahren 
zur Raffination von Kokereibenzol entwickelt. 
Nachdem nun jahrelang gute Erfahrungen vor 
liegen, haben sich die SBW entschlossen, auf 
der Kokerei Luisenthal eine zentrale Benzol 
raffinationsanlage nach diesem neuen Ver 
fahren zu bauen. 
Die Kokerei Luisenthal wird jährlich etwa 
12 000 t Rohbenzol erzeugen. Zusammen mit 
den Kokereien Heinitz und Reden beträgt 
dann der jährliche Gesamtanfall an Rohben 
zol bei den SBW fast 30 000 t. Da die Anlagen 
in Heinitz und Reden ohnedies eine Erneue- 
Abtaildung 1: Benzolraffinationsanlage auf Kokerei Hansemonn
	        

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