Full text: 1957 (0085)

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»Rehabilitation« in 
Von Dr. med. H. G. Z e y e r 
djlof? Ptetfcfueb 
Unter dem Begriff „Rehabilitation“ vermag sich nicht jedermann sofort etwas vorzustellen. Es soll 
deshalb versucht werden, unsere Leser mit dem Genesungsheim für Unfallverletzte der Saarberg 
werke in Schloß Bietschied bekannt zu machen, mit einer Einrichtung, die alle Saarbergleute 
angeht. 
ielleicht ist dem einen oder anderen 
Leser der Name Hohenlychen noch ver 
traut, das vor dem Krieg weltbekannte 
Genesungsheim für Sportverletzte in der herr 
lichen Natur der Uckermark. Dort war es, wo 
verletzte junge Sportler zuerst mit neuzeitlichen 
mediko-mechanischen Methoden systematisch be 
handelt wurden, um sie wieder voll funktions 
tüchtig zu machen und möglichst in der gleichen 
Sportart wieder zu Hochleistungen zu befähigen. 
Die Erfahrungen aus der Sportmedizin führ 
ten dann während des letzten Weltkrieges zu 
nächst in Großbritannien und später auch in 
Frankreich dazu, solche Methoden zur Wieder 
herstellung behinderter Körperfunktionen nach 
Unfällen und Krankheiten auch beim arbeitenden 
Menschen anzuwenden. In der Vergangenheit be 
deutete Krankheit oder Unfallverletzung nur zu 
oft dauernde Beschäftigungslosigkeit und herab 
gesetzte Leistung, sowohl für den Betreffenden 
selbst, als auch Verlust von Arbeitskraft und Pro 
duktivität für die Industrie. Und dies in gro 
ßem Maße nur deshalb, weil der Prozeß der 
Wiederertüchtigung der Kranken und Verletzten 
nicht rechtzeitig oder nicht immer bis zur Er 
reichung der vollen .Arbeitsfähigkeit oder wenig 
stens zur maximal verbliebenen Leistungsmög 
lichkeit ^/ersucht wurde. Gerade im Bergbau mit 
seiner naturgemäß größeren Unfallhäufigkeit als 
in anderen Industriezweigen hat sich dieses Sy 
stem bestens bewährt. Glücklicherweise können 
die meisten Bergleute bei Krankheiten oder Un- 
Das Genesungsheim für Unfallverletzte der Saarbergwerke in Schloß Bietschied
	        

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