Full text : 1956 (0084)

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Herstellung  von  Hochofenkoks
aus  nur  saarländischer  Kohle
Fremdkohle  wird  eingespart  -  Gut  verkäufliche  Saar-Fettkohle  freigemacht
Von  Chef-Ing.  Schroeder,  Heinitz

Die  Herstellung  von  gutem  Hochofenkoks  nur
aus  Saarkohle  ist  für  die  Kokereien  an  der
Saar  ein  altes  Problem,  an  dessen  Lösung
schon  lange  gearbeitet  wird.  Infolge  ihrer  Zusammensetzung ­
  und  ihres  hohen  Gehaltes  an
flüchtigen  Bestandteilen  ergibt  die  Saarkohle
bei  der  Verkokung  nach  dem  normalen,  alt
hergebrachten  Verfahren  einen  Splittrigen  Koks
mit  stengliger  Struktur  und  geringer  Festigkeit.
Durch  seine  guten  Brenneigenschaften  ist  jedoch
dieser  Koks  als  Hausbrandkoks  sehr  geeignet
und  wird  auch  als  solcher  geschätzt,  für  den
Einsatz  in  dem  Hochofen  muß  jedoch  seine
Festigkeit  erheblich  verbessert  werden.
Durch  Zumischung  von  fremder  guter  Kokskohle ­
  kann  man  auch  mit  Saarkohle  die  gewünschten ­
  Eigenschaften  eines  guten  Hochofenkokses ­
  erreichen,  besonders  wenn  eine  zweckentsprechende ­
  Mahlung  und  eine  gute  Durchmischung ­
  der  verschiedenen  Kohlen  durchgeführt ­
  wird.
Für  den  Saarbergbau  ist  diese  Lösung  jedoch
noch  nicht  befriedigend.  Der  Bezug  von  Fremdkohle ­

  ist  nicht  immer  hundertprozentig  gesichert, ­
  erfordert  hohe  Frachtkosten  und  verringert ­
  ja  auch  entsprechend  den  Absatz  der
eigenen  Kohle.  Man  hat  daher  schon  lange  versucht, ­
  die  Fremdkohle  durch  Magerungsmittel
eigener  Erzeugung  zu  ersetzen.  Hierfür  kommt
fein  gemahlenes  Koksmehl  aus  dem  natürlichen
Koksgrusanfall  der  eigenen  Kokserzeugung
oder  Schwelkoksmehl  aus  besonders  hierfür
hergestelltem  Schwelgrus  in  Betracht.  Besonders
der  letztere  Zusatz  ist  für  den  Saarbergbau
von  großem  Interesse,  da  der  Schwelgrus  aus
Flammfeinkohle  hergestellt  wird,  einer  Kohle,
die  für  die  normale  Verkokung  nicht  in  Betracht ­
  kommt  und  die  auch  sonst  schwer  verkäuflich ­
  ist.
Der  Zusatz  von  Schwelkoksmehl  zur  Erzeugung ­
  eines  guten  Hochofenkokses  aus
Saarkohle  ist  schon  sehr  lange  bekannt.  Es
fehlte  jedoch  an  einem  geeigneten  Verfahren, ­
  dieses  Schwelkoksmehl  technisch  einwandfrei ­
  und  billig  zu  erzeugen.  Die  erste  größere
Anlage  dieser  Art,  nach  ihrem  Erfinder  Salerni-Wledei-aufbau

  der  Schwelantage  in  Dillingen
            
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