Full text: 1958 (0086)

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Die Geschichte einer 
Bergmannsiahne 
Unter Bergleuten ist es eine Selbstverständ 
lichkeit, daß man Freud und Leid gemeinsam 
teilt. In dieser Geschichte soll nun erzählt wer 
den, wie die Honzrather Bergleute ihren Kame 
raden von Hargarten zu einer Bergmannsfahne 
verhalfen. 
Man schrieb das Jahr 1922, und der Berg 
mannsverein Honzrath rüstete zur Fahnenweihe. 
Rechtzeitig wurde einer Bonner Fahnenfabrik 
der Auftrag erteilt, ein Vereinsbanner anzu 
fertigen. Termingerecht wurde diese Fahne auch 
mit der Eisenbahn nach Honzrath abgesandt. 
Wochen vergingen, und man wartete mit Sehn 
sucht und Ungeduld auf das Eintreffen der 
Fahne. Als schließlich Nachforschungen an 
gestellt wurden, ergab sich, daß die Fahne 
auf dem Transport verloren gegangen war. Die 
Eisenbahn wurde schadensersatzpflichtig ge 
macht. Schleunigst wurde eine zweite Fahne in 
Bonn bestellt, die auch gerade eben noch zur 
rechten Zeit eintraf, so daß die Honzrather 
Bergleute an dem festgesetzten Tag die Weihe 
vornehmen konnten. 
Da trotz allen Schwierigkeiten alles gut ver 
lief, hatte man die Aufregung bald vergessen. 
Doch einige Monate später erhielt der Vor 
sitzende einen Brief von einem Bewohner der 
Stsdt Köln am Rhein. Darin teilte dieser mit, daß 
er bei einer Fundsachenversteigerung der Eisen 
bahndirektion Köln eine Fahne, die durch ein 
Futteral verhüllt war, für wenig Geld angestei 
gert habe. Beim Entrollen las er die Beschrif 
tung, und in der Meinung, der Bergmannsverein 
Honzrath habe sein Banner bei einem Vereins 
ausflug zurückgelassen, bot er die Fahne gegen 
Erstattung der Unkosten an. Der Bergmanns 
verein aber war an dem Fundstück wenig inter 
essiert, denn man war ja inzwischen bereits im 
Besitz einer Vereinsfahne. 
Uber die Angelegenheit unterhielt man sich 
einmal auf dem Schichtwege, und dabei wurde 
der Vorfall auch den Hargartener Bergmännern 
bekannt. In ihnen reifte der Entschluß, das Fund 
stück käuflich zu erwerben. Die Kameraden 
von Honzrath gingen deshalb schließlich doch 
auf das Angebot aus Köln ein und verschafften 
auf diese Weise ihren St. Barbarabrüdern von 
Hargarten ein Vereinsbanner. 
Nachdem die Beschriftung geändert war, 
konnte die Fahne am 15jährigen Bestehen im 
Jahre 1923 ihrer Bestimmung übergeben wer 
den. Und noch heute scharen sich mit Stolz die 
Hargartener Bergleute in unverbrüchlicher 
Kameradschaft um diese Fahne. A. K. 
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